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Drei neue Module für Müller Martinis Connex-Software

Variable Produkte erfordern hohe Variabilität und Modularität der Weiterverarbeitungs-Systeme

Mit Finishing 4.0 zeigt Müller Martini auf der Drupa 2016 in Halle 2, Stand A49, wie variable Druckprodukte effizient weiterverarbeitet werden.

Variable Data Printing (VDP) bedeutet heute weit mehr, als nur Namen aufzudrucken oder Textelemente auszutauschen. Darauf weist Müller Martini in einer aktuellen Mitteilung hin. Wer seinen Kunden und dessen Bedürfnisse genau kennt, heißt es, könne zielgerechter individualisierte Printprodukte herstellen. Mit Finishing 4.0 will das Unternehmen auf der Drupa 2016 zeigen, wie variable Druckprodukte effizient weiterverarbeitet werden.

Denn auf der Sigmaline als weltweit einziger industrieller digitaler Buchproduktions-Gesamtlösung können dank dreier neuer Module des Daten- und Prozessmanagement-Systems Connex (Variable Production, Variable Imposition, Variable Bundle) nun auch VDP-Produktionen gefahren werden. Dabei beschränkt sich der variable Druck nicht auf den Austausch einzelner Text- oder Bildelemente. Vielmehr werden heute beispielsweise an Universitäten auf jeden einzelnen Studenten zugeschnittene Bücher und Prüfungsunterlagen abgegeben. Oder Reiseanbieter lassen mit Auflage 1 individuell gestaltete Ferienprospekte mit den favorisierten Reisedestinationen ihrer Kunden drucken – und weiterverarbeiten.

Der Druck von individualisierten Massenprodukten ist nur die eine Herausforderung, die korrekte Zusammenstellung aller Bogen mitsamt dem dazu gehörenden Umschlag und das Finishing auf einer Hardcover-Buchlinie, einem Klebebinder oder einem Sammelhefter die andere. Damit eine flexible Anpassung von Büchern und Magazinen (bis zu Losgrösse 1) unter den Bedingungen einer hoch automatisierten Serienproduktion gemäss Industrie 4.0 möglich ist, sind alle modernen Weiterverarbeitungs-Systeme von Müller Martini "digital-ready": Sämtliche neuen Buchlinien, Klebebinder und Sammelhefter verfügen über Funktionalitäten, die es ermöglichen sollen, eine Vielfalt an Printprodukten unterschiedlichsten Inhalts sowie verschiedenster Dicken und Formate mit hoher Leistung und minimalsten Eingriffen seitens der Bediener herzustellen.

Mit den verschiedenen Connex-Modulen in der Sigmaline können Buchblocks mit unterschiedlichen Formaten und Falzmustern nahtlos gefertigt werden. Über ein Barcode Matching System wird in der nachfolgenden Weiterverarbeitungs-Maschine dann das korrekte Cover eindeutig identifiziert. Und auch auf dem Sammelhefter Presto II Digital, der eine kombinierte Heftung von digital und offset gedruckten Signaturen ermöglicht, kann VDP auf Basis einer reinen Barcode-Steuerung angewendet werden. Fehlerhafte Produkte werden automatisch ausgeschleust, so dass mit 100-prozentiger Garantie sichergestellt wird, dass alle Magazine komplett und in der richtigen Bogenreihenfolge zum Dreischneider geführt werden.

A propos Presto II Digital: Dieser, so Müller Martini, sei ein typisches Beispiel dafür, dass sich Variabilität nicht nur auf den Druckvorgang beschränkt, sondern sich auch in der Bauweise von Weiterverarbeitungs-Anlagen wiederspiegelt. Denn der auf dem Müller Martini-Stand an der Drupa 2016 präsentierte Sammelhefter wartet mit innovativen Neuentwicklungen auf. Diese erhöhen die Variabilität des Presto II Digital erheblich – dank automatischer Einstellungen von Produkt zu Produkt. Das gleiche gilt auch für eine von Müller Martini auf der Drupa als Weltpremiere vorgestellte neue Dreischneider-Lösung.

"Auch im Bereich Broschüren und Magazine werden individualisierte und personalisierte Produkte an Bedeutung gewinnen", ist Volker Leonhardt, Direktor Verkauf & Marketing bei der Müller Martini Druckverarbeitungs-Systeme AG, überzeugt. "Wir werden deshalb auf der Drupa mit dem Thema Finishing 4.0 die hohe Variabilität wie auch Modularität unserer innovativen Systeme mit eindrücklichen Live-Präsentationen unter Beweis stellen – in der Sammelheftung ebenso wie in der Hardcover- und Softcover-Produktion."

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