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Wifag heißt jetzt Wifag-Polytype Technologies AG

Kundenspezifische Komplettlösungen rund um Druck, Beschichtung und Veredelung
 

Die neue Versuchsdruckmaschine Techma-4 kann mit wasserbasierten Inkjetfarben Kunststofffolien, Aluminium und papierbasierende Substrate – zum Beispiel für Lebensmittelverpackungen – bedrucken. 

Die Wifag Maschinenfabrik AG ist ein Schweizer Hersteller von Zeitungs- und Bücherdruckmaschinen mit über 100-jähriger Tradition. Jetzt hat das Unternehmen umfirmiert: Unter dem neuen Namen Wifag-Polytype Technologies AG (Sitz Freiburg/Schweiz) steht die neue Gesellschaft nun für kundenspezifische Komplettlösungen rund um Druck, Beschichtung und Veredelung, wie jetzt gemeldet wurde. Mit dem wasserbasierten industriellen Inkjet-Digitaldruck auf Kunststoff- und Aluminium-Folien sowie papierbasierten Substraten kann Wifag-Polytype Technologies AG eine zusätzliche zukunftsorientierte Technologie anbieten, so heißt es weiter. 

Der neue Firmenname Wifag-Polytype Technologies AG soll die große Bandbreite des Portfolios des zur Schweizer Wifag-Polytype Group gehörenden Unternehmens reflektieren. Unter dem Dach der Wifag-Polytype Technologies AG sind nun Software- und Automationskompetenz, Maschinenbau- und Material-Know-how vereint. Komplettlösungen von Wifag-Polytype Technologies AG umfassen die Bereiche Maschinenbau für Druck-, Beschichtungs- und Veredelungsmaschinen; in Partnerschaft mit Kunden entwickelte konventionelle und digitale Prozesslösungen; eigene Automations- und Leitstand-Technologie sowie eigene Software und inhouse entwickelte Inkjet-Tinten und Primer.

Dies alles wurde möglich durch den 2007 begonnenen strategischen Zukauf von Spezial-Unternehmen und die laufende Erweiterung des bestehenden Expertenteams, so die Wifag-Polytype Technologies AG. Die zunächst als Tochterunternehmen weiterbestehende Polytype Converting AG soll voraussichtlich Anfang 2015 mit der Wifag-Polytype Technologies AG verschmolzen werden. Die bisherigen Wifag- und Polytype-Converting-Tochterunternehmen, u.a. in Deutschland, China und den USA, bleiben unverändert bestehen.

Inkjet-Druck bei Open House gezeigt

CEO Jörgen Karlsson präsentierte die umfassenden Möglichkeiten der Wifag-Polytype Technologies AG erstmals bei einer Open-House-Veranstaltung, zu der rund 50 Vertreter namhafter Großunternehmen aus der Zeitungs-, Verpackungs- und Beschichtungsindustrie Anfang Juni 2014 nach Freiburg gekommen waren, wie das Unternehmen weiter berichtet.

Im Rahmen dieser Open House wurde die neue Versuchsdruckmaschine Techma-4 in Betrieb gezeigt, die mit wasserbasierten Inkjetfarben Kunststofffolien, Aluminium und papierbasierende Substrate – zum Beispiel für Lebensmittelverpackungen – bedrucken kann. Die Eigenentwicklungen im Digitaldruck sowie das neue „Competence Center Fluid Technologies“, das aus der Verpflichtung eines kompletten Forschungs- und Entwicklungsteams von Ilford entstanden ist, bildeten weitere Schwerpunkte der Kundenveranstaltung.

Rund um die beiden Firmen Wifag und Polytype Converting, die auf eine lange Tradition in der Zeitungsdruck- bzw. in der Beschichtungs- und Veredelungstechologie zurückblicken können, wurde in den vergangenen Jahren viel zusätzliches Know-how versammelt.

Mit der Mehrheitsübernahme bei Pagendarm (Hamburg/Deutschland) im Jahr 2007 kam unter anderem die Trockner-Technologie, mit der Firma Spühl (2008) der Digitaldruck in die Unternehmensgruppe. Zwar wurde der Vertrieb der LFP-Maschinen der Baureihe Virtu weitgehend zurückgefahren, die Experten von Spühl bildeten aber die Keimzelle für das „Digital Competence Center“ der Wifag-Polytype Group, das der ganzen Unternehmensgruppe völlig neue Möglichkeiten eröffnet hat. Ähnliches gilt für das „Automation Competence Center“, in dem das Know-how der Firmen Wifag und Solna (2011 übernommen) jüngst durch ein Team ergänzt wurde, das bisher für EAE in Ahrensburg gearbeitet hatte.

Für Lebensmittelverpackungen geeigneten wasserbasierten Inkjet-Digitaldruck zur Marktreife gebracht

Als wohl erstes Unternehmen haben die Schweizer Druck- und Beschichtungsspezialisten den auch für Lebensmittelverpackungen geeigneten wasserbasierten Inkjet-Digitaldruck zur Marktreife gebracht. Gemeinsam mit zwei unterschiedlichen Kunden entwickelt die neue Wifag-Polytype Technologies AG derzeit Lösungen für den Druck auf Aluminiumfolie wie auch eine Komplettlösung für den Druck auf Papiersubstrate, der in diesem Produktsegment in Kürze ein herkömmliches Tiefdruckverfahren ablösen soll.

Ein letzter wichtiger Schritt, um diese Projekte zum Erfolg führen zu können, war Anfang 2014 die Übernahme eines zehnköpfigen Forschungs- und Entwicklungsteams des in Insolvenz befindlichen Schweizer Unternehmens Ilford Imaging. Dr. Lars Sommerhäuser und sein Team brachten das Know-how für Inkjetfarben, Primer-Lösungen und funktionelle Schichten in die Wifag-Polytype Technologies AG. Nun kann das Schweizer Technologie-Unternehmen – ohne zum Beispiel auf externe Tintenexperten angewiesen zu sein – exakt aufeinander abgestimmte Lösungen anbieten.

Neben diesen wichtigen Entwicklungs-Partnerschaften in der Coating- und Druckbranche liefert Wifag-Polytype Technologies AG bereits auch OEM-Technologie: So beispielsweise die „Digital Engine“ für das digitale Großformat-Lackiersystem Dmax des Schweizer Herstellers Steinemann.

Darüber hinaus stellt Wifag-Polytype Technologies AG auch die digitale Drucktechnologie für die anderen Unternehmen der Wifag-Polytype Group bereit. So konnte die Polytype AG bereits die ersten Digitaldruckmaschinen für den Druck auf Kunststoff-Becher an Kunden ausliefern.

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