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Xerox plant die Aufspaltung in zwei getrennte Unternehmen

Ein Unternehmen wird sich auf Dokumententechnologien konzentrieren, das andere auf "Business Process Outsourcing"
 

Xerox – im Bild der globale Hauptsitz in Norwalk, Connecticut (USA) – will sich bis zum Ende des Jahres in zwei eigenständige Unternehmen aufspalten.

Der amerikanische Druckmaschinenhersteller Xerox will sich bis zum Jahresende 2016 in zwei separate Unternehmen aufspalten. Während sich das eine auf Dokumententechnologien, inklusive der Produktionsdruck- und Büromaschinen, der dazugehörigen Software und dokumentenbezogenen Dienstleistungen spezialisieren werde, soll sich in einer kleineren Firma alles um das "Business Process Outsourcing" drehen. Mit der Aufspaltung in zwei getrennte Unternehmen passe sich Xerox nun der Marktdynamik an. Und mit diesem Schritt ist das Unternehmen nicht allein: Erst im vergangenem Jahr hatte sich auch Hewlett Packard geteilt.

Wie Xerox weiter erklärt, sollen durch die Aufspaltung die organisatorischen Strukturen vereinfacht und Entscheidungsprozesse beschleunigt werden. Zudem soll es so möglich werden, gezielter auf die Bedürfnisse des jeweiligen Zielmarktes einzugehen und schneller auf Veränderungen zu reagieren. Zudem gibt es, so Xerox, in beiden Bereichen unterschiedliche Wachstums-Treiber, die ebenso unterschiedlich bedient werden müssten. Mit den beiden voneinander getrennten Firmen sollen auch unterschiedliche Führungsmodelle und Finanzstrukturen aufgebaut werden, sodass jedes der beiden Unternehmen wettbewerbsfähiger werde.

"Document Technology": Das Unternehmen, in dem künftig die Produktionsdruck- und Büromaschinen, die entsprechende Software sowie dokumentenbezogene Dienstleistungen wie Managed Print Services oder Centralised Print Services angesiedelt sein werden, soll nach den Angaben von Xerox rund 40.000 Mitarbeiter beschäftigen. Im vergangenem Jahr hatte Xerox mit diesen Geschäftsbereichen einen Umsatz von rund elf Milliarden US-Dollar erwirtschaftet.

In der zweiten Firma – "Business Process Outsourcing", kurz "BPO" – sollen Dienstleistungen und Software in den Bereichen Customer Care, Healthcare, Transportation, Human Resources sowie "Finance & Accounting" angeboten werden. Hier hatte der Hersteller 2015 ein Umsatzvolumen von rund sieben Milliarden US-Dollar erzielt. Die Mitarbeiterzahl dieses zweiten Unternehmens werde sich auf rund 104.000 belaufen.

Strategische Transformation soll Xerox Einsparungen in Milliardenhöhe bringen

Zusätzlich zur Verkündung der Aufspaltung hatte Xerox am vergangenem Freitag auch eine strategische Transformation angekündigt, die sich über drei Jahre und alle Geschäftsbereiche ziehen und Einsparungen in Höhe von rund 2,4 Milliarden Dollar einbringen soll. Allein im Jahr 2016 erwarte Xerox dadurch Kosteneinsparungen von rund 700 Millionen US-Dollar. Erzielt werden sollen die Einsparungen durch Veränderungen in den Geschäftsprozessen. 

Die Aufspaltung in zwei eigenständige Unternehmen soll bis zum Ende des Jahres abgeschlossen sein. Bis zum finalen Abschluss werde Xerox aber wie bisher als ein Unternehmen agieren und auch für Kunden und Mitarbeiter soll sich bis dahin nichts ändern.

Investor Carl Icahn erhält drei Sitze im Verwaltungsrat der neuen "BPO"

Erst im November 2015 war der US-amerikanische Investor Carl Icahn bei Xerox eingestiegen. Seitdem hielt er nach eigenen Angaben einen Anteil von 7,13 Prozent an Xerox. Nach der Aufspaltung werde Icahn nun drei der neun Sitze im Verwaltungsrat der Dienstleistungs-Firma erhalten und damit aktiv an der Steuerung der neuen Firma beteiligt sein. Eine entsprechende Vereinbarung haben Xerox und Carl Icahn ebenfalls am vergangenem Freitag verkündet. Innerhalb dieser Vereinbarung sei auch festgelegt worden, dass man einen Externen für den Job des CEO der neuen Dienstleistungs-Firma suchen werde und dass eine von Icahn bestimmte Person dem Komitee bei der Suche nach einem Kandidaten beratend zur Seite stehen werde. Wie verschiedene Finanz-Portale berichten, ist Milliardär Icahn für seine vorantreibende Art bekannt: So habe er sich beispielsweise bei Apple für eine Aufstockung der Aktienrückkäufe stark gemacht. Auch bei der Trennung von Ebay und Paypal sei Icahn maßgeblich beteiligt gewesen.

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