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Dr. Hönle AG übernimmt 80% des Quarzglas-Produzenten Raesch

UV-System-Hersteller aus Gräfelfing holt sich wichtigen Zulieferer ins "Haus"
 

Blick auf einen Quarz-Schmelzofen der Raesch Gruppe.

Was im Verbrauchsmaterial-Geschäft schon längst praktiziert wird, hält nun auch immer stärker Einzug bei Gerätelieferanten und im Anlagenbau: Wichtige Zulieferer ins eigene Portfolio zu intergrieren. Wie jetzt bekannt wurde, hat sich Hönle 80% der Anteile an der Raesch Gruppe gesichert. Die Unternehmensgruppe stellt Rohre und Halbfabrikate aus Quarzglas her. 

Die börsennotierte Dr. Hönle AG zählt nunmehr rund 500 Mitarbeiter (nach Übernahme der Raesch Gruppe) und ist Systemanbieter im Bereich UV-Technologie. Die Geräte werden in der Farb- und Lacktrocknung, in der Kleb- und Kunststoffhärtung sowie in der Oberflächenentkeimung und der Sonnenlichtsimulation eingesetzt. 
Das von der Raesch Gruppe hergestellte Quarzglas dient zum Beispiel zur Produktion von Kolben für UV- und Infrarot-Strahler sowie Lampen. Die Raesch Gruppe besteht aus der Raesch Quarz (Germany) GmbH, Langewiesen, und der Raesch Quarz (Malta) Ltd., Malta. Rund 150 Mitarbeiter produzieren an den beiden Standorten Quarzglas mit sehr hohen Reinheitsgraden, wie es weiter heißt. Nach vorläufigen Zahlen belief sich der Umsatz 2011 dre Raesch Gruppe auf etwa 17 Mio. Euro und das Betriebsergebnis (Ebit) auf rund 3,4 Mio. Euro.
Mit der Übernahme der Raesch Gruppe erhoffen sich die Gräfelfinger Synergien in mehreren Bereichen. Mit dem Kauf setzt Hönle zudem ihre Strategie fort, zusätzlich zum Geräte- und Anlagengeschäft vermehrt Umsätze im Bereich der kurzlebigen Wirtschaftsgüter zu generieren. Mit der Übernahme der Raesch Gruppe liegt der Anteil der Verbrauchsgüter bzw. kurzlebigen Wirtschaftsgüter am Gesamtumsatz der Hönle Gruppe bei über 50 %. Nach der Akquisition eines Klebstoffspezialisten und eines Strahlerspezialisten wird nun mit der Raesch Gruppe ein Quarzglasunternehmen Teil der Hönle Gruppe.
Mit der Unterzeichnung des Kaufvertrages erhielt die Dr. Hönle AG außerdem ein Anrecht auf den Erwerb der restlichen 20% der Anteile an der Raesch Gruppe. Über die Höhe des Kaufpreises wurde Stillschweigen vereinbart. Die Konsolidierung der Raesch Gruppe erfolgt zum 1. Januar 2012.

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