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Heidelberg plant deutliche Funktionserweiterungen bei Prinect

Direkte Vollintegration von MIS- und Web-to-Print-Modulen unter dem Workflow-Dach

Der Heidelberg-Druckerei-Workflow Prinect wird künftig über einen Prinect Business Manager und einen Prinect Web-to-Print Manager verfügen, die dann bis 2013 nahtlos miteinander integriert sein sollen.

Anlässlich eines Pressebesuchs beim britischen Industriedrucker Sterling (Kettering) hat die Heidelberger Druckmaschinen AG erstmals die bisher stets nur angedeuteten Zukunftspläne für den Druckerei-Workflow Prinect konkretisiert.

Demnach wird Prinect künftig funktional deutlich erweitert werden, insbesondere in den Bereichen, die derzeit die Geschäftsentwicklung in der Druckmedienindustrie antreiben, nämlich Management-Informationssysteme (MIS), Web-to-Print-Lösungen, Digital- und Verpackungsdruck.

MIS:
Prinect wird bis 2013 „als einzige Workflowlösung der Branche“ (Zitat Christopher Berti, Vice President Business Area Prinect & CtP) ein vollständig und nahtlos integriertes MIS bieten, das unter dem Namen Prinect Business Manager schon ab diesen Oktober sukzessive weltweit in den Markt eingeführt wird. Die Basis hierfür liefert die MIS-Technologie des zu Beginn des Jahres übernommenen Softwareherstellers Cerm. Dabei soll der Business Manager auf dieselbe Datenbasis wie der Produktionsworkflow zugreifen, was bedeutet, dass die Daten aus der Jobplanung und der Produktion im selben System vorgehalten werden wie beispielsweise die Daten der Auftragsbearbeitung und der Materialwirtschaft. Dieses Zusammenwachsen zweier Systemwelten, die bisher trotz JDF-Integration in vielen Bereichen noch getrennt waren, führe zu mehr Transparenz und Automation, so Heidelberg.
Die Anbindungen von Third-Party-MIS an Prinect sowie die Partnerprogramme werden weiterhin fortgeführt.

Web-to-Print:
Des Weiteren wird Prinect mit dem Web-to-Print Manager einen W2P-Workflow anbieten, der über die Webshop-Schnittstelle hinaus reicht und ebenfalls direkt auf die zentrale Datenbasis von Prinect und damit auf den MIS- und Produktionsworkflow zugreift. Heidelberg hat hierfür einen speziellen Partner ausgewählt und wird diesen zur Graph Expo 2011 bekannt geben. Auch hier bleibt das Partnerprogramm zur Anbindung von W2P-Lösungen der Anbieter Redtie, EFI Digital Storefront, Pageflex, Brandmaker, Neo7even und MS-Visucom bestehen.

Digitaldruck:
Der Prinect Digital Print Manager wird im Rahmen der Kooperation mit Ricoh ausgebaut und mit weiteren Funktionen versehen. So soll sich in Zukunft in einem gemeinsamen Workflow für Digital- und Offsetdruck das Anlegen eines Auftrags und dessen Kalkulation, die Auswahl der jeweils am besten geeigneten Produktionstechnologie (bzw. eine hybride Produktion) sowie das Inline-Finishing im Ausschießschema automatisieren lassen. Für konsistente Farbergebnisse werde hierfür auch das Farbmanagement im Workflow optimiert.

Verpackungsdruck:
Prinect wird auch in der Faltschachtel- und Etikettenproduktion eine Funktionalität für die kostengünstige Produktion und die langfristige Datenverwaltung bieten. Besonders Rüstzeitoptimierungen bei den Druckmaschinen wie in der Weiterverarbeitung im Bereich der Stanz- und und Klebemaschinen, um die Produktionskosten zu senken, seien ein wichtiger Ansatzpunkt für Prinect, so Heidelberg. Materialeinsparungen, Produktionssicherheit und optimale Wiederholbarkeit sind weitere Aspekte, die bei der Weiterentwicklung des Workflows für den Verpackungsbereich im Vordergrund stehen.
So wird unter anderem der Prinect Package Designer, die CAD/CAM-Software, die das strukturelle Design in Prinect integriert, über ein spezielles Illustrator Plug-in nicht nur die Konturen, sondern auch dreidimensionale Darstellungen und Vermaßungen dem Grafikdesigner zur Verfügung stellen. Auf diese Weise kann er das Grafikdesign mit Adobe Illustrator direkt auf den Konturdaten anlegen und auch gleich dreidimensional überprüfen.

Nähere Informationen zu „Prinect 2.0“ in einer der kommenden Ausgaben von Deutscher Drucker .

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