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3-D-Druck bald auch im Weltall?

Nach Medienberichten soll die US-amerikanische Raumfahrtbehörde Nasa die Einrichtung einer 3-D-Druckerei im Weltall planen
 

Aufschichten einer Kunststoffmasse im „3-D-Drucker“. (Bild: ZDF/USC Craft Center)

Wurden Ersatzteile, Antennen und Solarzellen für Raumstationen bislang aufwendig durchs All transportiert, soll sich das bald ändern, wie Heute.de (ZDF) berichtete: Weltraumtaugliche 3-D-Drucker sollen die Teile künftig vor Ort produzieren. Das spart natürlich Zeit und Geld, ist die Nasa überzeugt. 

Dass Raumfahrt kostspielig ist, dürfte eine Binsenweisheit sein. Denn alles, was zum Beispiel an Bord der internationalen Raumstation ISS benötigt wird, muss mit Raketen hochgeschossen werden. Das kostet Zeit und Geld und ist unpraktisch. Zu große Geräte müssen auf der Erde zerlegt und später wieder zusammengesetzt werden. 

Billiger wäre es also, alles dort zu produzieren, wo es zum Einsatz kommen soll: im Weltall. Und das hat die Nasa laut Medienbericht vor. Mit der in der Industrie schon länger zum Beispiel zur Erzeugung von Prototypen eingesetzten 3-D-Drucktechnologie lassen sich computergesteuert dreidimensionale Gegenstände „drucken“, besser „modellieren“.

Wie Heute.de weiter berichtet, habe man zuerst daran gedacht, einfach einen handelsüblichen 3-D-Drucker zur ISS zu schicken. Diese Information stamme von den Gründern des kalifornischen Unternehmens Made in Space im US-Technologie-Blog Tech-Crunch. Doch was auf der Erde einwandfrei funktioniere, stoße angesichts der Schwerelosigkeit an Bord der ISS auf Schwierigkeiten. Daher habe Made in Space für die NASA einen 3-D-Drucker entwickelt, der auch im Weltraum funktionieren soll.

Das Gerät sei auch schon auf sogenannten Parabelflügen, wo kurzzeitig Schwerelosigkeit erreicht wird, getestet worden. Auch müsse der 3-D-Drucker so robust sein, dass er die Kräfte, die beim Start einer Rakete auf das Gerät einwirken, unbeschadet übersteht. Bislang habe der Prototyp alle Tests bestanden. Wenn alles nach Plan verläuft, soll der Drucker ab Juni 2014 auf der ISS zum Einsatz kommen, heißt es in dem Bericht weiter.

Der weltraumtaugliche 3-D-Drucker sei ein wichtiger Schritt in die Zukunft, wird Aaron Kemmer von Made in Space zitiert. Die Möglichkeit, Ersatzteile und Spezialwerkzeuge nach Bedarf an Bord eines Raumfahrzeugs zu drucken, mache künftige Weltraummissionen billiger und sicherer. Gibt es einen technischen Defekt, müsse man nicht mehr lange auf Ersatzteile von der Erde warten, so US-Astronaut Timothy Creamer in einem Nasa-Video.

Doch reichen die Pläne der Nasa viel weiter, so die Meldung. Finanziell von der Nasa unterstützt, soll die US-Firma Tethers Unlimited zurzeit einen spinnenartigen Bauroboter namens Spider Fab entwickeln, der im Weltraum ganze Raumstationen zusammenbauen soll.

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