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Durst stellt neue Generation seines Glas-Inkjetdruckers Rho Vectrocer vor

Inkjetdrucksystem ist mit neuem Medientransport und neuen Flächensensoren ausgestattet
 

Die neue Generation des Rho Vectrocer von Durst wird erstmals auf der Fachmesse Vitrum in Mailand zu sehen sein.

Durst, Hersteller von Inkjet-Druckmaschinen für großformatige und industrielle Anwendungen, hat seinen Glasdrucker Rho Vetrocer weiterentwickelt. Die neue Generation des Inkjetdrucksystems verfügt nun unter anderem über einen neuen Medientransport mit Vakuum-Saugtellern auf Schlitten sowie über neue Flächensensoren, die rundes oder Glas mit abgerundeten Kanten für den Druck positionieren. Der weiterentwickelte Rho Vetrocer wird erstmals auf der Messe Vitrum 2015 (6. bis 9. Oktober) in Mailand zu sehen sein.

Um die Adaption der Inkjet-Technologie in weitere Industriebranchen voranzutreiben, hatte Durst 2013 die Geschäftseinheit "Durst Industrial Inkjet Applikation GmbH" gegründet und auf der Messe Glasstec 2014 erstmals seine Inkjet-Technologie für den Glasdruck vorgestellt.

Mit dem Rho Vetrocer sei es nach Aussage des Herstellers möglich, kostengünstig, schnell und ohne Rüstzeiten Glasfassaden, Glastüren, Möbel, Trennwände, Küchenrückwände, Blenden oder Geräte mit Glasfassungen digital mit keramischer Tinte zu bedrucken. Bei der Entwicklung des Glasdruckers wurden, wie Durst erklärt, Technologien aus anderen Segmenten weiterentwickelt. So sei beispielsweise die Continuos-Flow-Technologie aus der Gamma-Keramikdrucker-Serie – ein System, dass die Tinte kontinuierlich in den Druckköpfen zirkulieren lässt, um die Sedimentierung der Keramiktinte zu verhindern – mit neuen QSR-Düsenköpfen und der so genannten Fluid-Technologie optimiert worden.

Die Rho-Vetrocer-Tinte, eine Tinte aus anorganischen Pigmenten, Fritten, Dispergier- und Trägerflüssigkeiten, wurde laut Hersteller speziell für das Bedrucken von Glasmedien im Durst-Forschungszentrum in Lienz entwickelt. Die Tinte könne ohne Grundierung direkt aufs Glas gedruckt werden und verbinde sich beim Einbrennen im externen Ofen dauerhaft mit der Oberfläche. Die keramische Tinte ist nach Angaben des Herstellers blei-, cadmium- und nickelfrei, erfüllt die DIN-Normen und soll über einen größeren Farbraum verfügen, besonders bei Rot und Gelb, als andere Digitaltinten. Eine von Durst entwickelte Farbmanagement-Software soll zudem die Reproduktion von RAL-Farben auf Glas ermöglichen.

Die neue Generation des Rho Vetrocer verfügt über einen neuen Medientransport mit Vakuum-Saugtellern auf Schlitten. Durch diesen besonderen Transportmechanismus, werde das Glas präzise mit einer Toleranz von 0,1 mm für den Druck- und Trocknungsprozess registriert und automatisch auf die Ausgangsposition zurückgebracht, um beispielsweise Double Vision oder Mehrschichtdrucke in einem Vorgang zu produzieren. Ebenfalls neu sind Flächensensoren, die rundes oder Glas mit abgerundeten Kanten für den Druck positionieren. Im Anschluss an den Druckvorgang übernehme ein neuentwickelter Infrarot-Trockner die Trocknung der keramischen Tinte bei ca. 110 Grad. Oberflächensensoren sollen dabei automatisch den Prozess regeln.

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