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Acrobat Solutions Tour 2001

Abschlussbericht von Impressed

PDF-Experten tourten im Juni durch Deutschland und die Schweiz um die Praxistauglichkeit von Acrobat und PDF unter die Lupe zu nehmen und aktuelle Lösungen zu präsentieren. Mit rund 400 Besuchern ist die erste Acrobat Solutions Tour in Zürich erfolgreich zu Ende gegangen. Den Teilnehmern wurde in sechs Städten ein sehr umfangreiches Programm geboten, dass getreu dem Crossmedia-Motto von der Druckvorstufe bis zum E-Paper Einsatz reichte. Die Referenten zeigten die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Acrobat 5.0 bzw. PDF 1.4 und gingen auf konkrete Probleme in der Praxis sowie deren Lösung ein. Dementsprechend gab es ein positives Feedback, in dem besonders die fachliche Kompetenz der Referenten betont wurde. Die veranstaltenden Firmen Actino Software und Impressed sowie die weiteren Referenten von Callas Software, PDFlib und ProDok Engineering freuen sich über die gelungene Premiere und werden die Acrobat Solutions Tour im nächsten Jahr fortsetzen. Aufgrund der Themenvielfalt von Acrobat und PDF wird es zukünftig eine inhaltliche Aufteilung geben.
Am Vormittag wurde auf Themen aus dem Bereich der Druckvorstufe eingegangen. Robert Zacherl (Impressed) nahm zunächst ausführlich die produktionsrelevanten Neuerungen von Acrobat und dem Acrobat Distiller 5.0 unter die Lupe. Ein besonderes Lob fand dabei die neue Überdruckenvorschau in Acrobat 5.0 zur korrekten Anzeige der überdruckenden Farben am Bildschirm. Relativiert wurde die neue Transparenz-Funktion in PDF 1.4, die noch auf keinem Gerät ausgegeben werden kann. Im Anschluß erläuterte Olaf Drümmer (Callas Software) die aktuellen Standards PDF 1.4, PDF/X3 und JDF. Für mehr Sicherheit im digitalen Datenverkehr - ohne Frage ein delikates Thema - sollen einheitliche Regeln in der Erstellung und Datenannahme von PDF sorgen, die unter der Bezeichnung PDF/X3 gebündelt auf dem Weg zu einer ISO-Norm sind. Die neue Version des pdfInspektor2 - kostenlos für die PDF/X3 Kontrolle - schafft hier die notwendigen Rahmenbedingungen.
Beim Einsatz von PDF in der Druckvorstufe kommt man leider nicht um Plug-Ins herum, da Adobe an dieser Stelle wenig zu bieten hat. Robert Zacherl präsentierte einen PDF Workflow unter Anwendung neuer Produkte von Creo-Scitex, Enfocus und Heidelberg. Von großem Interesse erwies sich dabei Synapse zur sicheren Erstellung von PDF Dokumenten und Supertrap, zum automatischen Überfüllen auf PDF Basis. Zum Abschluß des Vormittags präsentierte Michael Dickschat (Apple Computer) die Integration von PDF in das Betriebssystem Mac OS X. Das neue Grafikmodell Quartz basiert auf PDF, so dass man sich PDF ohne den Reader anschauen kann und beim Drucken in eine Datei sowie beim Kopieren in die Zwischenablage immer PDF generiert wird. Verschiedene Hersteller beginnen mit der Portierung der Programme auf MacOS X. So gibt es von Adobe den Reader 5.0 in einer speziellen Mac-OS-X-Version. Zur Eröffnung des e-Paper-Parts am Nachmittag haben Stefan Adam (Impressed) und Michael Karbe (Actino Software) Sinn und wirklichen Nutzen der neuen Funktionen von Acrobat 5.0 gezeigt. Höhepunkte waren die Online-Korrekturen über einen Webserver und die Anwendung digitaler Signaturen zur kontrollierten Verteilung von Dokumenten. Weitere Themen waren die mächtige Stapelverarbeitung und die Konvertierung von PDF in Text und Bild zur Wiederverwendung.
Digitale Formulare unter Adobe Acrobat ist eine der sich am stärksten entwickelnden Anwendungen. Max Wyss (ProDok Engineering) präsentierte eine Reihe von konkreten Beispielen mit steigender Komplexität. Der Prototyp eines Reiseplaners und ein Multiple Choice Test verblüfften die Teilnehmer, die sich Derartiges mit PDF bis dato kaum vorstellen konnten. Acobat 5.0 ist für Formularanwender ein absolutes Muss, denn die Datenbankanbindung, die beliebige Auswahl von Schriften und Unicode- Unterstützung schaffen viele neue Möglichkeiten. Ein wichtige Aussage wurde fast zwischen den Zeilen gemacht: Es wird dieses Jahr noch einen Acrobat Reader geben, mit dem man
Formulare speichern kann. Ob von Adobe oder von einem anderen Anbieter, ist noch offen. Mit Blick auf eine komfortable Wiederverwendung, die Reflow Funktion, zur Öffnung in Richtung XML und zur Anwendung mit Palms gibt es in PDF Strukturinformationen und Tags. Thomas Merz (PDFlib) beschrieb die genaue Funktionsweise sowie spezielle Unterschiede. PDF bietet hier vielversprechende Möglichkeiten, doch die automatische Erstellung lässt leider noch zu wünschen übrig (manuell zu »Taggen« ist eine Zumutung), denn die wichtigen Programme wie z.B. Framemaker können noch keine Tags erzeugen. Dies wird aber kommen. Erstes Beispiel ist Pagemaker 7.0.
Das PDF nicht zwingend Adobe bedeutet, wurde in den verschiedenen Vorträgen deutlich. Michael Karbe (Actino Software) präsentierte typische Anwendungen (Bestellsystem, Online-Formular, personalisierte Zeitung) , bei denen PDF auf einem Server dynamisch erzeugt und/oder bearbeitet wird. Gerade im Internet ergeben sich viele Einsatzmöglichkeiten in Projekten, bei denen ein verbindliches Dokument flexibel erzeugt werden muss. Zum Abschluss gab es einen kleinen Ausflug in die Welt der E-Books. Acrobat mit seinem E-Book Reader und Microsoft kämpfen um die Vorherrschaft. PDF besitzt hier einen großen Vorsprung, denn die Software ist erheblich länger auf dem Markt und bietet ein vielfältiges Angebot zur Erstellung und Präsentation.

Impressed http://www.impressed.de

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