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Fespa-Rückblick: Das waren die spannendsten Digitaldruck-Neuheiten

Vom dreidimensionalen Oberflächendruck bis hin zum 3D-Druck von Mimaki
 

Auf der Fespa 2017 wurden zahlreiche Digitaldruck-Neuheiten vorgestellt.

700 Aussteller aus 139 Ländern, zehn Messehallen und 20.456 Besucher: das ist die Bilanz der Fespa 2017 in Hamburg, die nur knapp unter den Zahlen der Fespa 2015 in Köln lag. Zahlreiche Hersteller haben die Fachmesse für den großformatigen Digital-, Sieb- und Textildruck auch dieses Mal genutzt, um ihre Neuheiten vorzustellen. Das Spektrum reichte dabei von neuen Technologien bis hin zum Ausbau bestehender Maschinenreihen. Die spannendsten Neuheiten aus dem Digitaldruck hat Deutscher Drucker zusammengefasst.

  • Eine individuelle Tapete mit Präge-Effekt, für den man aber keinen Prägezylinder braucht? Der litauische Hersteller Veika hat genau das vorgestellt: den digitalen 3D-Oberflächendruck auf Inkjetbasis. Technologie und Drucksystem heißen "Dimense". Dabei werden klassische CMYK-Tinten und eine von Vejka entwickelte Spezialtinte auf ein Substrat namens "Ecodeco" aufgetragen – unter Hitzeeinwirkung "wächst" die Spezialtinte und erzeugt so den Präge-Effekt. Das Drucksystem soll ab Oktober in einer Bahnbreite von 1,6 m verfügbar sein.
  • Print and Cut: Neben zwei neuen 3,2 m breiten Latex-Druckern, dem Latex 3200 und 3600, hat HP den Schritt in den Markt für Schneideplotter gewagt. Die in Hamburg vorgestellte HP-Latex-300-Print-and-Cut-Serie ist eine Zwei-Geräte-Lösung, mit der Anwender zugleich drucken und schneiden können. Mögliche Anwendungen sind beispiel Bogen- oder Fenstergrafiken.
  • Ricoh hingegen wagt sich mit dem Ricoh Ri3000 und dem Ri6000 in den Direct-to-Garment-, also den Textildirektdruck. Die neuen Drucksysteme sind aus der Zusammenarbeit mit dem von Ricoh im Januar 2016 übernommenen Hersteller Anajet entstanden und verarbeiten laut Hersteller verschiedene Materialen, von 100-prozentigem Polyester bis hin zu 50/50-(Poleyster-)Mischegeweben für die Bekleidungsindustrie. Die bedruckbare Fläche besträgt 35,6 x 45,7 cm.
  • Ab in die dritte Dimension entführte Mimaki. Zwar hatte der japanische Hersteller auch eine Reihe neuer Textil- und Sublimationsdrucker im Gepäck, doch für das größte Aufsehen sorgte der Prototyp von Mimakis 3D-Drucker. Das Funkionsprinzip basiert auf der UV-Inkjet-Technologie, verdruckt wird eine Art wasserfestes Acrylharz, das mit einem CMYk-Tintenset eingefärbt und mittels UV-Licht gehärtet wird.
  • Um haptische Effekte ging es auch beim südtiroler Hersteller von Großformatdruckmaschinen Durst. Unter dem Messemotto "Plus is on the rise" stellte Durst eine Reihe von neuen Features und Ergänzungen seiner Druckmaschinen vor. Spannend war in diesem Bereich vor allem der Rho P10 250 HP Plus, dem nicht nur eine Leistungssteigerung von gut 40 Prozent beschert wurde, sondern auch eine Hapt-Print-Option, mit der sich eine Schichtdicke von bis zu 600 Mikron auftragen lässt, um dreidimensionale Effekte auch im Großformatdruck zu erzielen. So soll sich etwa die Struktur eines Ölgemäldes nachempfinden oder auch die Braille-Schrift darstellen lassen.
  • Dass der Trend auch im Bereich Large Format Printing in Richtung LED-UV-Härtung geht, haben gleich mehrere Hersteller gezeigt. So präsentierte etwa Swiss-Q-Print seine bekannten Großformatdrucker Impala und Nyala jeweils in einer neuen Version mit LED-UV-Härtung, was das Spektrum der einsetzbaren Medien nochmals vergrößern soll. Außerdem sind die beiden neuen Drucksysteme mit einer Reihe mechanischer Verbesserungen ausgestattet worden.

Das waren aber natürlich längst nicht alle Hightlights der diesjährigen Messe. Was EFI, Canon, Fujifilm, Kornit oder der Substratehersteller Kohlschein im Gepäck hatten, lesen Sie im aktuellen Deutschen Drucker 13/2017 ab Seite 28 in unserem Fespa-Messerückblick. Eine Bildergalerie zur Fespa 2017 finden Sie zudem hier. [866]

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