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Zeitungsverlage und -druckhäuser bündeln den Papiereinkauf

FAZ bildet mit Rheinpfalz, Freier Presse und SWMH eine Einkaufsgemeinschaft
 
Papierrollen

Der Konzentration auf Anbieterseite wollen nun auch die Abnehmer von Zeitungspapier größere Beschaffungseinheiten entgegensetzen. (Archivfoto)

Die seit zwei Jahren bestehende Einkaufsgemeinschaft der Verlage Südwestdeutsche Medienholding (SWMH, Stuttgart), Freie Presse (Chemnitz) und Die Rheinpfalz (Ludwigshafen) plant, ihre Papierbeschaffungsaktivitäten mit denen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zusammenzufassen und in der neuen "EKG – Einkaufsgesellschaft für Verlage GmbH" (EKG) zu bündeln.

Darüber hinaus soll das Druckzentrum Rhein Main in Rüsselsheim, ein Gemeinschaftsunternehmen der Verlagsgruppe Rhein Main ("Allgemeine Zeitung Mainz") und der Echo Medien GmbH ("Darmstädter Echo"), Partner der neuen Einkaufsgemeinschaft werden. Mit dem Zusammenschluss soll so ein führender europäischer Abnehmer für Zeitungsdruckpapier entstehen. Mittelfristig sieht das Konzept die Möglichkeit des Beitritts weiterer Partner vor. Die Gründung steht noch unter Vorbehalt der Zustimmung durch das Kartellamt.

Die beteiligten Medienhäuser wollen mit der Gründung der EKG "den sich verändernden Marktbedingungen sowie der zunehmenden Dynamik der Märkte Rechnung tragen". Durch den Zusammenschluss und die damit verbundene Ausweitung und Bündelung von Kompetenzen könne ein starker Marktauftritt, die wirtschaftliche und ökologische Optimierung der Logistik sowie die Steigerung der Effizienz in den Unternehmen und bei den Lieferpartnern erzielt werden – so eine Pressemitteilung der an der EKG beteiligten Firmen.

In der strategischen und operativen Beschaffung des Zeitungsdruckpapiers soll die Thomas Olszenka Consulting die EKG unterstützen. Olszenka war unter anderem bis 2010 Geschäftsführer der Norske Skog Deutschland GmbH. Der norwegische Konzern Norske Skog ist der weltweit zweitgrößte Hersteller von Zeitungspapier.

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