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Werden Druckfarben bald beträchtlich teurer?

China schränkt Steuerrückerstattung für Unternehmen, die Waren aus China exportieren, ein

Beträchtliche Preissteigerungen für Pigmente und weitere chemische Vorprodukte aus China erwartet die Eupia (European Printing Ink Association), der europäische Druckfarben-Verband, der zum Dachverband CEPE gehört. Wie aus einer aktuellen Presseinformation des Verbandes hervorgeht, wende die Volksrepublik China verschiedene Strategien an, um das überhitzte Exportwachstum und ihren steigenden Außenhandelsüberschuss in den Griff zubekommen. Eine dieser Maßnahmen sei die Streichung bzw. Reduzierung der Steuerrückerstattung für Unternehmen, die Waren aus China ausführen.
Die ab dem 1. Juli 2007 geltende Regelung betreffe 2.831 Produkte. In vielen Fällen könnte sich dieser Schritt auf die Kosten und/oder die Verfügbarkeit von Pigmenten, Pigmentzwischenprodukten, Harzen und weiteren Chemikalien, die in Druckfarben eingesetzt und von China nach Europa exportiert werden, auswirken. Die Streichung bzw. Senkung der Steuerrückerstattung betreffe umweltrelevante sowie energieintensive chemische Produkte im Exportbereich. Außerdem seien laut Eupia-Meldung im Vorfeld der Olympischen Spiele 2008 in Peking mehr als 3.000 chemische Betriebe geschlossen worden, weil sie für umweltverschmutzend gehalten werden. Diese Betriebsanlagen seien überwiegend im Bereich der organischen Chemie tätig. Als Folge dieser Betriebsschließungen gelten beträchtliche Lieferengpässe für bestimmte Druckfarbenrohstoffe als wahrscheinlich.
Da mögliche Einschränkungen sowohl Zwischenprodukte als auch Fertigprodukte umfassen, könnten die Auswirkungen auch Unternehmen betreffen, die zwar selbst nicht unmittelbar Produkte aus China beziehen, aber deren heimische Lieferanten in China hergestellte Chemikalien einsetzen. Eupia geht davon aus, dass Engpässe und beträchtliche Kostensteigerungen für alle Mitgliedsunternehmen bevorstehen.

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