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Hausbau mit dem 3D-Drucker?

D-Shape druckt mit einer Mischung aus Sand und Bindemittel
 

Eine Skulptur aus dem Drucker von D-Shape.

Gebäude der Zukunft könnten aus dem 3D-Drucker kommen – zumindest wenn es nach Unternehmen D-Shape geht, das bereits eine Skultpur auf Basis der eigenen Technoligie realisiert hat. Im Gegensatz zum üblichen Druckprozess, wie er etwa im Rapid Prototyping einsetzt wird, bestehen die schichtweise erstellten Bauteile nicht aus Plastik, sondern aus Sand, der mit Bindemittel gefestigt wird.

Der Weg zu gedruckten Gebäuden sei nur noch eine Frage des Geldes, erklärt der D-Shape-Vorsitzende Enrico Dini. Der Drucker von D-Shape kann laut Unternehmen aktuell Bauteile in einer Größe von etwa 6 x 6 x 1 Meter herstellen. Dabei arbeitet sich das Gerät Schicht für Schicht vor. "Pro Zentimeter brauchen wir acht bis 15 Minuten", sagt Dini. "Wir schaffen also bis zu 320 Zentimeter pro Tag." Die Mixtur aus Sand und epoxidfreiem Binder soll letztlich ein Material ergeben, das in Form und Oberfläche Ähnlichkeiten zu Sandstein aufweist. Als Testprojekte hat das Unternehmen bereits eine mehrere Meter hohe Skulptur errichtet. Im Gegensatz zu konventioneller Bautechnik soll das Druckverfahren die schnelle Realisierung auch komplizierter Formen ermöglichen.

Der Produktion kompletter Gebäude, die sich zum Wohnen und Arbeiten eignen, sei allerdings noch Zukunftsmusik. Im Gegensatz zu Beton werde die Substanz nicht gemischt. Zur Bearbeitung mit einem 3D-Drucker ist zudem eine gewisse Porösität Voraussetzung, deswegen ist nach dem Druckprozess eine Nachbehandlung notwendig, um Stabilität zu gewährleisten. Die Firma liefert jedoch bereits Bauteile aus, die Teil herkömmlicher Baustrukturen werden. Als nächsten Schritt möchte man weitere Produkte und die Technologie weitervermarkten. Strukturkomponenten aus dem 3D-Drucker sollen laut Dini etwa im Bereich der Landschaftsarchitektur oder der Küstenrestauration eingesetzt werden, etwa als künstliche Riffe. Auch Pavillons oder Kopien archäologischer Ausgrabungen lassen sich erstellen.

Nun arbeitet man bei D-Shape an einem besseren Drucker mit höherer Auflösung und sucht nach geeigneteren und günstigeren Bindemitteln, um den Herstellungsprozess in Zukunft schneller und billiger umsetzen zu können. Der Schlüssel, so der Unternehmer, liege in der Industrialisierung. Bislang sind rund 2,5 Mio. Euro in die Technologie geflossen.

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