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Adobe kündigt Creative Suite 4 an

Video- und Grafiksuites erscheinen erstmals gleichzeitig

Die Aufteilung in die Programmsammlungen Web Premium, Design Premium (Web- und Printdesign), Production Premium (Video) und Master Collection (Web-, Print- und Videotools) bleibt erhalten. Neu in Design Premium ist Fireworks für komplexe Webgrafiken enthalten.
Wer es noch nicht mitbekommen hat: Der Webeditor Dreamweaver löst Golive ab, das ursprünglich von Adobe als Konkurrent zu dem Macromedia-Produkt Dreamweaver positionierte Programm wurde schon vor einiger Zeit eingestellt.
Zu den wichtigsten Highlights in Indesign CS4 gehört der Ausbau der Fahigkeiten interaktive Dokumente auf Flash-Basis zu erstellen. Dazu wurde der SWF-Export integriert. Wer das als mögliche Antwort auf den Interactive Designer in Xpress interpretiert, liegt wohl richtig. Tatsächlich sind die wichtigsten Zutaten wie interaktive Buttons, Seitenübergänge und Hyperlinks enthalten, das reicht aber nur für einfache Präsentationen. Wer mehr will, exportiert seine Indesign-Layouts in das neue XML-basierte XFL-Format, welches in Flash CS4 direkt geöffnet werden kann. Vielerorts ist zu lesen, dass dieses XFL-Format das binäre, traditionelle FLA-Dokumenformat von Flash ersetzt oder das XFL als Bindeglied zwischen den CS4-Programmen dienen soll. Das kann anhand der vorliegenden Beta nicht bestätigt werden. Lediglich Indesign CS4 kann nach XFL exportieren, Flash kann es öffnen, das native Dokumentformat bleibt aber FLA.
Weitere Neuerung in Indesign CS4 ist ein Echtzeit-Preflight-Warnsystem, welches während des Layoutens dezente Hinweise im unteren Bildschirmrand einblendet, wenn etwas im Argen ist. Die Bedingungen, wann dieses System zuschlägt, sind frei editierbar, die Sets können von Dienstleistern exportiert und damit an Kunden verteilt werden. Zu den üblichen Verdächtigen gehören falsche Auflösungen oder Farbräume von Bildern, zu dünne Linien usw.
Intelligente Hilfslinien helfen bei wiederholter Ausrichtung, Verteilung und Rotation von Seitenelementen, ohne dass eine neue Palette oder Dialogbox nötig ist. Die Seitenansicht läßt sich für Bearbeitungszwecke wie ein Blatt Papier drehen (in 90-Grad-Schritten), so dass man für das Editieren von gestürzten Zeilen nicht mehr den Kopf drehen muss. Bedingter Text erleichtert das Layout mehrsprachiger Dokumente. Tabelleninhalte können nun auch im Storyeditor bearbeitet werden.
Absatzstilvorlagen lassen sich zusätzlich mit "Regulären Ausdrücken" aufgewerten. Die anhand der Regex-Definition gefundenen Teile im Absatz werden automatisch mit der gewählten Zeichenstilvorlage formatiert. Hört sich kompliziert an, ist aber ganz einfach. Beispiel: Für den Befehl "Formatiere alle Zahlen in Fett" genügt das Regex "\d+" und die Festlegung auf eine Zeichenstilvorlage.
Illustrator CS4 kann endlich mehrere Seiten pro Dokument anlegen, "Artboards" in der Adobe-Sprache genannt. Verläufe sind sehr komfortabel direkt im Layout zu definieren und diese dürfen nun auch Transparenz als "Farbe" enthalten. Masken und Intelligente Hilfslinien wurden aufgewertet, die aus Acrobat/Indesign bekannte Separationsvorschau integriert.
Photoshop CS4 enthält viele kleine Verbesserungen, welche die tägliche Arbeit entlasten. Beispielsweise kann die Pinselgröße nun interaktiv direkt beim Editieren verändert werden, ohne in die Palette wechseln zu müssen. Schwerpunkt der Neuerungen/Erweiterungen liegen im Bereich 3D, für diesen Einsatzbereich ist in Photoshop nun ein komplettes Menü reserviert. Die Bildanzeige kann stufenlos gedreht werden, ähnlich wie ein Künstler aus verschiedenen Winkeln auf sein Werk schauen kann.
Camera Raw 5 stellt Featuregleichheit mit Lightroom 2 her.
Die Handhabung der dynamischen Einstellungsebenen für Nicht-Destruktive Beeinflussung des Bildes wurden stark vereinfacht. Bisher mussten diese jeweils in Modalen Dialogen editiert werden, das geschieht nun zentral in der neuen, kompakten Einstellungs-Palette. Ein Highlight stellt das inhaltsabhängige Skalieren dar, damit kann ein Bild nichtproportional angepasst werden, ohne dass es zu Verzerrungen kommt. Dazu wird das Bild analysiert, bildwichtige Bereiche werden geschont.
Die Auslieferung der neue Creative Suite 4 soll noch im Herbst erfolgen, die deutsche Lokalisierung wird für Dezember erwartet. An den Preisen hat sich im Wesentlichen nichts geändert, der günstige Dollar/Euro Umtauschkurs spiegelt sich nicht in den europäischen Produktpreisen wieder.

Adobe Systems http://www.adobe.de

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