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Heidelberg: Neue Saphira-Farbserien speziell für LE-UV-Anwender

Saphira Ink Low Energy UV 100 und 400 – Akzidenzdruckerei Müller Ditzen AG betreibt erste Speedmaster CX 102 LE UV in Norddeutschland
 

Ronald Huber, Vorstand der Akzidenzdruckerei Müller Ditzen AG in Bremerhaven (l.), hier mit Mathias Willimsky, Produktmanager bei Heidelberg.

 

Einige Druckmaschinenhersteller haben in den letzten Jahren Konzepte für energiereduzierte Anwendungen im Zusammenhang mit der UV-Produktion im Bogenoffsetdruck entwickelt. Heidelberg nennt seine Trocknungstechnologie Drystar LE (Low Energy) UV. Sie soll vor allem Akzidenzdruckern den Einstieg in den UV-Druck ermöglichen. Das Verfahren ist durch den Einsatz von hochreaktiven UV-Druckfarben gekennzeichnet und erlaubt so, die Anzahl der Trocknerlampen in der Maschine und damit den Energieverbrauch deutlich zu reduzieren. Jetzt hat Heidelberg sein Saphira-Verbrauchsmaterial-Portfolio um abgestimmte LE-UV-Farbserien erweitert. Und einen weiteren Anwender seiner LE-UV-Technologie stellte Heidelberg kürzlich mit der Bremerhavener Druckerei Müller Ditzen AG vor, die seit einigen Monaten auf einer Speedmaster CX 102-5+L LE UV druckt.

Unter dem Saphira-Label ergänzt Heidelberg nun sein Technologieangebot mit darauf abgestimmten Farbserien und bietet Anwendern die Maschinentechnologie und passende Verbrauchsmaterialien an.

Die neuen Farbserien, die als Saphira Ink Low Energy UV 100 und 400 erhältlich sind, sollen sich für das Bedrucken von Papier, Karton und nicht saugenden Materialien eignen und „sehr gute Glanzeigenschaften sowie eine hohe Rasterpunktqualität“ ermöglichen, wie es bei Heidelberg heißt. Beide Produktreihen erlauben das Drucken nach ISO 12647-2 (Prozessstandard Offsetdruck). Die mit Saphira Ink LE UV bedruckten Bogen lassen sich sofort weiterverarbeiten, da sie bereits trocken aus der Maschine kommen. Zusätzlich sind ergänzende Verbrauchsmaterialien aus dem Saphira-Sortiment wie Gummitücher, Lacke, Wasch- und Feuchtmittel erhältlich. Heidelberg will dieses Sortiment zusammen mit der LE-UV-Technologie nach eigenen Angaben weiter ausbauen und weiterentwickeln.

Müller Ditzen AG betreibt erste Speedmaster CX 102 LE UV in Norddeutschland

Ein weiterer Anwender einer LE-UV-Maschine von Heidelberg in Deutschland ist die Akzidenzdruckerei Müller Ditzen AG in Bremerhaven. Seit Oktober des letzten Jahres wird mit einer Speedmaster CX 102-5+L LE UV gearbeitet – der ersten ihrer Art in Norddeutschland. Die Druckerei Müller Ditzen AG ist vom Kleinstunternehmen in wenigen Jahren zu einer der größten vollstufigen Druckereien in der Region gewachsen und beschäftigt 97 Mitarbeiter im Zwei- bis Dreischichtbetrieb. Sie entstand aus dem Zusammenschluss der Müller Druckerei GmbH, gegründet 1984 durch Michael Müller, und der Ditzen GmbH und Co. KG, gegründet 1895 als Verlagsdruckerei der späteren Nordsee-Zeitung. Müller Ditzen kooperiert mit weiteren Verlagen und Mediendienstleistern im Nordsee-Medienverbund.

Mitte November des letzten Jahres veranstaltete Müller Ditzen einen Tag der offenen Tür, um seinen Kunden und Interessenten die vielfältigen neuen Veredelungsmöglichkeiten mit der neuen Speedmaster CX 102-5+L LE UV zu demonstrieren. Besonderes Interesse zog nach Angaben des Maschinen-Lieferanten das Drucken auf Naturpapier auf sich. Die Testdrucke zeigten wohl höhere Kontraste und eine hohe Brillanz im Vergleich zur konventionellen Produktion. Durch die sofortige Trocknung kann bei LE UV auf Schutzlack verzichtet werden, womit die besondere Haptik von Naturpapieren erhalten bleibt.

Die Maschine bei der Müller Ditzen AG ist klimaneutral gestellt und die Druckerei kompensierte 220 Tonnen CO2 in einem Klimaschutzprojekt. Ausgestattet ist sie mit Prinect Inpress Control, das bei laufender Produktion die Farbe und den Passer regelt und somit die Anlaufmakulatur deutlich zu reduzieren hilft. Die beim LE-UV-Verfahren eingesetzten Farben sind geruchsarm. Außerdem kann durch die sofortige Trocknung in den meisten Fällen auf Puder verzichtet werden. „Bei der Produktion sparen wir bis zu 60 Prozent an Energie“, wird Ronald Huber, Vorstand der Müller Ditzen AG, zitiert. Schon seit langem arbeitet die Druckerei mit Strom aus regenerativen Energien.

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