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Heidelberg: Digitaldrucksysteme für Pharmaverpackungen

Inkjet-basierte Linoprint L, elektrofotografische Linoprint D und Linoprint i (Inkjet-UV-Technologie)
 

Die neue Heidelberg Linoprint L soll sich besonders für den digitalen Druck von Etiketten für sichere und detailgetreue Pharma-Anwendungen eignen.

Auf einer Fachmesse für chemische Technik, Verfahrenstechnik und Biotechnologie in Frankfurt hat die Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) mit Linoprint D, Linoprint L und Linoprint i drei Digitaldrucklösungen für den Einsatz in der Pharmabranche präsentiert. Kurz zuvor hatte Heidelberg auf der Weltmesse Drupa 2012 offiziell bekannt gegeben, die Digitaldrucklösungen für den Werbe- und Verpackungsdruck unter der Marke „Heidelberg Linoprint“ zusammenzufassen.

Im vergangenen Jahr war die Firma CSAT, einer der führenden Lösunganbieter für integrierte digitale Systeme in der Pharmabranche, von Heidelberg übernommen worden. Die Integration des CSAT-Produktportfolios in das eigene Digitaldruckportfolio sei nach Heidelberg-Angaben nun aber abgeschlossen.
Für den digitalen Vollfarbdruck von Etiketten zum Beispiel bietet Heidelberg das modulare Digitaldrucksystem Linoprint L (vormals iTS6oo) an. Dabei handelt es sich um ein Inkjet-Drop-on-Demand-System für den wirtschaftlichen und anspruchsvollen Druck kleiner bis mittlerer Etiketten- und Folien-Auflagen sowie Anwendungen mit variablen Inhalten, so Heidelberg. Kompakt und gekapselt soll das System auch sehr hohen Anforderungen genügen und die strengen Richtlinien zur Qualitätssicherung von pharmazeutischen Produktionsabläufen und -umgebungen einhalten. Anwender verfügen damit auch über eine Lösung, mit der sich zukunftsweisende Applikationen wie zum Beispiel Smart Labels, Sicherheitsdruck oder nachverfolgbare Etiketten realisieren lassen.

Geht es um hochwertige und resistente Zweifarbdrucke auf unterschiedlichen Materialien, biete sich laut Heidelberg das Digitaldrucksystem Linoprint D (vormals DTS12oo) an. Das System druckt Logos, Schmuckelemente, Haltbarkeitsdaten, Chargennummern, Produktionsdaten und komplette Texte. Darüber hinaus können auch einzelne Tablettenblister individuell – zum Beispiel mit Datamatrix-Codes – gekennzeichnet werden. Mit dem digitalen Elektrofotografie-Verfahren und einer Druckbreite von 50 bis 320 mm sei das System besonders geeignet für Pharma- und Medizintechnik-Anwendungen. 

Das System soll durch die feine Auflösung von 1200 x 1200 dpi in der Lage sein, Plagiatschutz und Track&Trace in geeigneter Form miteinander zu verbinden. Der digitale Vollflächendruck und eine Codierung mit dynamisierten Daten sind immer gleichzeitig möglich, so dass ein Mix aus unterschiedlichen Technologien (Hybrid-Technik) nicht mehr nötig ist. Mikroschrift auf dem Blister bietet zusätzliche Sicherheit vor Produktpiraterie, da jede Verpackung ein eindeutiges und fälschungssicheres Merkmal enthält. Zudem unterstützen eigen-entwickelte Spezialtoner mit besonderen funktionalen Additiven die Fälschungssicherheit zusätzlich. Sie können nur in Kombination mit diesem Drucksystem eingesetzt werden.
Die Druckbilder sind aufgrund einer zweistufigen Fixierung in Siegelprozessen bis zu einer Temperatur von 300° C und einem Druck von acht bar einsetzbar. Bedruckt werden zudem alle pharmaüblichen Deckfolien: Aluminium und Aluminiumverbunde sowie Papiere. Das Bedrucken ist je nach Modus flexibel möglich – sei es inline vor der Siegelstation oder offline von Rolle zu Linie. Die Linoprint D entspricht den Anforderungen der GAMP (Good Automated Manufacturing Practice) sowie den Vorschriften 21 CFR Part 11 und cGMP (Current Good Manufacturing Practice).
Die kompakten Druckeinheiten der Linoprint-i-Reihe (vormals Linoprint Fixedline) sollen mittels Inkjet-UV-Technologie das Just-in-time-Eindrucken variabler Daten auf unterschiedlichsten Materialien ermöglichen.

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