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Zuwachs bei Umsatz und Ergebnis bei Mayr-Melnhof

Halbjahresergebnis 2011 veröffentlicht

Dr. Wilhelm Hörmanseder, CEO der Mayr-Melnhof AG.

Die Mayr-Melnhof Gruppe (Wien/Österreich) hat das erste Halbjahr 2011 mit einem Zuwachs bei Umsatz und Ergebnis abgeschlossen. Diese Halbjahreszahlen konnte der Kartonhersteller nach eigenen Angaben trotz Normalisierung und sukzessiver Verlangsamung der Nachfrage sowie gestiegener Rohstoffkosten erreichen.

Einer Mitteilung des Unternehmens zufolge war eine Herausforderung die Bewältigung des Kostenanstiegs, der neben Faserstoffen vermehrt auch weitere direkte Kosten erfasste. Konnte im ersten Quartal 2011 nach eigener Aussage noch eine ausreichende Kompensation erzielt werden, war dies im zweiten Quartal nicht mehr in vollem Maße möglich. Insgesamt erwirtschaftete der Konzern konsolidierte Umsatzerlöse in Höhe von 988,2 Mio. Euro. Damit liegen diese 14,5 % über dem Vorjahr. Erhöhte Durchschnittspreise seien der wesentliche Grund für diesen Anstieg gewesen. Das betriebliche Ergebnis konnte um 19,5 %  auf 92,7 Mio. Euro verbessert werden. Diese Zunahme resultierte laut Mayr-Melnhof aus einem deutlichen Ergebniswachstum in der Kartonproduktion.

Entwicklung in den einzelnen Segmenten

Im Bereich Karton hat mit 797.000 Tonnen die produzierte Tonnage knapp über dem Vergleichswert des Vorjahres (1. HJ 2010: 785.000 Tonnen) gelegen, ebenso die verkaufte Menge, die nach 802.000 Tonnen im Vorjahr 803.000 Tonnen erreichte. Hiervon wurden nach eigenen Angaben 79 % in Europa und 21 % auf den außereuropäischen Märkten abgesetzt (1. HJ 2010: 82 %; 18 %). Dem Bericht von Mayr-Melnhof zufolge stiegen die Umsatzerlöse, infolge des gegenüber dem Vorjahr deutlich verbesserten Preisniveaus, um 15,3 % auf 492,5 Mio. Euro (1. HJ 2010: 427,3 Mio. Euro). Mit 43,3 Mio. Euro (1. HJ 2010: 25,2 Mio. Euro) verzeichnete das betriebliche Ergebnis einen Zuwachs von 71,8 %.

Die Nachfrageentwicklung auf den europäischen Kartonmärkten war in den ersten sechs Monaten des Jahres 2011 durch eine "deutliche Normalisierung" geprägt. Vor diesem Hintergrund setzte das Unternehmen "auf eine straffe Preispolitik" und vermehrte Lieferungen in Märkte außerhalb Europas. Der durchschnittliche Auftragsstand im ersten Halbjahr lag bei 125.000 Tonnen (1. HJ 2010: 169.000 Tonnen). Insgesamt konnten die Kapazitäten mit 99 % fast wieder ausgelastet werden (1. HJ 2010: 97 %). Die Rohstoffmärkte seien durch eine Fortsetzung des Preisanstiegs gekennzeichnet.

Die Geschäftsentwicklung im Bereich Packaging konnte im ersten Halbjahr 2011 Umsatzerlöse mit einem Zuwachs von 12,0 % auf 554,0 Mio. Euro (1. HJ 2010: 494,7 Mio. Euro) verzeichnen. Diese Steigerung ist nach eigener Aussage rund zur Hälfte auf Preiserhöhungen und die Akquisition des Verpackungswerks Marinetti (Chile) im vergangenen Jahr zurückzuführen. Da die jüngsten Kostenerhöhungen nicht mehr in vollem Maße kompensiert werden konnten, ging das betriebliche Ergebnis um 5,7 % von 52,4 Mio. Euro auf 49,4 Mio. Euro zurück, heißt es in der Mitteilung weiter. Mit 345.000 Tonnen überstieg die verarbeitete Tonnage den Vorjahreswert (1. HJ 2010: 333.000 Tonnen) um 3,6 %.

Fortsetzung Expansion Türkei, Russland, Mittlerer Osten

Zusätzlich zu den beiden bestehenden Packaging Verpackungswerken in Izmir, welche sowohl Zigarettenverpackungen als auch Verpackungen für den generellen Bedarf produzieren, wird laut Mayr-Melnhof in Karaman (Zentralanatolien/Türkei) ein neuer Standort errichtet. In einem ersten Schritt sollen rund 7 Mio. Euro investiert werden. Der Produktionsbeginn sei für das 4. Quartal 2011 geplant. Darüber hinaus seien die Mehrheitsanteile an den Produktionsgesellschaften in Russland, Türkei und Jordanien aufgestockt worden.

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