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Wifag streicht die Hälfte ihrer Stellen im Zeitungsmaschinenbau

Ein »starker Partner« wird gesucht

Die Maschinenfabrik Wifag (Bern/Schweiz) baut weitere 300 Stellen ab. Betroffen ist die kriselnde Zeitungssparte, in der die Wifag bereits im Mai den Abbau von 90 der 650 Arbeitsplätze angekündigt hat. Dies berichteten mehrere Schweizer Zeitungen am Freitag.
Die Hoffnung, dass sich die »historische Krise« mit Kurzarbeit und dem ersten Abbau bewältigen lasse, habe sich zerschlagen, heißt es. Der Druckmaschinenbau leide weltweit unter einem noch nie dagewesenen Auftragseinbruch und überdies unter einem dramatischen Preiszerfall, teilte die Wifag-Polytype Gruppe mit.
Mit ihren Produkten im oberen Technologie- und Preissegment sei die Wifag besonders hart betroffen. Hinter Manroland, KBA und Goss International wird Wifag als viertgrößter Zeitungsmaschinenhersteller angesehen, der in den vergangenen Jahren einen Marktanteil von rund 10 % halten konnte. Doch nun heißt es, der Wifag-Polytype-Konzern könne den Schwerpunkt nicht mehr beim traditionellen Zeitungsdruck setzen. Für die Sparte werde deshalb ein starker Partner gesucht, schreibt die Berner Zeitung »Der Bund«.
Der weitere Stellenabbau erfolgt gestaffelt bis Ende Juli 2010. Für die Betroffenen gibt es einen Sozialplan.
Neben dem Zeitungsdruck stellt die Wifag-Polytype Gruppe Maschinen für den Verpackungsdruck und den Digitaldruck her und ist auch im Grosshandel mit Produkten für die graphische Industrie tätig.
2008 erzielte sie einen Gruppenumsatz von über 500 Mio. Schweizer Franken und beschäftigte in Europa, den USA und Asien rund 1500 Personen. Im Gegensatz zum Zeitungsdruck behaupteten sich die anderen Bereich in der Krise gut, hiess es weiter.
Anfang Juli 2009 hatte sich die Wifag von ihrem CEO Dr. Peter Boeglin getrennt. Seither steht der zunächst als Interims-Firmenchef geholte Werner Tschan an der Spitze des Maschinenbauers.

Wifag-Polytype Holding AG http://www.wpholding.com

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