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Drupa-Ticker: Saueressig und Merck ermöglichen Verpackungsdruck mit RGB-Farben

Strahlende Effekte durch neue Drucktechnik
 

Saueressig und Merck haben ein Verfahren für RGB-Druck entwickelt, mit dem im Tiefdruck Verpackungen mit hoher Farbsättigung und bisher unbekanntem Oberflächenglanz gefertigt werden können sollen.
(Bildquelle: Quark67/Wikimedia Commons)

Die Saueressig GmbH + Co. KG, Expertin für Tiefdrucklösungen und Sondermaschinenbau, und die Merck KGaA, weltweit aktive Anbieterin von Effektpigmenten (unter anderem für die Druckindustrie), haben gemeinsam eine Möglichkeit entwickelt, um Verpackungen mit RGB-Farben zu drucken. Die neue Methode nutzt hochreflektierende Perlglanz-Farben in rot, grün und blau sowie eine silberweiße Farbe und soll es ermöglichen, im Tiefdruck spannende Verpackungen mit bisher unbekanntem Oberflächenglanz zu produzieren.

Seit mehr als 50 Jahren werden Vollfarbbilder auf zwei Arten dargestellt: CMYK für den Druck, RGB für Bildschirme. Im RGB-Druck können nun laut Saueressig und Merck Verpackungen mit changierender Strahlkraft realisiert werden. Mit von Merck entwickelten Farbpigmenten sei es möglich, Bilder aus mehreren Farben direkt auf einem schwarzen Substrat zu drucken. Bisher wurde beim Verpackungsdruck ausschließlich auf weißem oder hellem Untergrund gedruckt. Ein schwarzer Hintergrund wurde über den Zusammendruck der CMYK-Farben bei voller Sättigung erzielt. Beim RGB-Druck ist die Herangehensweise völlig anders: Die Volltöne rot, blau und grün ergänzen sich auf schwarzem Substrat zu weiß.

Diese neue Methode nutzt hochreflektierende Perlglanz-Farben in rot, grün und blau sowie eine silberweiße Farbe. Im CMYK-Druck stellt die schwarze "K"-Farbe ein endgültiges Schwarz dar, das die Mischung aus Cyan, Magenta und Gelb nicht ganz erreichen kann. In ähnlicher Weise werde die silberweiße Farbe im RGB-Druck verwendet. Sie schaffe ein brillantes Weiß, das die Kombination der RGB-Farben nicht ganz erreichen kann.

Für die Umsetzung des RGB-Drucks kontaktierte Merck die Experten von Saueressig. Bei Tests habe sich gezeigt, dass der Tiefdruck das ideale System für die Übertragung der Farbpigmente ist. Das Volumen der Näpfchen könne im Tiefdruck extrem genau auf die verwendete Farbe angepasst werden. Da die Effektpigmente im RGB-Druck ein anderes Volumen besitzen als normale Druckfarben, sorgten die RGB-Spezialisten bei Saueressig für ein gutes Ergebnis. Sie besitzen Expertise und Know-how in Tiefdruck und Reproduktion, um die nicht farbverbindlichen Entwürfe aus dem CMYK-Drucker beurteilen und umsetzen zu können.

Der Effekt beim RGB-Druck soll geheimnisvoll sein. Das Bild scheint zu schimmern und von innen heraus zu leuchten. Derartige Produkte stechen laut Saueressig am Point of Sale aus der Masse hervor – eine neue Art, die Dinge zu sehen, die es in dieser Form noch nicht gegeben hat. Die Vorteile der RGB-Farben sollen vielfältig sein: Designer erhalten einen größeren Farbraum sowie eine größere Palette an Farben und Farbsättigungen und einen bisher unbekannten Oberflächenglanz. Neue Möglichkeiten eröffnen sich ihnen, um spannende Verpackungen zu erschaffen und ihre Kreativität auszuleben.

Die Idee für diese neue Art zu Drucken (und die Standard-Farbmodelle auf den Kopf zu stellen) entwickelte sich 2014 in einem Brainstorming zwischen kreativen Designern und der Performance Materials Einheit der Merck KGaA, Darmstadt. Die Realisation des Gedankens führte zu vielen Monaten mit Tests und Verfeinerungen.
RGB werde CMYK in den Druckverfahren nicht ersetzen, ist sich Saueressig in der finalen Beurteilung sicher. Aber es werde eine Alternative sein, um Produkte aus der Masse hervorstechen zu lassen! Mehr Informationen und Eindrücke zum Thema Druck mit RGB-Farben liefern Saueressig und Merck aktuell auf der Drupa auf ihren Ständen 3/B24 und 12/C55.

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