Axel Springer rüstet Zeitungsdruckmaschinen mit Inkjet-Eindrucksystemen aus
Manroland Web Systems installiert Integrated-Inkjet-Technologie
08.03.2013 Martina Reinhardt
Axel Springer rüstet ihre Zeitungsdruckmaschinen an deutschen Standorten mit Inkjet-Eindrucksystemen aus. Geplant sind 19 weitere Inkjet-Integrationen. Der Auftrag geht an Manroland Web Systems. Die Eindrucksysteme stammen vom Hersteller Kodak.
Die Axel Springer AG ist Pilotanwender der so genannten Integrated-Inkjet-Technologie. Der Berliner Medienkonzern rüstet flächendeckend Zeitungsdruckmaschinen mit insgesamt 33 Inkjet-Installationen aus. Den Großteil davon, insgesamt 23 inklusive früherer Bestellungen, integriert Manroland Web Systems an neun Springer-Druckstandorten in ihre Bestandmaschinen. Der Auftrag kröne eine erfolgreiche Entwicklungspartnerschaft, wie Anton Hamm, Leiter Service und Printcom bei Manroland Web Systems, erklärt. Gemeinsam habe man bei Pilotprojekten in Ahrensburg und Berlin-Spandau eine optimale Inkjet-Lösung erarbeitet. Für Manroland Web Systems resultieren aus der Entwicklungsarbeit zudem patentrechtlich geschützte Verfahren, die inzwischen auch zahlreiche Applikationen im Zeitungsdruck beinhalten.
Springer erweitert mit der Inkjet-Applikation nach eigenen Angaben den Mehrwert seiner Zeitungsprodukte. Gewinnspiele, redaktionelle Top-News, maßgeschneiderte Werbung und Cross-Media-Anwendungen sollen Leser wie Werbekunden begeistern und die Auflagen stabilisieren.
In der Produktion sorgt Integrated Inkjet laut Hersteller für einen exakt positionierten Eindruck ohne Geschwindigkeitsverlust, zusätzliche Makulatur oder längere Umrüstzeiten. Die Inkjet-Anlagen vom Typ Kodak Prosper S30 müssen gut in den Produktionsworkflow und in das Bedienkonzept integriert sein. Integrated Inkjet erledigt das mit der Umsetzung von zwei Modulen: Das Automatisierungsmodul schafft die elektronischen- und softwaretechnischen Voraussetzungen und das Bahnführungsmodul sorgt für die konstruktive, mechanische und technische Anpassung der Bahnführung. Im Mittelpunkt der Automatisierung steht dabei eine in das Bedienkonzept integrierte Inkjet-Software. Sie bündelt die Anforderungen und Befehle wichtiger Komponenten wie des Leitstandes, des Zentralgebers für die Geschwindigkeit und des Markenlesers Smart Cam. Daraus resultierende Steuerbefehle gibt die Software an das Eindrucksystem von Kodak.


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