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Heidelberg: Neues Paket für den IPA-freien Druck

Angebot umfasst Maschinenkomponenten, Beratung und Saphira-Verbrauchsmaterialien

Heidelberg setzt für das IPA-frei-Paket neue Feuchtwalzen ein, die ausreichend Feuchtmittel sehr gleichmäßig auf der Druckplatte verteilen und somit für eine ausgewogene Farb-Wasser-Balance sorgen sollen.

Die Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) will ab Sommer dieses Jahres mit dem „IPA-frei-Paket“ eine umfassende Lösung für alkoholfreies Drucken anbieten. Das Angebotspaket besteht laut Heidelberg aus aufeinander abgestimmten Maschinenkomponenten, Beratung und Saphira-Verbrauchsmaterialien. Neu sind spezielle Feuchtwalzen mit modifizierten Oberflächenmaterialien und -strukturen sowie eine erweiterte Peripherieausstattung des Combi-Star Pro. Spezielle Saphira-Feuchtmittelzusätze sowie eine umfangreiche Beratung sollen das Paket abrunden. 

Verfügbar ist diese Lösung nach Heidelberg-Angaben zunächst für die Baureihen Speedmaster XL 105, SM/CD/CX 102 und XL 75 für den Einsatz von konventionellen Druckfarben. Bereits installierte Maschinen dieser Baureihen können nachgerüstet werden. Bis zur Drupa 2012 soll diese Lösung für andere Modelle und den Einsatz bei UV-Druckanwendungen verfügbar sein.

Seit vielen Jahren suchen Druckereien nach Möglichkeiten, mit weniger Isopropylalkohol (IPA) auszukommen. Unterstützt wird dies durch eine verstärkte Sensibilisierung für Umwelt, Gesundheit und Klima im Drucksaal. Laut Stephan Plenz, Vorstand Equipment bei Heidelberg, ist das Interesse an einem entsprechenden Angebot in Europa sehr stark, nimmt aber auch mehr und mehr bei Kunden in Asien oder Afrika zu.

Voraussetzung für das alkoholfreie Drucken ist eine konstante Wasserqualität, die eine Gesamthärte zwischen 8°dH und 12°dH aufweisen sollte. Bei Schwankungen muss das Wasser aufbereitet werden, beispielsweise mit einer Umkehrosmose-Anlage. Die neuen Feuchtwalzen sollen ermöglichen, dass ausreichend Feuchtmittel sehr gleichmäßig auf der Druckplatte verteilt und somit eine ausgewogene Farb-Wasser-Balance erzielt wird. Das Peripheriegerät Combi-Star Pro ist mit der digitalen Dosier-Technologie „Digidos“ ausgestattet, die eine hohe Dosiergenauigkeit des Feuchtmittelzusatzes von plus/minus 0,1 Prozent erlaubt, so der Anbieter. Im Combi-Star Pro integriert ist der Filter-Star mit verbesserten Komponenten für die Feuchtmittelfeinfiltration, der die Standzeit des Feuchtmittels stark erhöhen soll. Über den Maschinenleitstand Prinect Press Center erhält der Drucker einen Überblick über die Feuchtmittelqualität. Der Verlauf von Temperatur, Leitwert und pH-Wert wird aktuell angezeigt. Der Combi-Star Pro zeigt zusätzlich den Verbrauch von Wasser, IPA und Feuchtmittelzusatz an. Für den Druck von Sonder- und Schmuckfarben sowie bei nichtsaugenden Bedruckstoffen können niedrige IPA-Konzentrationen erforderlich sein. In diesem Fall wird optional das Mess- und Dosiersystem Alcosmart empfohlen. 

Gemeinsam mit europäischen Kunden testeten die Experten von Heidelberg über mehrere Monate die unterschiedlichsten Alkoholersatzstoffe. Als am besten geeignet erwies sich dabei ein Zusatzstoff auf der Basis von Glykolen, so Heidelberg. Der Hersteller bietet solche IPA-Ersatzstoffe mit seinen Saphira-Produkten an, die speziell auf die verschiedenen Anforderungen im Akzidenz- und Verpackungsdruck zugeschnitten sind. Ein wichtiger Bestandteil des „IPA-frei-Pakets“ ist die fachliche Beratung während der Anlaufzeit. Diese umfasst den Abdruck einer speziell entwickelten Feuchtetestform, mit der die laut Heidelberg "beste" Einstellung des Walzenstuhls und des Feuchtmittels definiert wird. Weiterhin werden die Qualität des Prozesswassers und des Feuchtmittels analysiert sowie die Farb- und Feuchtekennlinien der Druckmaschine entsprechend eingestellt.

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