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Edelmann: Schutz vor Pharmafälschungen wird verbessert

Dreidimensionale Sicherheitselemente nicht nur in die Kartonverpackung, sondern auch in das Papier von Packungsbeilagen integrierbar
 

Das auf der Pharma-Faltschachtel sichtbare Sicherheitsmerkmal findet sich jetzt auch auf der Patienten-information, der Packungsbeilage.

Am 2. Oktober 2015 ist von der Europäischen Kommission die „Delegierte Verordnung“ zur EU-Fälschungsrichtlinie (2001/83/EG) veröffentlicht worden. Sie gibt vor, Verpackungen verschreibungspflichtiger Arzneimittel mit Serialisierungscodes zu individualisieren, um so die Identifikation und Rückverfolgung garantieren zu können. Diese Richtlinie soll voraussichtlich ab dem 1. Quartal 2019 in Kraft treten. Zusätzlich müssen die Verpackungen über Ausstattungen – bekannt als Tamper Verification – verfügen, die eine Manipulation erkennen lassen. Die Identifikation des Produktes kann zum einen über die Serialisierung, zusätzlich aber auch durch eine Verifizierung als Originalverpackung mittels Sicherheitsmerkmalen, wie sie vom Banknotendruck bekannt sind, ermöglicht werden. 

Eine Option stellt die von Edelmann (Systemanbieter für das Pharma-Packaging) in Zusammenarbeit mit Giesecke & Devrient (internationaler Technologiekonzern) produktionstechnisch weiterentwickelte sogenannte „Peak“-Technologie dar. Denn damit sollen sich die dreidimensionalen Sicherheitselemente nicht nur in die Kartonverpackung, sondern auch in das Papier von Packungsbeilagen (in der Regel gefertigt auf 35-g- bis 60-g/qm-Dünndruck-Papier) einarbeiten lassen, wie Edelmann meldet. 

Die Echtheitsprüfung von Pharmaverpackungen kann über eine Vielzahl einsetzbarer Sicherheitsmerkmale erfolgen. Das Spektrum reicht von sichtbaren – zum Beispiel Prägungen, Sicherheitsdrucke, -stanzungen und Applikationen wie offene und halboffene Sicherheitsetiketten – bis zu unsichtbaren Elementen (sogenannten „Hidden Images“), die nur mit Hilfsmitteln erkennbar sind. „Bis zu 20 Merkmale lassen sich zu einem auf das jeweilige Produkt und Fälschungsrisiko abgestimmten Konzept individuell kombinieren“, berichtet Ulrich Dörstelmann, Leiter Fälschungssicherung bei Edelmann in Wuppertal.

Trotzdem bleibt Sicherheit eine Herausforderung. Können doch moderne Scanner und Farbkopierer heute praktisch jedes zweidimensionale Design – Codierung – täuschend echt wiedergeben. Peak wird als dreidimensionales Sicherheitsmerkmal nicht auf die Verpackung appliziert, sondern in das Material, den Karton, eingearbeitet, wie Dörstelmann weiter ausführt. Das dreidimensionale Sicherheitsmerkmal wird durch kombiniertes Bedrucken und Prägen des Kartons einer Verpackung erzeugt. Der Name Peak steht für „Printed and Embossed Anti-Copy Key“. Filigrane optische und taktile Elemente greifen ineinander und sollen für ein dreidimensionales, sich je nach Betrachtungswinkel veränderndes Bild sorgen.

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