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Folien auf Basis nachwachsender Rohstoffe glänzen mehr

Höhere Verbundhaftung und Glanzwerte im direkten Vergleich zu OPP-Folie – Bestätigung durch Untersuchung der Bergischen Universität Wuppertal
 

Zu den Merkmalen der von Achilles genutzten Folien aus nachwachsenden Rohstoffen zählen Nachhaltigkeit, hohe Verbundhaftung und hohe Glanzwerte.

Die Verbundhaftung und die Glanzwerte von Folien auf Basis nachwachsender Rohstoffe sind im Vergleich zu OPP-Folien signifikant höher. Dies soll eine Untersuchung der Fachgruppe Digital- und Offsetdruck des Fachgebiets Druck- und Medientechnologie der Bergischen Universität Wuppertal ergeben haben. Durchgeführt wurde sie im Rahmen des Kooperationsprojektes „Druckveredelung und Nachhaltigkeit“ des Fachverbandes der Medienproduktioner e.V. (FMP), der Universität Wuppertal und der Achilles Gruppe, einem Papierveredler und Anbieter individueller Präsentationsprodukte. 

Dabei wurden die Verbundhaftung und der Glanzwert der „Biofolie“ mit denen einer OPP-Folie an Modell-Faltschachteln direkt verglichen. Die Ergebnisse der Tests bestätigen, dass die von Achilles eingesetzte Folie auf Basis nachwachsender Rohstoffe bezüglich des Materials nicht nur ökologisch nachhaltiger ist als die getestete OPP-Folie, sondern auch bei anderen, wesentlichen Qualitätskriterien überzeugt.

Zum Test der Verbundhaftung wurden die Folien im Labor der Bergischen Universität der Länge nach vom Druckbogen gelöst. Bereits bei der Vorbereitung der Prüfkörper für den Trennversuch wurde eine starke Verbundhaftung bei der „Biofolie“ festgestellt.  „Die manuelle Trennung der Schichten erweist sich bei der Folie aus nachwachsenden Rohstoffen als sehr schwierig, da sie eine starke Verbindung zur oberen Papierschicht hat“, erklärt Dipl.-Ing. Kirsten Nahrgang, M.Sc. von der Bergischen Universität Wuppertal.

Im Gegensatz dazu hätte sich die OPP-Folie ohne Rückstände vom Papier trennen lassen. Die höhere Verbundhaftung der nachhaltigen Folie belegen die in der Untersuchung berechneten Trennkräfte: Diese lagen bei der OPP-Folie nur zwischen 1,33 N und 1,58 N (Mittelwert 1,47 N), bei der Folie aus nachwachsenden Rohstoffen zwischen 7,19 N und 7,81 N (Mittelwert 7,59 N).

Die Glanzmessung erfolgte gemäß den Richtlinien der Norm DIN 67530 bzw. EN ISO 2813. Mit dem Reflektometer wurde das im Spiegelwinkel erreichte Glanzvermögen in Form eines Reflektometerwertes an fünf zuvor festgelegten Messpositionen auf zehn Proben gemessen. „Bei den zum Vergleich von glänzenden Materialien geeigneten Messgeometrien von 60 und 20 Grad erzielte die Folie auf Basis nachwachsender Rohstoffe Reflektometerwerte von 97,4 (bei 60 Grad) und 69,0 Ganzeinheiten (bei 20 Grad)“, betont Nahrgang. Die OPP-Folie erreichte die Werte 80,8 (60 Grad) bzw. 44,0 Glanzeinheiten (20 Grad).

Seit September des letzten Jahres bietet die Achilles Gruppe die nachhaltige Veredelung mit Folien und Klebern auf Basis nachwachsender Rohstoffe als „Achilles Green“ an. Die zur Verfügung stehenden biologisch abbaubaren und gemäß DIN EN 13432:2000 kompostierbaren Folien sind Glanz- und Matt- sowie silbermetallisierende Folien. Hergestellt sind sie auf Basis von Cellulose oder Stärke. Alle Folien sind lebensmittelgeeignet. Zudem haben sie laut Anbieter gute Barriereeigenschaften und sind sowohl für die Versiegelung geeignet als auch wasserstabil. Neben Folien und Klebstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen verwendet Achilles zudem bei der Folienkaschierung zu 100 Prozent wasserbasierende Klebstoffe.

Nicht zuletzt verhindert die Veredelung generell den schnellen Verschleiß von Druckerzeugnissen, da sie diese bis zu 1500mal haltbarer macht als unveredelte Printprodukte. Der Anteil veredelter Produkte im Verhältnis zum gesamten Papierverbrauch in Deutschland liegt statistisch unter 0,3 Prozent. Die Hälfte davon sind langlebige Produkte wie Bücher oder hochwertige Präsentationsprodukte.

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