Weiterempfehlen Drucken

Drupa-Ticker: Goss stellt den Contiweb Fluid Applicator vor

Neues System soll in Rollenoffsetsystemen herkömmliche Silikonauftragswerke ersetzen
 
Contiweb Fluid Applicator

Ein Schemabild des Contiweb Fluid Applicator, den Goss zur Drupa vorstellt.

Goss International stellt bei der Drupa 2016 in Halle 15 unter anderem den Contiweb Fluid Applicator (CFA) für Rollenoffsetdruckereien vor. Durch das Auftragen von Silikonöl und Wasser soll nicht nur die Papierbahn neu befeuchtet werden. Auch die Oberfläche der Kühlwalzen werde dadurch auch vor einer Aufnahme von Druckfarbe bewahrt. Laut Bert Schoonderbeek, Managing Director von Goss Contiweb, lassen sich damit Probleme lösen, die mit gängigen Verbrauchsmaterialien beim Trocknungsprozess in Verbindung stehen können.

„Bisher war der Einsatz von fertig angemischten Silikon-Wasser-Produkten üblich“, so Bert Schoonderbeek. „Darin sind vielfältige Chemikalien und Zusatzstoffe mit unterschiedlichen Rezepturen und Standards enthalten.“ Langfristig seien Verunreinigungen im Silikonmischsystem und Falzapparat möglich. Mit dem CFA-System würden die Druckdienstleister mehr Kontrolle erhalten. Außerdem sieht Schoonderbeek „Kostenvorteile“ für die Anwender.

Das Verfahren zur Behandlung der Bahn mit einem Silikon-Wasser-Gemisch (für Silikonauftrag und Wiederbefeuchtung) in nur einem Vorgang wurde 2004 von Contiweb-Ingenieuren entwickelt. Mit dem kombinierten Prozess wird das beim Trocknen verdunstete Wasser ersetzt, um die ursprünglichen Substratabmessungen wiederherzustellen. Bahnschrumpfung soll so vermieden werden und das Auftreten von Rissen, Einrollungen oder Knicken werde verringert, heißt es von Seiten des Herstellers.

Zuführen von reinem Silikonöl

Durch die CFA-Technologie bestehe die Möglichkeit, reines Silikonöl innerhalb eines Systems schnell mit Wasser zu mischen. Durch die unmittelbare Verwendung einer frischen Mischung werde nur ein einziges Tensid benötigt, um das Gleichgewicht zu unterstützen, das die Einheitlichkeit und Konsistenz der Bahn aufrechterhält. Die Öltropfen in der Mischung seien – verglichen mit denen in gängigen Silikonemulsionen – extrem groß. Das Öl werde deshalb nicht vom Papier aufgesogen und der Silikonölverbrauch verringere sich im Schnitt um die Hälfte.

Goss stellt in Aussicht, dass sich beispielsweise die Ausgaben für Silikon um circa 60 Prozent senken lassen – und bei einer 64-Seiten-Druckmaschine können für den Silikonverbrauch pro Jahr rund 50.000 Euro anfallen. Bei einer derartigen Maschine müssten dank des CFA-Systems jährlich nicht mehr 80 Behälter, sondern nur noch 15 transportiert werden.

Bei neuen Ecocool- und Ecoset-Modellen ist das CFA-System optional erhältlich; zudem können bestehende Installationen dieser Modelle damit nachgerüstet werden. Das CFA-System ist auch für eine eigenständige Silikonanwendung verfügbar. Goss hat an seinem Drupa-Stand ein Vorführgerät im Einsatz.

Anzeige

Leserkommentare

Noch keine Kommentare. Geben Sie den Ersten ab!

Produkt & Technik

Tecnau bringt neues Highspeed-Buchblock-Produktionssystem auf den Markt

Das Zusammentragen von Buchblöcken soll beschleunigt werden

Der Anbieter von Weiterverarbeitungsmodulen Tecnau hat das Hochgeschwindigkeits-Buchblock-Produktionssystem Tecnau TC 7800 auf den Markt gebracht. Es wurde in erster Linie als Rollen-Eingabekanal für die Buchproduktionslösung Libra 800 konzipiert und bietet eine höhere Bahngeschwindigkeit. So soll laut Tecnau die Zykluszeit für das Zusammentragen von Buchblöcken verkürzt und der Durchsatz beim Buchbinden um bis zu 30 Prozent verbessert werden. Mit dem neuen System reagiert der Hersteller auf den Wunsch der Kunden nach höherer Variabilität und Produktivität.

» mehr

print.de-News jetzt auch per Whatsapp

Druck&Medien Awards 2017 - die Gewinner

Die besten Events von print.de – Jetzt Tickets ordern!

Jetzt NEU

Die print.de-Karte der wichtigen Branchenkontakte

Mehr Details zu den einzelnen Anbietern in Ihrer aktuellen Ausgabe des Deutschen Druckers unter Service/Das Branchenverzeichnis A-Z
mehr

Top-Themen

Geschäftsführer Christian Aumüller (Aumüller Druck) hinterfragt den ökologischen Sinn von Forstwirtschaftszertifikaten für Druckereien.

"Fürs FSC/PEFC-Zertifikat werden Druckereien ordentlich gegängelt!"

Am Rande eines Interviews mit „print.de“ über das Engagement der Industriedruckerei Aumüller Druck in Regensburg in Sachen betrieblicher Umweltschutz berichtete Geschäftsführer Christian Aumüller über seine jahrelangen Praxiserfahrungen mit der FSC/PEFC-Zertifizierung und hinterfragt deren Sinnhaftigkeit für die Druckindustrie.
mehr

Ganz so unbedeutend ist die Druckbranche gar nicht

Wenn das Geschäft einer Druckerei nicht mehr auskömmlich ist, hört man immer wieder dieselben Begründungen: „Das Internet macht uns das Leben schwer.“ Oder: „Wegen des ruinösen Preiskampfes haben wir keine Chance.“ Warum solche negativen Statements der Printbranche nicht gerecht werden und warum Zeitschriften als Premiumprodukte auch häufiger als alle zwei Monate erscheinen können, erläutert Bernhard Niemela, Geschäftsführer Deutscher Drucker.
mehr

Aktuell bei Top 10

Die 10 besten Schriften 2016

Das sind die 10 besten Schriften des Jahres 2016 – zumindest wenn es nach der britischen Type Foundry "HypeForType" geht. Das britische Versandhaus für Schriften hat die aus seiner Sicht besten Schriften des vergangenen Jahres gekürt.
mehr

Druck&Medien Awards 2017 – Get-together und Dinner

Druck&Medien Awards 2017 – Die Verleihung

Umfrage

Planen Sie, 2018 neues Personal einzustellen?

Jetzt abstimmen

Kommentare

Services

Bitte warten...