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Apex: Von der Genetic Transfer Technology zum X-Sleeve-Projekt

Niederländischer Rasterwalzen-Spezialist zeigt auf der Drupa Neues aus den eigenen F&E-Labors (Halle 11, Stand B26)
 

Vergleich zwischen GTT-Profil und herkömmlichen Rasterwalzen-Näpfchen.

Apex Group of Companies (Hapert, nahe Eindhoven, Niederlande), Hersteller von Farb-Dosiertechnologie, inklusive Rasterwalzen für Narrow- und Wideweb, Wellpappe und Beschichtungsanwendungen, will auf der Drupa 2012 seine Neuentwicklungen vorstellen. Dazu gehören konkrete Ergebnisse des „Flexo (R)evolution“-Projekts, die das Unternehmen gemeinsam mit Zulieferern der flexiblen Verpackungsindustrie in verschiedenen Projektgruppen erarbeitet hat.

Teil des „Flexo (R)evolution“-Projekts ist zum Beispiel GTT oder die „Genetic Transfer Technology“. GTT ist im Sinne von Apex als Nachfolger der konventionellen Rasterwalzen-Technologie anzusehen. Dabei handelt es sich um eine in Europa patentierte Entwicklung, die erstmals auf der Drupa 2008 vorgestellt worden war, inzwischen aber weiterentwickelt worden ist.

Was bedeutet GTT? Die mit einem „wellenförmigen“ Oberflächenprofil ausgestatteten Farbdosierwalzen sollen für mehr Stabilität und weniger Maschinen-Schwingungen im Flexodruck-Prozess sorgen, was besonders im anspruchsvollen Qualitätsbereich vom 70er-Raster an aufwärts wichtig ist. Die Oberflächenstruktur ist denn auch einer der wesentlichen Unterschiede zwischen GTT und der herkömmlichen Rasterwalzentechnologie: Die mit der neuen Technologie hergestellten Dosierwalzen weisen keine geschlossene Näpfchenstruktur auf. Vielmehr werden mittels einer neuen Lasergeneration (Niedrigenergielaser, konstant, nicht gepulst) bestimmte flache Profile auf die Walzenoberfläche aufgebracht. Eine der Ideen hinter diesen neuen Profilen war es, eine Oberflächenstruktur herzustellen, die nicht länger die von Rasterwalzen bekannten Nachteile und Beschränkungen der geschlossenen Zellformen aufweist. Auf der anderen Seite sollte mit der neuen Technologie dennoch eine hohe Plattenunterstützung bei gleichzeitig hohem Volumen kreiert werden, um ein größeres Druckspektrum als mit herkömmlichen Rasterwalzen abdecken zu können. Außerdem sei eine größere Farbkonsistenz auch über lange Laufzeiten mit weniger Farbstationen und weniger Reinigungsaufwand als konventionell durch GTT möglich.

Pate für diese Idee stand gewissermaßen das natürliche Wassermanagement der Niederlande, dem Hauptsitz der Apex Group of Companies. Hier hatte man jahrzehntelang ebenfalls gerade Kanäle gebaut, um das Wasser zum Meer hin abzuleiten. Dies führte jedoch zu einer drastischen Grundwassersenkung im Inland und dadurch zu Problemen bei der Landwirtschaft. Man besann sich auf die natürlichen Barrieren, die die Natur bei einer freien Flussführung vorsieht und konnte so das Wasser daran hindern, zu schnell und unkontrolliert abzufließen. Ähnliches gilt für die Genetic Transfer Technology. Aufgrund der neuen Lasertechnologie ist es möglich, flache, glatte Profile herzustellen, die den natürlichen Barrieren auf verschiedenste Art gleichen. Hierdurch kann auf der Oberfläche der neuen Dosierwalzen eine zwar freie, aber dennoch kontrollierte Farbführung erreicht werden, so Apex.

Offset-Drucker sollen mit speziellen GTT-Offset-Walzen gute Ergebnisse bei Beschichtungs- und Lackanwendungen erzielen können, wie Apex weiter berichtet, denn aufgrund GTT gehören hierbei bekannte Probleme wie starke Schaumbildung, komplizierte Reinigungsprozesse und lange Trocknungszeiten der Vergangenheit an. Außerdem soll deutlich weniger Lack gebraucht werden, als bei konventionellen Technologien. 
Zur Drupa soll auch das „X-Sleeve“-Projekt, die nächste Generation von ultraleichtgewichtigen, langlebigen Montage- und Adapter-Sleeves, thematisiert werden, wie es heißt. Desweiteren werden  mit der Bioclean-Produktreihe umweltfreundliche Reinigungs- und Wartungslösungen für Rasterwalzen und GTT, inklusive verbraucherfreundlicher Verpackungen, präsentiert.

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