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Heidelberg: Läuft die Druckmaschine der Zukunft autonom?

Komplettanbieter präsentiert auf der Drupa 2016 sein neues Digitaldruck-Portfolio sowie Neuentwicklungen für Offsetdrucker und Verpackungsproduzenten
 

Präsentation der neuen Service-Leistungen von Heidelberg durch 3 Roboter, an denen Bildschirme befestigt sind, auf der Drupa 2016 in Halle 1. Dahinter die neue Primefire 106.

Unter das Motto „Simply Smart“ hat die Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) ihre neuen Produkte und Konzepte aus den strategischen Bereichen Equipment, Service und Verbrauchsmaterialien gestellt. Auf der Fachmesse drupa 2016 in Düsseldorf will man mit diesem Angebot vor allem den wachsenden Markt hochwertiger und intelligenter Verpackungen sowie den hochqualitativen Akzidenzdruck bedienen, so Vorstandschef Dr. Gerold Linzbach gestern auf der Messe.

Erstmalig präsentiert Heidelberg der Weltöffentlichkeit seine Digitaldruckfamilie komplett in einer Kategorie zusammengefasst, der „Fire“-Produktlinie. „Das zusammen mit Fujifilm entwickelte Digitaldrucksystem Heidelberg Primefire 106 ist dafür ausgelegt, den industriellen Digitaldruck weiter zu flexibilisieren und somit neue Marktsegmente zu erschließen“, so Vorstandsmitglied Stephan Plenz gestern auf der Heidelberg-Pressekonferenz. Durch die intensive Zusammenarbeit der beiden Technologieentwickler sei der Digitaldruck auf ein industrielles Niveau gehoben worden, so Plenz weiter. Die Einbindung in den Produktions- und Management-Workflow der industriellen Druckproduktion schließe die Lücke zwischen Offset- und Digitaldruck. Mittelfristig soll der Umsatzanteil des Digitalgeschäfts von Heidelberg am Gesamtumsatz auf über 10 Prozent anwachsen.

„Push to Stop“ ermöglicht autonomes Arbeiten 

Die Digitalisierung aller Prozesse einer Druckerei ermöglicht eine deutlich gesteigerte Nettoproduktivität. Um diese technischen Möglichkeiten voll ausschöpfen zu können, wird ein völlig neuer Ansatz für die Maschinenbedienung benötigt, um die Bediener von Routineaufgaben zu entlasten und mit intelligenten Systemen so zu unterstützen, dass sie die technischen Potenziale der Maschinen in Produktivität umsetzen können.

Darum stellt die Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) zur Drupa 2016 die neue Generation Speedmaster vor, mit einer neuen Bedienphilosophie namens „Push to Stop“. Wurden bislang Prozesse aktiv durch den Bediener gestartet, übernimmt dies in Zukunft die Maschine selbst. Der Bediener unterbricht die autonom ablaufende Prozesskette nur noch bei Bedarf. Die Effektivität der Druckproduktion lasse sich dadurch auf ein bislang nicht erreichtes Level heben, die Prozesse werden planbarer und die Fehlerrate sinkt durch kontinuierliche Prozessüberwachung, berichtet Harald Weimer, ebenfalls im Heidelberg-Vorstand.

„Wir sehen die digitalisierte und industriell aufgestellte Druckerei als Voraussetzung für künftig erfolgreiche Geschäftsmodelle in unserer Branche“, bestätigt Plenz. Vor diesem Hintergrund zeigt Heidelberg gleich zwei Speedmaster XL 106 der neuen Drupa-Generation in Düsseldorf auf seinem Messestand in der Halle 1. Verpackungs- und Etikettendrucker können an der Speedmaster XL 106-Sechsfarben mit Doppellack verfolgen, wie innerhalb sehr kurzer Zeit Aufträge mit hohen Veredelungen produziert und gerüstet werden können. Die Speedmaster-XL-106-Achtfarben-Wendemaschine richtet sich an Akzidenz- und Web-to-Print-Drucker, die sich häufigen Jobwechseln stellen müssen. Darüber hinaus verfügt diese Maschine über die neue Trocknungstechnologie Drystar LED.

Auch im Bereich Dienstleistungen will man die Performance verstärken und weiter wachsen. Basis für diese neuen Dienstleistungsangebote ist die Heidelberg Cloud, die auf der Erfassung und Analyse von mehr als 10.000 vernetzten Maschinen beruht. Vor diesem Hintergrund bietet Heidelberg seinen Kunden präventive Serviceprogramme zur Steigerung der Verfügbarkeit von Maschinen und zur Steigerung der Produktivität des gesamten Drucksaals an.

Die Konzeptstudie Heidelberg Assistant soll zeigen, wie das künftige Informations- und Serviceportal für Heidelberg-Kunden basierend auf der Heidelberg Cloud aussehen wird. Mit dem Heidelberg Assistant erhält der Kunde einen persönlichen Zugang zu allen Informationen und Dienstleistungen rund um sein Unternehmen. Der Heidelberg Assistant ermöglicht auch einen direkten Zugriff auf den neuen Heidelberg eShop, der gleichzeitig Basis für eCommerce-Lösungen ist.

Mittlerweile hat Heidelberg den neuen und jetzt erstmalig offenen Onlineshop in 27 Ländern ausgerollt. Hier können registrierte Kunden und Neukunden rund um die Uhr Verbrauchsmaterialien und künftig auch ausgewählte Serviceteile bestellen und bekommen die Ware laut Heidelberg „schnellstens“ geliefert.

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