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Dr. Rudolf Hell im Alter von 100 Jahren gestorben

Ein großer Erfinder der Neuzeit ist tot

Dr.-Ing. Rudolf Hell ist am 11. März verstorben. Der Ehrenbürger der Stadt Kiel feierte im Dezember 2001 noch seinen 100sten Geburtstag. Die technischen Errungenschaften und Verdienste des Erfinders, Ingenieurs und Unternehmmers wirken bis in die gegenwärtige Medienwelt nach. Der in Eggmühl/ Bayern geborene Hell gilt mit über 100 Patentanmeldungen in fünf Jahrzehnten als einer der größten Erfinder des letzten Jahrhunderts. Bereits 1948 entwickelte Hell den ersten Telebildsender und schuf damit die Basis für das heutige Faxgerät. Im Jahre 1954 stellte er erstmals die Klischee-Graviermaschine »Klischograph« vor, die die grafische Industrie revolutionierte. Schlag auf Schlag folgten neue Erfindungen. 1963 präsentierte Hell den Scanner »Colorgraph«, 1964 die »Digiset« für die digitale Schrift und Bildwiedergabe und das Pressfax zur Übertragung kompletter Zeitungsseiten. Mit dem Großen Verdienstkreuz zum Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland wurde Hell im Jahre 1963 ausgezeichnet, zahlreiche andere Ehrungen wie beispielsweise der Kulturpreis der Stadt Kiel, in der Hell in der Nachkriegszeit sein Unternehmen aus dem Nichts aufgebaut hatte, folgten. 1971 initiierte er die Entwicklung und Fertigung von Fernkopiergeräten und stellte damit dem Markt die weltweit ersten Faxgeräte zur Verfügung. Zum 1.April 1971 wandelte der Unternehmer seine Handelsgesellschaft mit einer mehrheitlichen Beteiligung der Siemens AG in eine GmbH um, zehn Jahre später wurde das Unternehmen eine hundertprozentige Siemes-Tochter. Mit dem »Chromacom«, den er 1980 der Fachwelt präsentierte, schuf Hell ein elekronisches Bildverarbeitungssystem. Rudolf Hell war nicht nur ein genialer Efinder, sondern auch ein sozial engagierter Unternehmer, der für seine Mitarbeiter Wohnungen baute und eine Alterfürorge gründete. 1990 zog sich Hell aus dem aktiven Geschäftsleben zurück. Nach dem Einbringen der Hell GmbH von Siemens als Sacheinlage in die Linotype AG entstand die Linotype Hell AG, die 1997 in die Heidelberger Druckmaschinen AG überging.

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