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Druckzone Cottbus: Lange Wendemaschine bringt deutliches Produktivitätsplus

Neue KBA Rapida 106 mit acht Druckwerken und Bogenwendung folgt auf Rapida 105 und schafft neue Kapazitäten
 

KBA Rapida 106: Mit Drivetronic SPC können alle Druckplatten an der Achtfarbemaschine innerhalb einer Minute gewechselt werden.

Bei der Druckzone in Cottbus ist seit einigen Monaten eine neue KBA Rapida 106 mit acht Druckwerken und Bogenwendung in Betrieb. Dabei handelt es sich um das Nachfolgemodell der bisher im Unternehmen eingesetzten Rapida 105. Die Neue bringt ein deutliches Plus an Druckkapazität. Sie produziert mit höherer Leistung und verfügt über Automatisierungslösungen für wesentlich kürzere Rüstzeiten.

An der Rapida 106 wird in drei Schichten gearbeitet. Daneben laufen zwei kleinere Bogenoffsetmaschinen je nach Notwendigkeit zwei- oder dreischichtig. Da Vier-über-vier-Aufträge 80 Prozent der Produktion ausmachen, entschied Geschäftsführer Andreas Czentarra im Jahr 2006, zwei Mittelformatmaschinen durch eine Achtfarbenanlage zu ersetzen. Die Rapida 105 war damals die erste KBA-Maschine in dem noch jungen Unternehmen. Sie lief bisher im Dreischichtbetrieb. 

Die Mittelformat-Rapida der neuesten Generation (Rapida 106) ist mit noch höherer Automatisierung ausgestattet. So verfügt die neue Rapida 106 über die ziehmarkenfreie Anlage Drivetronic SIS und Plattenzylinder-Einzelantriebe Drivetronic SPC. Besonders der simultane Druckplattenwechsel und die höhere Fortdruckgeschwindigkeit haben die Produktivität nochmals gesteigert. Die Qualitätsüberwachung und -regelung auf Bogenvorder- und Rückseiten mit Qualitronic Color-Control sorgt für durchgängig geprüfte Druckprodukte.

Im Schnitt läuft auf der neuen Rapida 106 pro Produktionsstunde eine Form mehr als bisher. Bei der Druckzone ermöglicht die höhere Produktivität einen ruhigeren Produktionsablauf, mehr Flexibilität bei individuellen Kundenwünschen und eine Kostenreduzierung, von der auch die Kunden profitieren. Hohe Qualität zu vernünftigen Preisen und der persönliche Kundenkontakt mit individueller Beratung sind Leistungen, auf die man bei der Druckzone besonderen Wert legt.

Die Druckzone wurde 1990 in Cottbus gegründet. Das vollstufige Akzidenzunternehmen mit 44 Beschäftigten hat seinen Sitz seit 2001 in einem modernen Druck- und Logistikzentrum. Von Satz- und Layout-Arbeiten bis zur Lagerung fertiger Druckprodukte bietet die Druckzone ein breites Leistungsspektrum sowie eine hohe Fertigungstiefe. Broschuren, Produkteinleger, Faltblätter, Bedienungsanleitungen, Bücher sowie vielfältige Drucksachen für die Industrie bilden die Produktionsschwerpunkte. Hinzu kommen Office-Produkte sowie Ordnungsmappen. Seit 20 Jahren unterhält das Unternehmen eine Partnerschaft mit dem Fußball-Zweitligisten Energie Cottbus, für den die Druckzone auch produziert. Darüber hinaus stehen 3.000 weitere Unternehmen, darunter Energieversorger, Verlage, Theater und Kunstmuseen in der Kundenliste.

In besonderem Maße setzt sich die Druckzone auch für die nachhaltige Produktion ein. Das Engagement reicht von der Reststoffentsorgung bei zertifizierten Dienstleistern über die Wärmerückgewinnung (Nutzung der Abwärme aus den Druckmaschinen zum Beheizen aller Produktions- und Lagerräume) bis hin zum Stromlastmanagement. Zur Vermeidung von Stromspitzen und der Nivellierung der Abnahme wird in einem definierten Lastbereich gearbeitet. So spart das Unternehmen Energie und gleichzeitig Kosten. Wird der Lastbereich überschritten, erhalten die Mitarbeiter an den Maschinen über eine Ampel ein entsprechendes Signal und können einen Gang zurück schalten. Daneben ist die Druckzone seit 2007 zertifiziertes Mitglied im FSC und PEFC.

Neben der langen KBA Rapida 106 nahm die Druckzone im vergangenen Jahr ein neues CtP-System und eine Falzmaschine in Betrieb. Die Gesamtinvestition von rund 2,5 Mio. Euro soll die Zukunft des seit 20 Jahren tätigen Unternehmens sichern.

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