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Neuer Sachverständiger für die grafische Industrie

Florian Hüther von der IHK Leipzig bestellt und vereidigt
 

Florian Hüther ist neuer Sachverständiger für die grafische Industrie.

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Leipzig hat kürzlich Florian Hüther als Sachverständigen für die grafische Industrie bestellt und vereidigt. Seine Bestellungsgebiete als Sachverständiger umfassen die Bereiche Druckverfahren, -maschinen und -erzeugnisse.

Nachdem Florian Hüther eine Berufsausbildung zum Tief- und Flexodrucker absolviert hatte und auch als Facharbeiter tätig war, schloss er eine Weiterbildung zum Staatlich geprüften Druck- und Medientechniker an. An der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) in Leipzig absolvierte er anschließend ein Bachelorstudium der Fachrichtung Drucktechnik und danach noch ein Masterstudium der Druck- und Verpackungstechnik. Auch während des Studiums war er in vielen Bereichen der grafischen Industrie aktiv. So auch bei der Erstellung seiner Masterarbeit, die in Kooperation mit dem Sächsischen Institut für die Druckindustrie (SID) in Leipzig erfolgte. Dort ist er seither als wissenschaftlicher Mitarbeiter Forschung beschäftigt.

Als öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger wird Florian Hüther die im SID durchgeführten Sachverständigenaktivitäten seines Vorgängers Dr.-Ing. Peter Hofmann fortführen. Dr. Hofmann war jahrelang auch einer der Autoren der Gutachter-Serie (Problemfälle aus grafischen Betrieben – ein Gutachter berichtet aus der Praxis) in Deutscher Drucker.

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Leserkommentare (9)

Drucker | Montag, 08. August 2016 09:16:04

Bundestrainer unter sich

Liebe Beurteiler,
Ich finde es sehr bedauerlich, dass hier über jemanden ein Urteil gefällt wird, den scheinbar keiner aus der Runde wirklich kennt.
Nicht selten ist die Motivation etwas zu studieren oder einen Beruf zu erlernen mit dem Schaffen von Verwandten oder Eltern verknüpft. Ich kenne genug Ingeniere aus unserer Branche, deren Kindheit in der elterlichen Druckerei stattgefunden hat. Da muss dieser Ingenieur wenig eigene Praxis aufweisen, wenn er es sozusagen mit der Muttermilch eingeflößt bekommen hat, wo die Probleme in der Produktion sind. Ich kenne hingegen auch angeblich gestandene Praktiker, mit 35 Jahren Berufserfahrung, die definitiv nur noch "alten Schnee" erzählen und den Zug seit vielen Jahren verpasst haben.
Gebt dem jungen Herren eine Chance zu bestehen!
Besten Gruß

Tina | Dienstag, 02. August 2016 11:16:01

@ Kommentator

Lieber "Kommentator",

wer schreibt denn von der Wunschvorstellung eines 20 Jahre alten Fachmanns mit 40 Jahren Berufserfahrung? Außer Ihnen niemand.

Hier geht es einfach darum, dass ein junger Mensch, welcher ohne Zweifel viele Ausbildungen in der Druckbranche durchlaufen hat, aber fast ohne jegliche praktische Berufserfahrung, zum "Sachverständigen" in der Branche erhoben wird.

Die in der Vorstellung des SID dazu schön formulierten Sätze wie :

- "und auch als Facharbeiter tätig war"
- "auch während des Studiums war er in vielen Bereichen der grafischen Industrie aktiv"

können das fehlen praktischer Erfahrungen in der freien Wirtschaft nur mühevoll kaschieren.

Offensichtlich reicht aber heutzutage die Aneinanderreihung von vielen theoretischen Abschlüssen aus den Elfenbeintüren des Wissen, ohne dem Nachweis diese Kenntnisse auch in der freien Wirtschaft umgesetzt zu haben, vollkommen aus.

LG Tina

Branchenkenner | Freitag, 29. Juli 2016 10:46:06

Die Kirche im Dorf lassen ist der richtige Ansatz

Nachdem unser Selbst-Experte im ersten Teil seines Kommentars den bereits recht umfangreichen Werdegang des Herrn Hüther nochmals auflistet, hat er im zweiten Teil offensichtlich seinen eigenen Slogan „Die Kirche im Dorf lassen“ vergessen.

Offensichtlich hat Herr Hüther doch mit großer Kontinuität seine Ausbildungen und Qualifizierungen abgeschlossen und inzwischen seit einiger Zeit eine Anstellung als wissenschaftlicher Mitarbeiter Forschung beim Sächsischen Institut für die Druckindustrie. Die jetzt erreichte öffentliche Bestellung und Vereidigung als Sachverständiger ist das Ergebnis einer weiteren Qualifizierung, in der der Kandidat im Übrigen, neben vielen formalen und rechtlichen Regularien, auch seinen Sachverstand in dem Bestellungsgebiet unter Beweis stellen muss. So viel Pessimismus für die Zukunft ist hier sicher unangebracht.

Robert Kleist | Freitag, 29. Juli 2016 10:46:05

Aussichten in der Branche

Lieber Student,

ich freue mich über Ihren Optimismus - Sie werden ihn nach dem Studium noch benötigen.

