Anspruchsvoller Flexodruck mit neuer Tiefdruckeinheit und Veredelung inline
Die Gallus Stanz- und Druckmaschinen GmbH (Weiden) stellt die Inline-Fertigung von Faltschachteln auf der Drupa 2012 (Halle 2, Stand 2A45) in den Mittelpunkt
29.02.2012 Frank Lohmann
Die neu entwickelte Tiefdruckeinheit für die Gallus ICS 670 soll verschiedene Finessen für hohe Produktionsqualität und effiziente Auftragswechsel einschließlich Flying Imprint bieten.
Bei der Faltschachteldivision der Gallus-Gruppe, der Gallus Stanz- und Druckmaschinen GmbH, können Drupa-Besucher sich über verschiedene Aspekte der Inline-Fertigung von Faltschachteln, so zum Beispiel über verschiedene Produktionslösungen für Liquid Packaging und die Möglichkeiten der Gallus-Maschinensysteme zur Herstellung hochveredelter Faltschachteln informieren. In Live-Demonstrationen des Gallus-ICS-670-Maschinensystems sollen eine Reihe von technologische Neuentwicklungen und die Prozess-Merkmale der Inline-Fertigung hinsichtlich Flexibilität, Produktivität und Qualität thematisiert werden.
Nach der Markteinführung soll die Gallus ICS 670 zur Drupa 2012 mit einer Reihe innovativer Entwicklungen und Optionen ergänzt werden. Der Hersteller demonstriert die Kombination von anspruchsvollem Flexodruck und einer völlig neu entwickelten Tiefdruckeinheit sowie weiteren hochwertigen Veredelungsverfahren wie rotativem Siebdruck oder Kaltfoliendruck in einem einzigen Produktionsgang. Mit der Möglichkeit des Flying Imprint (mit einem freien Druckwerk kann bei laufender Produktion ein Promotions-/Textwechsel durchgeführt werden) und der neuen 100-Prozent-Qualitätskontrolle mit Einzelnutzenausschleusung sind zusätzliche Möglichkeiten geboten.
Die neue Tiefdruckeinheit erweitert die Optionen für die Gallus ICS 670 um ein zweites Hauptdruckverfahren. Die Tiefdruckeinheit für die Produktion mit wasserbasierenden oder lösemittelhaltigen Druckfarben lässt sich an beliebiger Stelle in das Maschinensystem integrieren. Farbwechselwagen sowie der werkzeuglose Wechsel von Druckfarbe, Rakel oder Druckzylinder sollen zur Effizienzerhöhung beitragen. Der Einsatz zylindrischer Tiefdrucksleeves soll die Betriebskosten senken helfen. Eine nach Angaben des Herstellers "ausgeklügelte" Bahnführung mit verschiedenen Trockneroptionen soll den Bahnweg deutlich verkürzen und Makulatur senken. Zudem bietet die Tiefdruckeinheit eine Flying-Imprint-Option. Dabei kann der Tiefdruckzylinder bei konstanter, automatisch regulierter Bahnspannung ohne Bahntrennung gewechselt werden.
Der von Gallus eingesetzte sogenannte "Hi-Def"-Flexodruck soll hohe Druckqualität von der Andruck- bis zur vollen Produktionsgeschwindigkeit ermöglichen. Temperierte Rasterwalzen und dynamische Druckbeistellung sowie abgestimmte Komponenten wie Farbsysteme und Druckplatten sollen außergewöhnlich anspruchsvolle Anwendungen ermöglichen, wie Gallus betont. Außerdem schafft der Einsatz von Farbkassetten, Sleeve-Technologie und Kammerrakelsystemen Voraussetzungen für kurze Einricht- und Umrüstzeiten. Hi-Def-Flexodruck-Module lassen sich außerhalb des Maschinensystems vorbereiten und werkzeuglos in jede EVA-Plattform integrieren.
Wertschöpfende Veredelungsvarianten soll das neue Inline-Modul für Kaschieren, Laminieren und Kaltfoliendruck von metallisierten oder transparenten Folien ermöglichen. Das Modul soll in jede EVA-Plattform passen und den Einkauf von teurem vorlaminiertem Material überflüssig machen. Anlässlich der Drupa 2012 wird die Flachbettstanze Gallus FCL mit einer Option zur Einzelnutzenausschleusung erweitert. Ein 100-Prozent-Inspektionssystem ermittelt fehlerhafte Nutzen, die einzelstrombezogen bei uneingeschränkter Nutzenlänge ausgeschleust werden können. Bis zu acht Nutzenstrecken lassen sich so einzeln überwachen.


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