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Cluster statt Druckbalken: Mouvent stellt die Kerntechnologie seiner Drucksysteme vor

Dank der Cluster-Technologie sollen sich die Drucksysteme an jede Substratbreite und Anforderung anpassen lassen
 

Die Mouvent-Cluster-Technologie soll es ermöglichen, die Drucksysteme flexibel an unterschiedliche Anforderungen anzupassen. Ein Mouvent Cluster (l.) druckt auf einer Breite von 170 mm und ist für die Multi-Pass-Konfiguration (rechts oben) oder für die Single-Pass-Konfiguration verfügbar (rechts unten). Die Cluster sind dabei skalierbar, wie das mittlere untere Bild zeigt.

Erst im Juli haben Bobst und Radex das Digitaldruck-Joint-Venture "Mouvent" gegründet – nun wurde bekannt gegeben, welche Technologie den neuen Digitaldrucksystemen zugrunde liegt. "Mouvent Cluster" verwendet anstatt größen- und farbspezifischer Druckbalken Cluster, die auf einer modularen, skalierbaren Matrix angeordnet sind. Dadurch soll sich das Drucksystem laut Hersteller an alle Substrate und Druckbreiten – und somit an die Anforderungen der unterschiedlichsten Märkte – anpassen lassen.

Die Cluster-Technologie wurde von Radex entwickelt, einem Start-up aus dem Bereich des digitalen Drop-On-Demand-Inkjetdrucks. Wie Piero Pierantozzi, Mitbegründer von Mouvent erklärt, soll dieser neue Technologie-Ansatz den Digitaldruck "revolutionieren" und ihn "flexibler, kostengünstiger und einfacher machen". Denn bisher mussten Drucksysteme auf die Anforderungen der jeweiligen Branche zugeschnitten werden", wie er erklärt. Durch die Flexibität der Cluster-Technologie sollen sich die Drucksysteme von Mouvent für unterschiedliche Branchen einsetzen lassen, wie zum Beispiel Textil, Etiketten, Wellpappe oder die Faltschachtelproduktion.

Was steckt hinter der Cluster-Technologie?

Bei der offiziellen Vorstellung von Mouvent im Juli 2017 wurden bereits einige Drucksysteme auf Cluster-Technologie präsentiert, wie zum Beispiel die digitale Achtfarb-Textildruckmaschine TX801. Dieses Drucksystem besitzt laut Hersteller eine Druckauflösung von bis zu 2.000 dpi und erreicht dabei Geschwindigkeiten von bis zu 200 m2 /h. Wie der Hersteller erklärt, bewege sich der Cluster in Multi-Pass-Maschinen wie der TX801 mit einer Geschwindigkeit von 100 m/min über das bis zu 1.800 mm breite Substrat, wobei er bis zu 16 g Tinte pro Quadratmeter mit einer Farbe pro Druckkopf und bis zu acht Farben pro Cluster aufträgt.

Jeder Mouvent-Cluster druckt bis zu 170 mm Breite. Durch die Möglichkeit, beliebig viele Cluster hinzuzufügen, lasse sich die Technologie flexbilel an unterschiedliche Substratbreiten anpassen. Das heißt, zwei Cluster liefern eine Druckbreite von 340 mm und so weiter. Die Lebensdauer eines Clusters ist mit 10.000 Betriebsstunden angegeben. Darüber hinaus wiege ein Cluster nur 1,8 kg und könne somit einfach ausgetauscht werden.

Mouvent kündigte zudem eine Serie von Etikettendruckmaschinen an, die auf der Labelexpo in Brüssel (25. bis 28. September) zu sehen sein werden. Diese Serie soll zwei Hochgeschwindigkeits-Siebenfarb-UV-Druckmaschinen (LB701-UV und LB702-UV) und einen digitalen Schmalbahn-Inkjet-Labeldrucker auf Wasserbasis umfassen. In Single-Pass-Maschinen wie diesen laufe das Substrat mit einer Geschwindigkeit von bis zu 100 m/min unter den fixierten Clustern hindurch, die jeweils eine Farbe drucken, so Mouvent.

Entwicklungen im eigenen Hause

Neben den digitalen Druckmaschinen bietet Mouvent auch eine voll-integrierte Gesamtlösung an. Dazu gehöre die Entwicklung, die Konstruktion, das Testen und die Industrialisierung der auf der Mouvent- Cluster-Technologie basierenden Systeme. Die Softwareprodukte werden eigenen Angaben zufolge im Haus entwickelt. Auch die Entwicklung der Farben und verschiedener Coatings liege bei Mouvent. Dadurch und durch den Einsatz der gleichen Cluster, Softwares, Ersatzteile und Farbsysteme sei das Unternehmen in der Lage, seine Geräte kompakt zu gestalten und die Betriebkosten nach eigener Aussage niedrig und kalkulierbar zu halten.

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