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HDM-Studenten präsentieren Bildband "Kunstkraftwerk"

Projektpraktikum der Hochschule soll Technik und Kreativität miteinander verbinden
 

Zu dem Projektteam rund um "Kunstkraftwerk" gehören die HDM-Studenten Dilan Cetinkaya, Mazlum Dülger, Artem Gojdenko, Süleyha Güder, Nadine Hartmann, Derya Köse, Michael Morcher, Rolf Seewaldt und Alexander Stern.

Studenten der Stuttgarter Hochschule der Medien (HDM) haben sich seit November 2011 mit dem Leben und Werk des Nebringer Bildhauers Lutz Ackermann beschäftigt. In einem Projektpraktikum im Studiengang Druck- und Medientechnologie erarbeiteten sie einen 120-Seiten-Kunstbildband mit zweisprachigen Texten über den Künstler. Am 10. September 2012 wurde nun das Ergebnis ihrer Kooperation mit dem Herrenberger Verlag Best Ideas, der Stiftung Lutz Ackermann und dem Künstler präsentiert.

Für dieses Projekt besuchten die HDM-Studenten den Künstler in seinem Kunst-Park, fotografierten seine Objekte, übernahmen die Bildbearbeitung sowie die Produktion des Bandes. Es galt, aus einem in über 30 Jahren entstandenen Fundus dokumentarischer und künstlerischer Fotos die besten Aufnahmen zu den Objekten Ackermanns zu wählen, dafür eine einheitliche Bildsprache zu finden, deren Stil zum Künstler passt, und all dies in enger Abstimmung mit dem Bildhauer, dem Verlag und der Grafikerin Ute Haselmaier. Ein Color-Key-Effekt sorgte dafür, dass die Kunstwerke zur Geltung kommen, zusätzlich zu dem intensiven Bildkontrast mit tiefem Schwarz. Die Vorgaben und Ansprüche der Projektpartner forderten die Studenten heraus. "Der Kunstband konnte nur durch einen speziellen Workflow und in enger Zusammenarbeit mit allen Beteiligten zu einem High-End-Produkt werden", berichtet Michael Morcher. "Die aufwändige Bildbearbeitung und der 5-farbige Aufbau für den Druck haben sich gelohnt. Die Bilder sind einzigartig ausdrucksvoll", ergänzt Süleyha Güder.

Druck und Weiterverarbeitung

Vor der Freigabe für die Produktion wurden die Druckbögen von den Studenten noch einmal ganz genau geprüft und Dank aufwändigem Colormanagement und mehreren Testdrucken konnte ein optimaler Workflow gefunden werden. "Die Qualität der Produktion ist entscheidend für die Wirkung der Fotos, gerade wenn viel Schwarz eingesetzt wird", erklären die beiden Druck-Experten. Nach dem Druck ging es an die buchbinderische Verarbeitung des 120-Seiten-Werkes. Die je 170 Gramm schweren Papierbögen wurden geschnitten, gefalzt, gebunden, gestochen und vernäht. Der Einband aus Hardcover, überzogen mit Mattfolie, trägt in massigen weißen Lettern den Buchtitel "Kunstkraftwerk" auf schwarzem Grund, ergänzt um ein ineinander übergehendes gespiegeltes Bild.

Eine besondere Erfahrung

Für die neun Studierenden aus dem vierten bis sechsten Semester war die Arbeit an dem Bildband ein ganz besonderes Projekt. "Wir haben mit externen Partnern gearbeitet und unglaublich viel gelernt im Dreiklang mit Verlag, Grafik und Künstler, aber auch in unserem Team. Wir sind an allem gewachsen: Erfahrung, Geduld und Know-how", bilanzieren Güder und Morcher. Für das Projekt, das von Professor Ronald Schaul und den Mitarbeitern im Studiengangs Druck- und Medientechnologie betreut wurde, hatten sich das Team wie eine Produktionsfirma organisiert und die Bereiche Planung, Bildbearbeitung, Finanzen und Druck abgedeckt. "Jeder hatte sein eigenes Thema, alles musste Hand in Hand gehen", erläutert Morcher. Mit dem Ergebnis sind die Macher zufrieden. Auch Verleger Heinz Stoll und Grafikerin Ute Haselmaier sind begeistert von der Kooperation. Das Buch soll auch bei Wettbewerben eingereicht werden.

Verfügbarkeit

Der 120 Seiten starke Bildband "Kunstkraftwerk" erscheint als gebundene Ausgabe (Best-Ideas-Verlag, Herrenberg) in einer Auflage von 1.000 Exemplaren in Deutsch und Englisch. Laut HDM soll das Werk dann im Buchhandel oder beim Online-Anbieter Amazon erhältlich sein.

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