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Bobst: Prozessoptimierung beim Stanzen und Faltschachtelkleben

Annähernd 100 Besucher bei den Faltschachteltagen 2014 in Meerbusch
 

Knapp 100 Besucher registrierte der Veranstalter bei den Faltschachteltagen 2014 von Bobst Meerbusch. Neben Betriebs- und Produktionsleitern nahmen vor allem auch Maschinenführer teil.

Das Bobst Competence Center Meerbusch (bei Düsseldorf) war der Veranstaltungsort für die „Faltschachteltage 2014“. Insgesamt annähernd 100 Betriebs- und Produktionsleiter sowie Maschinenführer aus knapp 50 Faltschachtelbetrieben aus dem deutschsprachigen Raum verfolgten an den drei Tagen jeweils ein Programm, das Informationen zu neuesten Technologien und Lösungen für die Optimierung der Produktionsprozesse beim Stanzen und Faltschachtelkleben umfasste, nützliche Praxistipps gab sowie Live-Vorführungen an drei Maschinen bot. Die beteiligten Partnerunternehmen Baumer HHS, Deutsche Leasing, Marbach Stanzwerkzeuge und Planatol rundeten das Programm mit ihren jeweiligen Angeboten ab.

Stanz- und Klebemaschinen sind das Kerngeschäft der Schweizer Bobst Group SA, wobei sämtliche Aktivitäten auf den Verpackungsmarkt ausgerichtet sind. Laut Bobst-Meerbusch-Geschäftsführer Dick van Bruggen unterstützt Bobst seine Kunden auch mit neuen Dienstleistungen im Tagesgeschäft – was zum Beispiel durch den Aufbau des Geschäftsbereichs Service über die neue Ersatzteillogistik bis hin zu einer breiten Palette neuartiger Services dokumentiert werde. „Wir beschäftigen hier in Meerbusch inzwischen knapp 80 Service-Techniker, was fast 90 % unseres gesamten Personals entspricht“, unterstrich Dirk Corsten, Gesamtleitung Service bei Bobst in Meerbusch, die Bedeutung seines Bereichs. Seit 2011 habe man zehn zusätzliche Service-Techniker eingestellt. Zehn weitere Fachkräfte werden derzeit noch gesucht. 

Mit dem Oil Cleaner, der Umstellung auf lebensmittelkonforme NSF-H1-Schmierstoffe und der Tiegelkonditionierung präsentierte Service-Experte Bernd Andree drei neue Dienstleistungen von Bobst, die sich unmittelbar auf die Performance der Produktionsprozesse in Faltschachtelbetrieben auswirken sollen, so Andree. 

Dem Öl kommt in der Mechanik von Flachbettstanzen eine Schlüsselrolle zu. Durch Kontaminationen verschlechtert sich seine Qualität mit fortschreitender Nutzungszeit, weshalb es wie bei jedem Auto auch beizeiten gewechselt werden muss. „Doch wer kontrolliert in der Praxis tatsächlich die Beschaffenheit des Öls?“, legte Andree den Finger in die Wunde. Mit dem Oil Cleaner habe Bobst eine Art „Bypass“ für den Ölkreislauf entwickelt, der die Qualität des Öls langfristig auf einem hohen Niveau halte, so Andre weiter. 

Auch empfehle der Hersteller die vollumfängliche und sichere Umstellung auf NSF-H1-Schmierstoffe und begleite seine Kunden dabei. Der Einsatz von Schmierstoffen mit NSF-H1-Zertifizierung gehört in der Lebensmittelindustie schon lange zum Pflichtprogramm. Bei der NSF (National Sanitation Foundation) handelt es sich um eine unabhängige Organisation, die sich in den USA mit der Zertifizierung von Produkten, der Verfassung von Normen und der Durchführung von Prüfungen zum Schutz von Nahrungsmitteln, Wasser und Verbrauchsgütern befasst.

Ein weiterer Punkt auf den Faltschachteltagen: Eine Live-Demonstration der Tiegelkonditionierung bei einer Stanze SP 102-CER. Im Blickpunkt standen auch die neue Flachbettstanze Novacut 106 ER mit Inline-Nutzentrennung, die Flachbettstanze Expertcut 106 PER der neuesten Generation mit Produktionsgeschwindigkeiten bis 9.000 Bogen pro Stunde sowie die Faltschachtel-Klebemaschine Expertfold 110 A-2 CSM mit Faltbodenmodul sowie 4- und 6-Eckeneinrichtung (Ende November 2014 soll es auch eine neue Expertfold 145/165 für die Herstellung von Faltschachteln aus kaschierten Wellpappen und Wellpappe geben).  

Im Rahmen dieser Live-Vorführungen präsentierte Marbach anhand seiner Mpower+-Technologie, wie sich der Prozess der Messerzurichtung mit einem neuartigen Zurichtebogen im Vergleich zu herkömmlichen Stanzwerkzeugen signifikant verkürzen und gleichzeitig die Lebensdauer der Stanzformen erhöhen lassen soll.

Ein Schwerpunkt des Besucherinteresses lag auch auf der neuen universellen Abpackanlage Ergosa von Impack Packaging Equipment Design aus Kanada. Sie bietet in der Herstellung kleiner bis mittlerer Auflagen von Längsnaht- bis 4/6-Punkt-Schachteln sowohl hohe Flexibilität als auch Leistung, womit sie die Lücke zwischen halb- und vollautomatischen Abpackern schließt, ist Dick van Bruggen überzeugt. Im Rahmen einer Vertretungsvereinbarung vertreibt Bobst diese Lösung weltweit mit Ausnahme der USA, Kanadas und Großbritanniens exklusiv. 

Ralf Scharf, Technical Sales Manager Folding Carton bei Baumer HHS, machte anhand des modularen Xtend2-Systems des Unternehmens das Anforderungsprofil an einen effizienten Leimauftrag inklusive Qualitätskontrolle in Hochleistungs-Faltschachtel-Klebemaschinen mit dem Ziel einer Null-Fehler-Produktion deutlich.

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