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Bobst: Packaging bleibt attraktiver Wachstumsmarkt

Schweizer Verpackungsanlagen-Hersteller kündigte auf der Drupa 2012 auch digitales Bogen-Verpackungsdrucksystem an
 

Auf der Drupa 2012 zeigte Bobst (hier CEO Jean-Pascal Bobst) verschiedene Muster, die mit dem neuen Digitaldrucksystem hergestellt wurden. 

Mit einem breit angelegten Transformationsprogramm hat der Schweizer Verpackungsanlagen-Spezialist Bobst das gesamte Unternehmen neu ausgerichtet. „Nach außen sichtbare Zeichen für die Veränderungen sind vor allem ein neues Branding, eine neue Organisationsstruktur mit den drei Geschäftsbereichen Sheet-fed, Web-fed und Services sowie eine neue Plattformstrategie, in deren Rahmen das Unternehmen seine Technologien für die verschiedenen Märkte zusammenführt“, so Bobst-CEO Jean-Pascal Bobst auf der Drupa 2012.

Aus Sicht des CEO bleibt das Packaging ein attraktiver Zukunftsmarkt mit guten Wachstumsperspektiven. Vor diesem Hintergrund bringt Bobst im Umfeld der Drupa 2012 mehr als zehn Neuentwicklungen auf den Markt.

Mit der neuen 20SIX-Flexodruckmaschinen-Plattform für die Herstellung flexibler Verpackungen, der neuen Flachbettstanze Expertcut 106 PER, der Faltschachtel-Klebemaschine Masterfold 110-A3 und der lösemittelfreien Hochgeschwindigkeits-Kaschierlinie SL 1000 hat der Schweizer Hersteller vier Neuentwicklungen davon auf seinem Messestand in Düsseldorf vorgestellt. Darüber hinaus hatten unter anderem auch das Hawkeye-Registron-System für die Inline-Qualitätskontrolle in der Produktion mit Metallic-Folien und die Closed-Loop-Lösung Smart-Col für die Farbsteuerung im Flexodruck Weltpremiere. Die weltweit erste Großformat-Prägefoliendruckmaschine Expertfoil 142 erhält die Leissing Druckveredelung GmbH & Co. KG mit Sitz in Landau (Rheinland-Pfalz). Bereits im Herbst 2011 hatte Bobst mit Accucheck das weltweit erste integrierte Qualitätskontrollsystem für Faltschachtel-Klebemaschinen und mit Gyrobox das erste Dreh-Modul für die Wellpappenbranche in den Markt eingeführt.

Last but not least kündigte Jean-Pascal Bobst für den Sommer 2013 ein industrielles Digitaldrucksystem für die Verpackungsherstellung an. Dabei soll es sich um eine Bogendruckmaschine handeln, die bei hoher Produktionsgeschwindigkeit Materialien mit wasserbasierten Tinten in fotorealistischer Qualität bedruckt, die typischerweise im Verpackungswesen eingesetzt werden. „UV-Tinten gelten insbesondere bei Lebensmittelverpackungen als problematisch“, erklärte Jean-Pascal Bobst den technischen Hintergrund, warum sich das Unternehmen für dieses Inkjet-Verfahren entschieden hat. „Auch im Verpackungsdruck zeichnet sich ein Paradigmenwechsel ab. Unsere Experten beschäftigen sich seit mehr als zehn Jahren sehr intensiv mit den verschiedenen digitalen Technologien. Aus unserer Sicht hat der Digitaldruck inzwischen in Sachen Qualität, Stabilität und Produktivität ein Niveau erreicht, dass er ohne weiteres in der Herstellung von Verpackungen eingesetzt werden kann“, so Bobst weiter.

Insbesondere auch dem neuen Bobst-Geschäftsbereich Service soll in der Innovationsstrategie des Unternehmens eine zentrale Bedeutung zukommen. So bietet das Unternehmen seinen Kunden in aller Welt ein breites Portfolio schnell verfügbarer, sehr effektiver Dienstleistungen an. Dazu zählt eine Reihe neuer Lösungen, die schnelle und rationelle Inspektionen sowohl vor Ort als auch per Fernwartung sowie regelmäßige vorbeugende Wartungen möglich machen sollen. Gleiches gilt für die neue Ersatzteil-Logistik, die bei allen Ersatzteilen eine Durchlaufzeit von unter einem Tag bei 95 % Verfügbarkeit anstrebt. Das alles trägt dazu bei, Ausfallzeiten und ihre Auswirkungen auf die operativen Prozesse der Kunden weiter zu reduzieren.

Angesichts der sich dynamisch verändernden Anforderungen gerade im Verpackungsmarkt gewinnen Retrofits zunehmend an Bedeutung. Aus diesem Grund bietet der Geschäftsbereich Service mit einem speziellen Programm eine Reihe von Upgrade-Möglichkeiten für ältere Bobst-Maschinen an, mit denen Kunden in ihrer Produktion die Produktivität, die Nachhaltigkeit, die Sicherheit und die Qualität der Endprodukte steigern können sollen.

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