Font-Book wird iPad-App

Informationsmenge entspricht 20-bändiger Druckausgabe

Schriften untersuchen: Die Font-Book-App bietet detaillierte Informationen zu rund 32.000 Fonts, einschließlich Schriftmuster in diversen Größen und detaillierte Zeichensatz-Tabellen.

Fünf Jahre nach Erscheinen der vierten Auflage der gelben Schrift-Enzyklopädie schlägt Fontshop, weltweit agierendes Versandhaus für Schriften und Bilder,  ein neues Kapitel auf: die Font-Book-App fürs iPad. Sie funktioniert laut Fontshop wie eine typografische Landkarte, kann Ansichten twittern oder per E-Mail versenden und bietet 620.000 Schriftmuster. Das soll laut Fontshop in etwa 35.000 Papierseiten oder zwanzig gedruckten Font-Books entsprechen. 

Obwohl sie den Begriff »Book« im Namen trägt, hat die iPad-App nichts mehr mit einem Buch gemein. Stattdessen soll die App Recherchewege bieten, die mit einem Druckwerk nur schwer oder gar nicht zu bewerkstelligen sind: zum Beispiel das direkte Vergleichen von Schriftschnitten, mit individuellem Musterwort, vor wechselnden farbigen Hintergründen. Neu erschienene Fonts sollen jederzeit in die App einfließen können, ebenso redaktionelle Querverweise und Korrekturen.

Der Einstieg in den Font-Book-Atlas ist laut Fontshop denkbar einfach. Der Benutzer entscheidet sich entweder für eine der fünf Recherche-Pfade Schriftstil, -name, -designer, -hersteller und Entwurfsjahr, oder er startet die Textsuche nach Fontfamilie, Designer oder Foundry. Statt der traditionellen sieben Schriftklassen Serif, Sans, Slab, Script, Blackletter, Display sowie Pi & Symbols bietet das digitale Font-Book jetzt 35 Kategorien, denn jede der sieben Klassen wurde in fünf weitere Unterklassen aufgeschlüsselt. Für diese Aufgabe konnte die Font-Book-Redaktion die Saarbrücker Schrifthistorikerin Prof. Indra Kupferschmid gewinnen, während die Typografen Stephen Coles und Yves Peters wieder die stilistischen Querverweise betreuten.

Weitere Informationen: www.fontbook.com und www.fontblog.de/fontbook-fuer-ipad

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