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Zeitschriftenverleger rechnen mit erneutem Umsatzrückgang

Stellenanzeigenmarkt weiter rückläufig

Die deutschen Zeitungsverlage sehen noch kein Ende der Medienkrise. Die Branche erwartet nach Angaben Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) in diesem Jahr erneut sinkende Umsätze, wenn auch nicht mehr solche Einbrüche wie in den Vorjahren. Die Zeitungsbranche sei derzeit von einem tiefgreifenden Strukturwandel betroffen. Jedes der 350 Zeitungshäuser sei dabei, sich zu einem komplexen Medienunternehmen mit unterschiedlichen Informations- und Kommunikationskanälen zu entwickeln, erklärte der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) heute, Donnerstag, auf seiner Jahrespressekonferenz in Berlin. Bis Mai seien die Anzeigenumfänge um 6,8 Prozent zurückgegangen, so der BDZV-Geschäftsführer Jörg Laskowski. Dies könne auch durch die teilweise erhöhten Preise für Zeitungen und Zeitschriften in diesem Jahr nicht mehr ausgeglichen werden. »Die Wirtschaftslage trifft jeden, von den Verlagen bis zum Verbraucher.« Am stärksten mache den Verlagen der Einbruch bei den Stellenanzeigen zu schaffen, die sich im Vergleich zu den ersten fünf Monaten 2002 noch einmal um fast 38 Prozent verringert hätten. Auch die Auflagen gingen weiter leicht zurück. Im vergangenen Jahr hatte die Zeitungsbranche ein Umsatzminus von 5,8 Prozent verbucht, im Jahr davor sogar einen Rückgang von 8,2 Prozent. Dennoch würden die meisten Verlage schwarze Zahlen schreiben, weil sie rechtzeitig Maßnahmen zur Kostensenkung ergriffen hätten, hieß es beim Verband. Anzeigen deckten mittlerweile nur noch etwas mehr als die Hälfte der Kosten für die Zeitungen, während der Rest über den Verkauf erzielt werde, beschrieb der Verband den Verfall der Werbeeinnahmen. Bis vor kurzem habe der Anzeigenteil noch bei zwei Drittel gelegen. Hauptgrund für die Probleme der Branche sei die schwache Konjunktur. Bei den Auflagen hätten sich die Auswirkungen jedoch verlangsamt, so dass der Rückgang im ersten Quartal nur noch 1,7 Prozent betragen habe, sagte Schulze.

Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger http://www.bdzv.de

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