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Koenig & Bauer AG: Wechsel im Vorstandsvorsitz vollzogen

Reinhart Siewert übergibt Ruder an Albrecht Bolza-Schünemann –

Die Hauptversammlung der Koenig & Bauer AG (KBA) am 26. Juni 2003 in Würzburg war die letzte offizielle Amtshandlung von Reinhart Siewert (65) als Vorstandsvorsitzender, der seit 1995 den ältesten Druckmaschinenhersteller der Welt geführt hat. Ab heute, 1. Juli, übernimmt Albrecht Bolza-Schünemann (50) als Vertreter der Gründerfamilie in der 6. Generation den Vorstandsvorsitz. Sein Bruder Claus Bolza-Schünemann (46) wurde vom Aufsichtsrat zum neuen stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden bestellt. Unter dem Vorsitz von Reinhart Siewert (siehe Vita), der 1965 als Direktionsassistent in das Unternehmen eingetreten war und von 1979 bis zu seinem Ausscheiden Ende Juni 2003 auch das Finanzressort im Vorstand verantwortete, konnte der Druckmaschinenhersteller seinen Umsatz von 687,7 Mio. Euro (1995) auf 1.353,8 Mio. Euro (2002) verdoppeln. In der gleichen Zeit ist die Mitarbeiterzahl im KBA-Konzern von 6.245 auf ca. 7.400 Mitarbeiter gestiegen. Die Fusionen mit den ehemaligen Tochtergesellschaften Albert-Frankenthal AG in Frankenthal/Pfalz (1995) und KBA-Planeta AG in Radebeul bei Dresden (1998) sowie die Übernahme des langjährigen Schweizer Wertpapier-Partners De La Rue Giori, Lausanne, im Jahre 2001 waren wesentliche Meilensteine in den acht Jahren, in denen Reinhart Siewert erfolgreich KBA leitete. Reinhart Siewert wurde auf der Hauptversammlung am 26. Juni in den Aufsichtsrat von KBA gewählt.
Der neue Vorstandsvorsitzende Albrecht Bolza-Schünemann sammelte nach dem Studium des Maschinenbaus an der Technischen Universität Darmstadt erste berufliche Erfahrungen als Projektingenieur bei Mohndruck (Bertelsmann AG) in Gütersloh. 1980 begann er seine Tätigkeit bei Koenig & Bauer in der Konstruktionsabteilung, bevor er 1983 zur damaligen Tochtergesellschaft Albert-Frankenthal AG nach Frankenthal/Pfalz ging und dort 1987 zum Vorstandsmitglied für den Bereich Konstruktion und Entwicklung ernannt wurde. 1991, kurz nach dem Einstieg von Koenig & Bauer bei den Planeta Druckmaschinenwerken in Radebeul bei Dresden, wechselte Albrecht Bolza-Schünemann als Vorstandsvorsitzender zu der neuen Tochtergesellschaft KBA-Planeta AG an die Elbe. Dort hat er in den vergangenen 12 Jahren zunächst seine Qualifikation als Sanierer und später als vorausschauender Unternehmenslenker bewiesen. Nach der Schließung von fünf der damals sechs Produktionswerke und dem Abbau von mehr als 4.000 der bei Übernahme durch Koenig & Bauer noch insgesamt 5.500 Planeta-Mitarbeiter hat sich der heutige KBA-Geschäftsbereich Bogenoffsetmaschinen in den vergangenen zehn Jahren zum größten Maschinenbauunternehmen der neuen Bundesländer entwickelt. Von 1993 bis 2002 wurden durchwegs zweistellige Wachstumsraten beim Umsatz erzielt, seit 1995 schrittweise das komplette Produktprogramm erneuert und in den früher nicht abgedeckten Kleinformatbereich hinein ergänzt.

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