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Grafix: Merkmale der LED- und der konventionellen UV-Technik wirtschaftlich nutzen

Besonders für die Feuchtmittelaufbereitung und Farbwerkstemperierung sowie die Trocknung von LED-Farben werden auf der Drupa Lösungen gezeigt
 

Roland Beck, Key Account Manager bei Grafix, zeigt die Neueintwicklung Powder-Max, mit der die Pudermenge sehr genau dosiert, aber auch sauber eingefüllt werden können soll. 

Die Stuttgarter Grafix GmbH ist seit vielen Jahren Spezialist für Bestäubungs- und Trocknungssysteme – genauer gesagt Peripheriegeräte im Bereich Farbfixierung. Auf der Drupa sollen Produkt-Neu- und -Weiterentwicklungen vorgestellt werden. Wir sagen Ihnen, welche. 

Mit dem Powder-Max-HEP hat das Unternehmen ein Steuergerät (Powder-Max) für den Puderauftrag in Bogenoffsetmaschinen und die entsprechenden Puderauftragsdüsen (HEP), die durch eine verbesserte Ergonomie und eine promillegenau zu steuernde Pudermenge gekennzeichnet sind, entwickelt. Bedingt durch eine spezielle Konstruktion kann das Pudergefäß nun hochkant in die Halterung eingedreht und erst anschließend hochgeklappt werden. So wird ein Verschütten vermieden und das System bleibt sauber, wie der Aussteller betont. Die anschließend notwendige Einstellung des Papierformates und der Druckgeschwindigkeit erfolgt automatisch, zudem erfolgt ein rechtzeitiger Hinweis, sobald die Puderflaschenfüllung zur Neige geht. Mittels einer Dosierscheibe wird die Pudermenge exakt getaktet und auf die Auftragsdüsen über das HEP-Düsenrohr verteilt. Das Düsenrohr selbst lässt sich über eine „Twist & Click“-Technik werkzeugfrei abdrehen und anschließend per Druckluft reinigen, wie es bei Grafix heißt.

Passend dazu will das Unternehmen eine neue Puderabsaugtechnik vorstellen. Puderablagerungen auf dem Greifersystem und den anderen Maschinenbauteilen werden dabei gelockert und gezielt aufgewirbelt. Über Absaugkanäle werden anschließend die gelösten Ablagerungen dem Filterschrank zugeführt und aus dem Bogenauslagebereich entfernt. Die Entsorgung des aufgefangenen Puders erfolgt anschließend durch ein Beutelsystem.

Dem Trend zur UV-Trocknung entsprechend hat Grafix ein UV-Trocknungssystem namens Hi-Cure im Programm. Hi-Cure zeichnet sich laut Grafix durch eine spezielle Reflektor- und Lampengeometrie und einen reduzierten Energiebedarf aus. Aufgrund eines hohen Wasserkühlanteils von über 50 Prozent soll zudem die Temperatur auf dem bedruckten Material geringer ausfallen, so dass auch wärmeempfindliche Materialien zu trocknen sind. Für eine höhere Ergonomie sorgen rollengelagerte Module, die leicht aus der Druckmaschine zu entfernen sind. Wechselnde Einbaupositionen sind möglich, bei Ausstattung mit Dockingstations auch im Zwischentrocknungsbereich.

Für die Feuchtmittelaufbereitung und Farbwerkstemperierung kommt eine Neuentwicklung, die durch die Übernahme von Contemp möglich wurde. Die CT-EX genannte Lösung soll bedingt durch eine 100-prozentige Inline-Duchflussfiltrierung für sauberes Feuchtmittel in einem nahezu selbstreinigenden Kreislauf sorgen. Ein Speichertankverfahren soll zudem das stabile Temperieren von Feuchtmittel und Farbwalzen mit wirtschaftlichen Kühlzyklen sicherstellen. Das System ist in mehreren Modellen und Ausführungen erhältlich.

Eine Alternative für den UV-Druck bringt das Unternehmen mit dem Ecco-Cure-System. Das neue UV-Härtungsverfahren bietet sich laut Grafix insbesondere im Folien- und Akzidenzdruck an. Für die LED-Trocknung entwickelte Farben werden hierbei mit einer darauf abgestimmten UV-Härtung kombiniert. Damit lassen sich laut Hersteller die Vorteile der LED- und der konventionellen UV-Technik wirtschaftlich nutzen. Ecco-Cure ermöglicht niedrige Anlageninvestitionen bei gleichzeitig niedrigem Energieverbrauch, wie der Hersteller betont. Durch die Kombination von reaktionsfreudigen LED-Farben mit einer auf deren Wellenlängenbereich abgestimmten UV-Lampe kann die Anzahl der UV-Module reduziert werden: so genügt beispielsweise ein Endtrockner für einen Vierfarbdruck einer marktgängigen Druckgeschwindigkeit. Aufgrund der schnellen Oberflächenhärtung ist eine kurzfristige Weiterverarbeitung des Druckjobs möglich, auch wenn die Härtungsreaktionen, anders als im klassischen UV-Druck, noch eine gewisse Zeit im Farbauftrag weiterlaufen. Die reduzierte Anzahl der UV-Module senkt zudem den Investitionsaufwand für Kühlung und Energiebereitstellung – und in der Folge den laufenden Energieverbrauch.

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