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Heidelberg: Deutschlandweit erste Speedmaster XL 75-5 LE UV bei Blömeke

40-Mitarbeiter-Betrieb mit neuer Drucktechnik im Halbformat – Produktionstechnik ohne Puder und Lack
 

Geschäftsführer Christian Rump (rechts) und Vertriebsleiter Thomas Kuhnert an der neuen Speedmaster XL 75-Fünffarben LE UV.

Das Medienunternehmen Blömeke in Herne produziert mit der deutschlandweit ersten Speedmaster XL 75-5 LE UV. Gleichzeitig wurde die Firma für einen Feldtest im Hinblick auf die neuen Softwareversionen für die gesamte Maschine gewonnen. Zusammen mit dem neuen Prinect Press Center XL 2, dem Inline-Farbmesssystem Prinect Inpress Control 2, dem vollautomatischen Plattenwechsler Autoplate Pro und dem großen Wallscreen XL ist Blömeke nun mit der aktuellen Drupa-Generation ausgestattet.

„Wir können jetzt Aufträge drucken, die bisher nicht möglich waren“, fasst Christian Rump seine etwa einjährigen Erfahrungen mit der neuen Speedmaster XL 75-5 LE UV zusammen. Die beiden Geschäftsführer des 40-Mitarbeiter-Unternehmens und Brüder Christian und Klaus-Georg Rump suchten Ersatz für zwei ältere Druckmaschinen.

Bisher wurde mit den beiden Maschinen in je zwei Schichten gearbeitet. Vor dem Hintergrund schneller Lieferzeiten und dem Faktum, dass überwiegend kleine Auflagen von durchschnittlich 2.000 Bogen pro Auftrag zu produzieren sind, entschied man sich für die Trocknungstechnologie LE UV (LE = Low Engery). Damit kann die Praxis, gerade bei Kleinauflagen die Aufträge mit Dispersionslack zu schützen, damit diese dann zeitnah und ohne Kratzer schnell verarbeitet werden konnten, entfallen.

„Eigentlich sehen wir uns nicht als Druckerei, sondern als Mediendienstleister“, erklärt Christian Rump. „50 Prozent des Umsatzes entfällt auf den Druck und die andere Hälfte auf Dienstleistungen, wie Design, Lagerung und weltweite Logistikdienste“, bestätigt Thomas Kuhnert, Leiter Mediendesign und Vertrieb. Bereits seit 15 Jahren bietet das Unternehmen Web-to-Print-Shops als geschlossene Bereiche für ihre Kunden an. „Die Rüstzeiten haben sich halbiert, wir konnten über 40 Prozent an Energie sowie über 50 Tonnen an Papier pro Jahr einsparen, da die Maschine schnell in Farbe ist und weniger Makulatur benötigt als die älteren Maschinen. Unsere Aufträge sind auf gleichem Preisniveau nun ertragreicher“, betont Christian Rump. „Dies ist umso wichtiger, da wir pro Tag etwa 40 Rüstvorgänge haben und jeder dritte Job ein anderes Papier erfordert.“ Die Maschine produziert seit Inbetriebnahme rund um die Uhr. Rump spricht von einer 98prozentigen Verfügbarkeit.

Gedruckt werden kann nun auf normalem Papier, Naturpapier, Kunststoff und Folien. Gerade bei Naturpapier kommt die Eigenschaft der LE-UV-Technologie, dass kein Puderauftrag oder Lackieren erforderlich sind und die natürliche Haptik erhalten bleibt, besonders zum Tragen.

Für 2017 hat sich das Druckunternehmen einiges vorgenommen. „Wir haben unseren Vertrieb verstärkt, um Neukunden aktiv angehen zu können, und unsere Bestandskunden mit zusätzlicher Dienstleistung zu versorgen. Weiterhin planen wir, einen offenen Web-to-Print-Shop für Kunden aufzubauen“, ergänzt Thomas Kuhnert.

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