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Fujifilm: Neue Versionen von XMF und XMF Remote angekündigt

XMF-Workflow mit stark erhöhter Verarbeitungsgeschwindigkeit dank Adobe Mercury RIP-Architektur
 

Fujifilms Vorstufenworkflow XMF integriert ab der Version V6 die Adobe Mercury RIP-Architektur, die die Parallelverarbeitung mehrerer Aufträge erlauben soll.

Fujifilm hat neue Versionen seines Vorstufen-Workflows XMF und des Freigabe-Web-Portals XMF Remote angekündigt. XMF V6 wird die Adobe PDF Print Engine 3 (APPE3) beinhalten und angeblich als erstes Workflowsystem weltweit die Adobe Mercury RIP-Architektur integrieren, die für deutlich höhere Verarbeitungsgeschwindigkeiten sorgen soll. XMF Remote R10 wiederum wird unter anderem HTML5-kompatibel sein und über eine Express-Job-Funktion verfügen.

Durch Implementation der Mercury RIP-Architektur soll XMF V6 eine signifikante Senkung der für die Dateiverarbeitung erforderlichen Rechenzeit erzielen. Dies wird durch Lastenverteilung innerhalb des Systems erreicht. Jede Seite eines Einzelauftrags könne so während des Renderns simultan verarbeitet werden, so Fujifilm. Dies führe zu höheren Verarbeitungsgeschwindigkeiten, um die Nutzung der Systemressourcen zu maximieren.
XMF V6 nutzt die Mercury RIP-Architektur, um eine Parallelverarbeitung mehrerer Aufträge zu erlauben. So sei eine bis zu zehnfach größere Verarbeitungskapazität im Vergleich mit früheren Systemen zu erreichen, abhängig vom exakten Verhältnis der Betriebsumgebung. Außerdem sei es möglich, unterschiedlichen Prozessen verschiedene Prioritäten zuzuteilen und die Ressourcenzuweisung für den jeweiligen Prozess aktiv zu regeln (zum Beispiel Reihenfolge-
änderungen durch Zuweisen von Top-Prioritäten). Druckereien könnten durch die Fähigkeit, mehrfache Aufgaben effizient zu bearbeiten, auch ihre verschiedenen Ausgabegeräte effektiver nutzen. Selbst wenn sich die Ausgabe an einen Plattenbelichter, Proofer oder Digitaldrucker überschneide, könne das System die Verarbeitungs-„Standby-Zeit“ auf ein Minimum reduzieren. Da außerdem ein einzelnes XMF-Gerät das RIP-Verarbeitungs-Volumen von fünf Belichtern ausführen könne (zum Beispiel ein Luxel T-9800, 67 Platten pro Stunde), lasse sich die Anzahl der RIP-Geräte deutlich reduzieren, was zu einer einfacheren Verwaltung und niedrigeren Kosten führe. Zudem nutze XMF V6 die neueste Virtualisierungstechnologie und erhöhe so die Redundanz.

Das Web-Portal XMF Remote R10 ist laut Fujifilm für alle vom Kunden verwendeten Funktionen mit HTML5-Kompatibilität ausgestattet. Dies bedeute, dass selbst wenn aus Sicherheits- oder anderen Gründen die Nutzung von Java nicht möglich ist, eine vollständige XMF-Remote-Funktionalität verfügbar wäre! Zudem wurde für die Arbeit mit neuen Kunden und Einzelaufträgen die neue Express-Job-Funktion entwickelt. Kunden können hier an einem Auftrag teilnehmen, indem sie einfach mit ihrer E-Mail-Adresse angemeldet werden, jedoch kein Benutzerkonto einrichten müssen.

Die Hauptmerkmale von XMF V6 laut Hersteller im Überblick:

  • Die Integration von APPE3 und Mercury RIP-Architektur verbessert die RIP-Verarbeitungsfähigkeit, die abhängig von der Betriebsumgebung im Vergleich mit früheren Systemen etwa zwei bis zehn Mal schneller sein kann
  • Redundanz durch die Verwendung neuester Virtualisierungstechnologie
  • Kernfunktionen wie Preflighting, Farbmanagement und Ausschießen sind zentralisiert
  • Eine Job-Verwaltungs-Funktion, die auftragsbezogen die zentrale Verwaltung aller Parameter für Druck- und Ausgabeeinstellungen erlaubt 
  • Eine APPE basierte Inksaving-Funktion, die den Farbauftrag unter Berücksichtigung von Transparenzen, Überdrucken, Sonderfarben und anderen Merkmalen optimiert
  • Die Möglichkeit der Verknüpfung mit MIS mittels JDF und CSV 

Die Hauptmerkmale von XMF Remote R10 laut Hersteller im Überblick:

  • Alle Kundenfunktionen sind vollständig HTML 5-kompatibel
  • Kunden können an Aufträgen durch die einfache Verwendung ihrer E-Mail-Adresse teilhaben, ohne ein Konto eröffnen zu müssen 
  • Einfache Online-Datenübermittlung per Drag-and-Drop ist aktiviert und Preflight wird automatisch ausgeführt 
  • Mit XMF können Kunden effizientes Online-Proofing durchführen, während sie nativ gerenderte Ergebnisse betrachten können
  • Kompatibilität mit mehrstufigen Freigabe-Workflows, die Proofing und Freigabe durch eine Reihe verschiedener Personen erfordern
  • iPads können für das Proofing verwendet werden, sodass Kunden Anweisungen zum Proofing geben und Änderungen auch unterwegs bestätigen können.
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