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Folien, Textil oder Metall: Vorbehandlung, Beschichtung und Trocknung in einem

Ahlbrandt System GmbH zeigt kombiniertes System auf der ICE Europe (19. bis 21. März in München)
 

Mit der Web Process Line können verschiedene Beschichtungen mit dekorativen, schützenden oder speziellen technischen Eigenschaften auf Papier, Folien, Metal Coils, Vliesen und Textilien aufgetragen werden (oben ohne Beschichtung, unten mit).

Wenn Folien, Textilien oder Metall beschichtet werden sollen, bedarf dies meist einer aufwändigen Verfahrenstechnik, die mindestens drei verschiedene Prozesse umfasst: Corona-Vorbehandlung, Sprühauftrag, etwa von Antifog, Trennmitteln oder Hydrophobierungen, und Trocknung der Funktionsbeschichtung. Bisher wurden die verschiedenen Vorgänge entweder separat durchgeführt, oder die einzelnen Maschinen wurden zu einer improvisierten Produktionslinie zusammengestellt, mit potentiellen Folgeproblemen. Jetzt hat die Ahlbrandt System GmbH mit der „Web Process Line“ eine Komplettanlage aus einer Hand entwickelt, die alle drei Komponenten vereint. 

Die Anlage arbeitet mit der Corona-Technik, soll einen sehr dünnen Sprühauftrag auf Wasserbasis ermöglichen und streifenfrei trocknen, geht es nach dem Hersteller. Das führe laut Ahlbrandt System GmbH dazu, dass die Web Process Line energieeffizienter, ressourcenschonender und kostensparender als die Verarbeitung des Substrats in Einzelmaschinen ist. Auf der ICE Europe stellt das Unternehmen die Anlage vor.

Das Substrat wird, damit der Sprühauftrag besser haftet, anfangs einer Corona-Behandlung unterzogen, das heißt, die oft wasserabweisenden, unpolaren und elektrisch isolierten Oberflächen werden mit elektrischen Impulsen befeuert. Durch dispersive und polare Wechselwirkungskomponenten entsteht so eine höhere Oberflächenspannung, die bewirkt, dass Farbstoffe, Lacke, Lösungsmittel oder Kunststoffdispersionen dauerhaft auf dem Substrat haften bleiben.

Wie es beim Hersteller heißt, habe dieser der Umwelt zuliebe die Web Process Line so konzipiert, dass nur Chemikalien auf Wasserbasis verarbeitet werden. Diese werden über mehrere, parallel angeordnete Rotoren zerstäubt und gleichmäßig auf Textilien, Vlies, Papier, Metall- oder Kunststofffolien aufgetragen. Diese besondere Anordnung erzeugt überlappende Sprühfelder, die einen gleichmäßigen Auftrag mit hohem Wirkungsgrad ermöglichen. Die Toleranzen bei Beschichtungsgewichten von 0,5 bis 5 ml/m2  sind sehr niedrig, was sich positiv im Materialverbrauch niederschlägt, so der Hersteller. Gleichzeitig werde so ein großes Auftragsspektrum ermöglicht, das zwischen 0,5 und 25 g/m2  liegen kann. Die Sprühmenge wird dabei automatisch dosiert und an die Bahngeschwindigkeit angepasst, daraus soll ein sehr geringer Bedarf an Chemikalien und Trocknungsenergie resultieren.

Auf saugenden Substraten wie Papier oder Textilien kann die Beschichtung in Tröpfchenform belassen werden. Bei Folien oder Metallbändern werden die Tröpfchen mit Hilfe einer Walze in einen homogenen Film verwandelt. Anschließend wird der Sprühauftrag mit Heißluft oder – wenn trocknungstechnisch sinnvoll – auch unter Zuhilfenahme von Infrarot getrocknet. Das geschieht streifenfrei für bis zu sechs Meter Substratbreite, was den Trocknungsprozess sehr energieeffizient und ressourcensparend gestalten soll. Die individuelle Konfiguration der Anlage erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Kunden. 

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