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Heidelberg: Einstieg in die Filtrationstechnologie

Filter-Star und Filter-Star Compact ergänzen die Star-Peripherie-Familie

Mit den Filtrationssystemen Filter-Star und Filter-Star Compact will die Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) in die Filtrationstechnologie einsteigen. Der Filter-Star Compact (OEM-Modul von Firma Logotec, Schönaich) ist für die Speedmaster SM 52, SM 74 und XL 75 vorgesehen, während der Filter-Star (OEM-Modul von Firma Technotrans, Sassenberg) in den größeren Maschinen – auch in den Baureihen XL 105, XL 145 und XL 162 – eingesetzt wird.
Jedes dieser Systeme reinigt das Feuchtmitttel kontinuierlich und befreit es von groben Verunreinigungen, die durch Farb- und Papierpartikel verursacht werden. So kann laut Heidelberg mit dem Filter-Star Compact die Einsatzzeit des Feuchtmittels von zwei bis zwölf Wochen abhängig vom Alkoholgehalt und dem Druckspektrum auf vier bis sechs Monate verlängert werden, beim Filter-Star sogar auf sechs bis zwölf Monate. Die Einsparungen durch den Wegfall unproduktiver Feuchtmittelwechsel und geringere Entsorgungskosten seien signifikant, und in den meisten Fällen rechne sich die Investition bereits nach zwei bis drei Jahren.
Verunreinigtes Feuchtmittel wirkt sich auch negativ auf das Druckverhalten aus: die Platten laufen nicht mehr so gut frei, und die Farb-Wasser-Balance wird deutlich enger. Die bisherige Notlösung war ein Wechsel des Feuchtmittels, bei dem bis zu einer Stunde Produktionszeit verloren gehen kann.
Der Filter-Star ist ab sofort weltweit verfügbar, der Filter-Star Compact ab sofort für Deutschland und ab Mitte 2009 auch weltweit.
Das Filtrationssystem Filter-Star Compact wird von Heidelberg als kostengünstig bezeichnet und basiert auf der Quarzfilter-Technik. Das Wasser wird kontinuierlich dem Feuchtmitteltank entnommen, und es setzt eine einstufige Quarzfiltration ein. Dazu wird das schmutzige Feuchtmittel mit hohem Druck durch ein Gemisch unterschiedlicher Quarzkristalle gedrückt. Papierstrich und Farbpartikel bis zu 5 µm lagern sich an den Quarzen an und werden so dem Wasser entzogen.
Anstatt die Quarzmischung selbst zu entsorgen, empfiehlt Heidelberg, die gebrauchte Kartusche mit dem Quarzgemisch nach vier bis sechs Monaten an den Hersteller zurückzusenden. Dort werde der Schmutz fachgerecht entsorgt und die Kartusche erneut befüllt. Auf diese Weise könne ein weiterer positiver Effekt für die Umwelt erzielt werden, da die Kartuschen mehrfach eingesetzt werden.
Der Filter-Star arbeitet mit einem zweistufigen Filtrationssystem. In einem Vorfilter aus sieben Kerzen wird der gröbste Schmutz gebunden. Eine große Oberfläche erhöht seine Effektivität. Der Hauptfilter besteht aus 16 scheibenförmigen Schichten und erfasst alle Partikel bis zu 1 µm Größe. So könnten Verunreinigungen ausgefiltert werden, während wichtige Komponenten wie Korrosionsinhibitoren, die den Korrosionsprozess verhindern, im Feuchtmittel verbleiben. Der Filter hat zudem ölansaugende Eigenschaften, wodurch beispielsweise kleine Spritzer von Reinigungsmitteln nicht mehr sofort zu einem Umkippen des Feuchtmittels führen. Ein Filterwechsel erfolgt meist zeitgleich mit dem Feuchtmittelwechsel, also alle sechs bis zwölf Monate, und dauert knapp 30 bis 45 Minuten. Die verschmutzten Filter müssen als farbverschmutzter Abfall entsorgt werden.
Um die Bedienung zu vereinfachen, ist der Filter-Star – genau wie die gesamte Star-Peripherie – steuerungstechnisch über CAN-Open in die Maschine eingebunden. Dadurch wird ein verschmutzter Filter direkt am Maschinenleitstand Prinect Press Center der Speedmaster angezeigt. Besonders geeigent sei der Filter-Star von Heidelberg für das alkoholreduzierte und alkoholfreie Drucken, da hier eine konstante Farb-Wasser-Balance eine wichtige Voraussetzung für die erfolgreiche Produktion ist.

Heidelberger Druckmaschinen AG http://www.heidelberg.com

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