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Fachpack 2012: Mehr Besucher und mehr Aussteller bestätigen Wachstumstrend

Knapp 37.000 Verpackungsspezialisten in Nürnberg zu Gast bei 1.466 Ausstellern
 

Die Folien- und Etikettenproduktion war einer der Themenbereiche auf der Fachpack 2012 in Nürnberg.

Genau 36.986 Fachbesucher (2010: 35.360*) zählte die Nürnberger Fachpack an drei Messetagen vom 25. bis 27. September. In erstmals elf Messehallen präsentierten 1.466 Unternehmen (2010: 1.350*) ihre Produkte und Dienstleistungen aus den Bereichen Verpackung, Technik, Veredelung und Logistik. 

Nach Angaben der Messe Nürnberg stellten 1.466 Unternehmen auf der Fachack 2012 aus. Das sind 116 mehr als beim letzten Mal. In Nürnberg stark vertreten war die deutsche Verpackungswirtschaft mit diesmal 1.102 Firmen. Ein weiteres Viertel der Aussteller (2010: 21 %) reiste vorwiegend aus den Nachbarländern – den Niederlanden (53), der Tschechischen Republik (44), der Schweiz (40), Österreich (38) und Italien (36) – nach Nürnberg. 36.986 Fachbesucher (2010: 35.360*) wurden gezählt. Jeder fünfte Messegast reiste aus dem Ausland an (2010: 19 %), vorwiegend aus den Nachbarländern Österreich, Tschechische Republik, Schweiz, Niederlande, Italien, Polen und Frankreich. Unter den deutschen Besuchern waren die Bayern am stärksten vertreten, gefolgt von Baden-Württembergern, Hessen und Nordrhein-Westfalen.

Der typische Fachpack-Besucher arbeitet in den Branchen Druck/Papier/Pappe, Nahrung/Genuss, Metallverarbeitung, Kunststoff, Pharma/Kosmetik, Automobilbau und -zulieferung, verpackungs- bzw. logistiknahe Dienstleistungen, Elektrogeräte/Komponenten sowie Chemie. Er verweilt durchschnittlich 1,2 Tage auf der Messe und schenkt sein Hauptinteresse Packstoffen und Packmitteln (fast jeder Zweite) sowie Verpackungsmaschinen (weit über ein Drittel). Jeweils rund ein Viertel der Besucher interessiert sich für Verpackungslogistik, Verpackungsdruck und -veredelung sowie Packhilfsmittel, jeder Fünfte für Maschinen und Geräte aus der Verpackungsperipherie, 14 % für Kennzeichnungs- und Markierungstechnik sowie gut 10 % für Dienstleistungen (Mehrfachnennungen).

Das Resümee der Fachbesucher, die zu 85 % in betriebliche Beschaffungsentscheidungen einbezogen sind: Nahezu sämtliche Besucher (95 %) sind mit dem Angebot der Fachpack 2012 zufrieden und schätzen die vielfältigen Informations- und Kontaktmöglichkeiten an den Messeständen (96 %), so die Befragungsergebnisse eines unabhängigen Instituts.

Im Segment Verpackung wurde das stärkste Wachstum registriert. Packstoffe, Packmittel und Packhilfsmittel aus Papier, Karton und Pappe, Kunststoff, Glas, Metall oder Holz präsentierten rund 670 Aussteller. Innovative Technologie – Verpackungsmaschinen, Kennzeichnungs- und Markiertechnik, Verpackungsrecycling und Verpackungsprüfung – zeigten rund 550 Firmen. Im Bereich Verpackungslogistik bestimmten etwa 350 Unternehmen mit Förder-, Verlade-, Lager- und Kommissioniersystemen, Software für den Materialfluss, Steuerungs-, Identifikations- oder Codiertechnik sowie Logistikdienstleistungen das Bild. Von individuell bis luxuriös, von Druckvorstufe und Verpackungsdesign über Verpackungs- und Etikettendruck bis Packmittelproduktion und Druckweiterverarbeitung reicht das Angebot von rund 200 Spezialisten in Sachen Verpackungsdruck, Veredlung und Design. (Die Zahlendifferenz macht deutlich: Gut ein Fünftel der Fachpack-Aussteller zeigte Produkte und Dienstleistungen in mehreren Segmenten der Prozesskette Verpackung.)

Eine Befragung der Aussteller hat ergeben, dass 95 % ihre wichtigsten Kundenzielgruppen erreichten. Neue Geschäftsverbindungen knüpften laut Veranstalter 91 %. Trotz konjunktureller Eintrübungen erwarten 87 % der Unternehmen aufgrund positiver Geschäftskontakte während der Fachpack-Tage ein Nachmessegeschäft, wie es von der Messeleitung heißt.

Aufgrund guter Binnenkonjunktur und wachsendem Bedarf an innovativen Verpackungslösungen produzierten deutsche Hersteller 2011 fast 20 Mio. t Packmittel (+4 %) im Wert von über 32 Mrd. Euro (+8 %). Für das Jahr 2012 ist der Gemeinschaftsausschuss Deutscher Verpackungshersteller (GADV) verhalten optimistisch. Sorgen bereiten die Rohstoffpreise und die mit der Energiewende einhergehenden Kostensteigerungen.

Der deutsche Verpackungsmaschinenbau ist weniger von Konjunkturzyklen belastet als der Maschinenbau insgesamt. Beim Auftragseingang verzeichneten die Verpackungsmaschinen-Verkäufe im ersten Halbjahr 2012 gegenüber dem Vergleichszeitraum ein reales Plus von fast 8 %, während der Maschinenbau insgesamt 7 % Minus auswies. Der Zuwachs bei Verpackungsmaschinen addiert sich aus 6 % Auftragsplus aus dem Inland und 9 % aus dem Ausland. Der Fachverband Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen (VDMA) rechnet 2012 für den Bereich Verpackungsmaschinenbau mit 14 % Umsatzwachstum.

* Aussteller- und Besucherzahlen werden von der FKM, Gesellschaft zur Freiwilligen Kontrolle von Messe- und Ausstellungszahlen, Berlin, geprüft und zertifiziert.

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