Ich bin seit vielen Jahren in der Branche tätig und bilde mir ein zu wissen, welche Qualifikationen wirklich benötigt werden.

a) Facharbeiter/Maschinenführer
b) Meister/Techniker als Abteilungsleiter mit fundiertem Praxiswissen
c) Top Verkäufer - keine Taschenausfüller im Innendienst

Wenn Sie sich in einer der drei Positionen sehen, dann haben Sie gute Aussichten auf einen vernünftigen Job in der Branche.

Kommentator | Freitag, 29. Juli 2016 10:46:04

Wunschvorstellung adé

Liebe Tina,

ich glaube von der Wunschvorstellung, einen Fachmann einzustellen der 40 Jahre Berufserfahrung hat und wenn möglich erst 20 Jahre alt ist, können wir uns verabschieden. Die Ernennung zum Sachverständigen ist, soweit ich weiß, ein langer Prozess der mit einer adäquaten Prüfung bei der zuständigen Industrie- und Handelskammer abschließt. Das heißt Herr Hüther wird wohl diese Prüfung zufriedenstellend absolviert haben. Zumindest ist mir nicht bekannt, dass die IHK einen „Frischlings-Bonus“ vergibt nur um Nachfolger für Sachverständige zu finden. Zudem zeigt Herr Hüthers Werdegang das er durchaus mehr Praxiserfahrung nachweisen kann als andere Hochschulabsolventen, wenngleich diese nicht im vollen Umfang mit der eines 50-Jährigen vergleichbar ist. Dennoch sollten wir froh darüber sein, dass jüngere Menschen sich immer mehr solch einer Herausforderung stellen.

55er Druckingenieur | Freitag, 29. Juli 2016 10:46:03

Druckingenieur

Lieber Student,

ich drücke Ihnen persönlich ganz fest die Daumen, dass sich Ihre Vorstellungen erfüllen mögen.

Nach meiner persönlichen Einschätzung(über 35 Jahre im Druck) aus der Produktionsleitung eines großen Druckhauses heraus, sehe ich wie auch viele schon ältere Führungskräfte, eine eher seltsame Situation: Ehemalige Kollegen, aus Stellenabbau in den Unternehmen oder den zahlreichen Insolvenzen kommend, bekommen trotz Druckingenieursabschlüssen und viel Erfahrung keine Stellen mehr. Bei der Bundesagentur für Arbeit wird nach den mir zur Verfügung stehenden Berichten, die Druckindustrie als Problembranche gelistet, und zwar bundesweit.
Was gesucht und eingestellt wird, auch in unserem Unternehmen, sind alle die auch nur ansatzweise nach Vertriebsfähigkeit ausschauen. Dabei geht es, auch hier sind wir in uns Gesprächskreisen auf Veranstaltungen und Messen einig, nur um Aufträge und Umsätze. Kommt der Erfolg nicht wird gekündigt und der oder die nächste eingestellt. Selbst Zulieferer des Drucks kommunizieren, hinter vorgehaltener Hand und weil man sich ja schon lange kennt, so. Interessant wäre mal eine Statistik mit Anzahl der Absolventen mit Abschluss Druckingenieur der deutschen Hochschulen der Jahre 1985 bis 1995(oder anderer Sequenzen) und dem Anteil noch im Druck Beschäftigter zum heutigen Tage.

Trotzdem hoffe und wünsche ich Ihnen, dass Ihre Wünsche in Erfüllung gehen mögen.

student | Mittwoch, 27. Juli 2016 10:26:02

Problem Studium - eher nicht.

Ich weiß jetzt nicht, wo das Problem sein soll Drucktechnik studiert zu haben, Herr Selbst-Experte. Als Drucktechnik Student an der HTWK muss ich sagen, dass wir momentan traumhafte Berufsperspektiven haben. Die Branche braucht Ingenieure und stellt sie auch ein. Sehr gerne sogar.

Selbst-Experte | Dienstag, 26. Juli 2016 16:36:02

Tinas Meinung zu Florian Hüther

Meine liebe Tina, da sollten Sie aber mal die Kirche im Dorf lassen. Ihr Kommentar ist nicht ganz nachzuvollziehen. Der Lebenslauf ist doch im Artikel beschrieben:

Berufsausbildung zum Tief- und Flexodrucker
als Facharbeiter tätig
Weiterbildung zum Staatlich geprüften Druck- und Medientechniker
Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) in Leipzig mit Bachelorstudium der Fachrichtung Drucktechnik
und Masterstudium der Druck- und Verpackungstechnik
Während des Studiums war er in vielen Bereichen der grafischen Industrie aktiv.
Masterarbeit, in Kooperation mit dem SID in Leipzig
Seither als wissenschaftlicher Mitarbeiter Forschung beschäftigt

Was soll Herr Hüther denn groß schreiben
Ausbildung, kurze Zeit als Facharbeiter,
Technikerausbildung ohne berufliche Perspektiven
Bachelorstudium ohne berufliche Perspektiven
Masterstudium ohne berufliche Perspektiven

Das Problem ist doch überhaupt Drucktechnik studiert zu haben. Jetzt braucht er einen Job und das SID braucht Umsätze. Nächster Versuch. Was soll er denn sonst machen wenn er einmal in diese Branche geraten ist?

Tina | Montag, 25. Juli 2016 09:36:03

Sachverständiger ohne Berufspraxis

Ein sehr schöner Text - wahrscheinlich geschrieben vom Sachverständigen selber.

Leider geht aus ihm nicht hervor, welche beruflichen Stationen er hinter sich hat und seine Sachverständnis begründet.

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