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Domino entwickelt Inkjetlösung für die digitale Kaltfolienprägung

Einsatz herkömmlicher metallischer Folien ermöglicht Sicherheitsmerkmale und holografische Bilder
 

Die Inkjetlösung für die digitale Kaltfolienprägung von Domino Printing Sciences arbeitet mit echten, herkömmlichen metallischen Folien.

Der britische Hersteller von Inkjetdrucksystemen, Domino Printing Sciences, hat eine Lösung für die digitale Kaltfolienprägung vorgestellt. Das System basiert auf dem Domino-Druckmodul K600i, das vor der UV-Lampe und der Laminierstation ein UV-härtendes Additiv für das Druckbild aufträgt. Im Gegensatz zu anderen Inkjet-Lösungen, bei denen durch den Druck mit Metallpigmenttinten ein Folieneffekt erzielt werde, erreiche das neue System von Domino durch den Einsatz herkömmlicher metallischer Folien ein hochwertiges Finish. Auch Sicherheitsmerkmale und holografische Bilder sollen sich damit integrieren lassen.

Je nach eingesetztem Substrat sind nach Angaben des Herstellers Geschwindigkeiten von bis zu 75 m/min möglich. Die digitale Folienlösung ist als eigenständige Anlage lieferbar, es können jedoch auch vorhandene Folienstationen nachgerüstet werden. Sie wird in sieben verschiedenen Folienbreiten zwischen 108 mm (4,25") und 782 mm (30,81") angeboten.

Philip Easton, Leiter des Geschäftsbereichs Digital Printing Solutions von Domino: „Wir hatten in den vergangenen sieben Jahren zahlreiche Projekte, die diese Entwicklung erforderlich gemacht haben." Das System kombiniere die K600i-Drucktechnologie mit höherer Auflösung mit einer verbesserten Additivrezeptur. Im Bezug auf Materialtransport und Folierung erhielt Domino Unterstützung von AB Graphic International.

Seit der Produktvorstellung 2010 hat Domino nach eigenen Angaben mehr als 200 K600i-Inkjet-Druckmodule für den digitalen Schwarzweißdruck auf einer Reihe unterschiedlicher Produktionslinien, wie z. B. Weiterverarbeitungslinien, Bogendruckmaschinen sowie den Hybriddruck in Etikettendruckmaschinen installiert. Die neue K600i-Lösung für die Folienprägung basiere auf derselben Technologie, jedoch wird mit einem neuen, digital anhaftenden Additiv gedruckt. Durch die Kombination von holografischer Folie mit digital erstellten Bildern soll eine zusätzliche Produktkomplexität entstehen, die das Fälschen zunehmend schwieriger mache. Auch für Etiketten und Verpackungen könne die neue Inkjetlösung eingesetzt werden, denn auch hier gehe der Trend zu geringeren Auflagenhöhen und mehreren Lagermengeneinheiten.

Easton erklärt: „Wir hören von unseren mit dem Etikettendruck beschäftigten Kunden immer wieder, dass die Auflagen nicht nur immer kleiner werden, sondern, was vielleicht noch wichtiger ist, dass Markeninhaber inzwischen in manchen Fällen Lieferzeiten von gerade einmal 24 Stunden erwarten. Die einzige Möglichkeit für einen Etiketten-Weiterverarbeiter, effizient darauf zu reagieren, besteht im digitalen Druck der Etiketten. Sollte bei einem Druckerzeugnis eine Folienprägung erforderlich sein, ist unsere digitale Lösung kostengünstig und gleichzeitig auch effektiv bei der schnellen Verarbeitung mehrerer kleiner Auflagen.

Die K600i Lösung für die Folienprägung ist mit den Domino i-Tech-Intelligent-Technology-Funktionsmerkmalen ausgestattet, mit denen die Druckerleistung optimiert und ein hohes Leistungsniveau beibehalten werden soll. Das i-Tech-Actiflow-Tintenzirkulationssystem von Domino sorge dafür, dass die Tinte im Druckkopf in Bewegung bleibt, auch wenn dieser nicht druckt. Die automatisierte Druckkopfreinigung und -kapselung i-Tech-Cleancap reduziere die Anzahl manueller Bedienereingriffe. Zudem sorge die Mikromotor-Steuerung i-Tech-Stitchlink dafür, dass alle Druckköpfe automatisch kalibriert werden, so dass diese wie ein einziger Kopf drucken. Auf diese Weise werde ein nahtloser Druck über die gesamte Bahnbreite ermöglicht.

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