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Adobe KI-Technologie könnte das kreative Arbeiten stark verändern

Befindet sich der Softwarehersteller sogar schon auf dem Weg zum KI-Service-Anbieter?
 

Adobe Lightroom CC, hier auf dem Tablet, nutzt bei der Suche nach Bildern in den Katalogen „Sensei“, eine künstliche Intelligenz, die stetig aus den Anwenderanfragen lernen soll. Eine Verschlagwortung könnte so künftig entfallen, doch für eine Suchanfrage muss das Gerät mit dem Internet verbunden sein.
(Bildquelle: Softwaretest der DD-Autorin Alexandra Oettler)

Adobe hat kürzlich die neuesten Versionen und Programme der Creative Cloud vorgestellt und veröffentlicht – angeblich das größte „Update“ seit der CC-Einführung von fünf Jahren. Technik-Previews und der aktuelle Test der Software-Produkte durch Autorin Alexandra Oettler für das Fachmagazin Deutscher Drucker lassen vermuten, dass es Adobe künftig nicht mehr allein darum gehen wird, Kreativprogrammen anzubieten. Dahinter steckt das Framework für künstliche Intelligenz und Machine Learning, Adobe „Sensei“.

Adobe „Sensei“ kommt beispielsweise im cloudbasierten Lightroom CC zum Einsatz. Dank künstlicher Intelligenz und Machine Learning erlaubt diese Funktion das Durchsuchen von Fotos nach beliebigen Stichworten; etwa „grün“ oder „Wolke“. Das Faszinierende bei der Suche ist, dass da­für keinerlei Metadateneinträge im Vorfeld notwendig sind, sondern dass die Technologie tatsächlich die unzähligen in der Cloud abgelegten Bilder der Anwender analysiert. Daher funktioniert die „Sensei“-Suche nur bei aktiver Online-Anbindung. Im Laufe der Zeit soll das Verfahren durch stetiges Training immer besser werden.

Zur Adobe-Max-Konferenz hatte Adobe jüngst einen Ausblick darauf gegeben, was „Sensei“ künftig leisten soll. So wurden über das intelligente System schwarzweiße Porträtzeichnungen und -fotos automatisch koloriert. „Sensei“ kann Strukturen wie Gesichter, Haare und Hintergründe erkennen und anschließend stimmig auf Knopfdruck einfärben.

Adobe will offensichtlich durch die intelligente Analyse der Daten, die bei der Arbeit der Anwender in der Cloud anfallen, neue und bessere Services anbieten. Gut vorstellbar, dass das Unternehmen künftig nicht nur seine Kreativprogramme, sondern automatisierte, KI-gestützte Dienstleistungen anbieten will. [3103]

Den ausführlichen Test der neuen Adobe Creative Cloud durch Deutscher Drucker finden Sie in der brandaktuellen Ausgabe des Magazins.

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