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Der Firmengründer von Colordruck Baiersbronn ist tot

Wilhelm Mack verstarb mit 91Jahren

Wilhelm Mack

Nach mehrjähriger schwerer Krankheit verstarb im Januar 2011 der Gründer und geschäftsführende Gesellschafter der Colordruck Baiersbronn W. Mack GmbH & Co. KG, Wilhelm Mack im 92. Lebensjahr. Der gelernte Steindrucker stellte bereits früh in der über 60-jährigen Unternehmensgeschichte die Weichen in Richtung Verpackungsdruck.

Im Mai 1919 als Sohn eines Schriftsetzers geboren, begann Wilhelm Mack  im Jahr 1933 eine Lehre als Steindrucker in dem Betrieb, den er später übernehmen sollte. Im Anschluss daran brachte er sein Wissen in ein Mannheimer Unternehmen ein. In den Kriegsjahren dienten seine Fachkenntnisse der Armee-Kartenstelle in Estland. Nach Kriegsende kehrte der gebürtige Baiersbronner in die Heimat zurück und übernahm die Firma seines früheren Lehrherrn, einen Steindruckbetrieb mit acht Mitarbeitern, der ausschließlich Papier bedruckte.

Die über 60 Jahre währende Firmengeschichte ist von einer kontinuier­lichen Entwicklung geprägt. Der Ursprung lag in den dreißiger Jahren im klassischen Steindruck. Die Produktpalette umfasste Papier, Etiketten, Rasierklingeneinschläge, Prospekte und Plakate.Bereits Ende der fünfziger Jahre sah Mack die Chancen des Verpackungsmarktes und stellte die Weichen weg vom Papier hin zum Karton. Offset­druck hieß die Synthese. Damit verbunden war die Umstellung von Papier- zum Verpackungsdruck.
1956 wurden die gemieteten Räumlichkeiten aufgegeben und ein erster Bauabschnitt mit 300 Quadratmetern neuer Produktionsfläche eingeweiht. 1988 erfolgte die Umstellung auf ein Maschinenformat und damit die völlige Konzentration auf Karton, während die Sparten Displays und kaschierte Welle sowie die Produktion groß­formatiger Verpackungen aufgegeben wurden.
Ein weiterer Meilenstein der Unternehmensgeschichte war 1997 der Neubau mit 8.300 Quadratmetern einschließlich der kompletten Erneu­erung des Druckmaschinenparks sowie der Logistik für das Rohmaterial. Stufenlos vollzog sich auch in der jüngsten Unternehmensgesichte der weitere Ausbau: 2008 investierte Colordruck Baiersbronn rund 10 Millionen Euro in einen Erweiterungsbau für das wachsende Unternehmen und zentralisierte die gesamte Logistik auf 1.700 Quadratmetern. 2009 wurde für rund fünf Millionen Euro ein eigenes Packaging Service Center (PSC) fertig gestellt, das die vollautomatische Konfektionierung von Produkten erlaubt. Mit der Einweihung des 1.700 Quadratmeter großen PSC vollzog das Unternehmen endgültig den Schritt vom Verpackungsdrucker zum Verpackungsdienstleister und bietet seitdem seinen Kunden an, den kompletten Verpackungsprozess nach Baiersbronn auszulagern. 2010 investierte das Familienunternehmen acht Millionen Euro in drei baugleiche Druckmaschinen, weitere Anlagen folgen im laufenden Jahr. Das unter anderem nach Global Standard Packaging und HACCP zertifizierte Faltschachtelunternehmen produziert vor allem Verpackungen für Süßwaren und Lebensmittel, aber auch Körperpflege- und Pharmaprodukte oder Promotionartikel und beschäftigt rund 180 Mitarbeiter.

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