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Heidelberg setzt auf industriellen Inkjet- und smarten Offsetdruck

Weltpremiere zur Drupa 2016: Industrielles Digitaldrucksystem Primefire 106 und weitere Neuentwicklungen
 

Kooperationspartner Heidelberg und Fujifilm auf der Vor-Drupa-Pressekonferenz (v.l.): Takashi Yanagawa (Senior Vice President, Division: Graphic Systems Fujifilm Europe GmbH), Hitoshi Yoshida (Chairman and CEO Fujifilm Global Graphic Systems Co., Ltd.), Stephan Plenz (Heidelberg-Vorstand Equipment), Dr. Gerold Linzbach (sitzend, Heidelberg-Vorstandsvorsitzender, CEO), dahinter Martin Schöppler (President & CEO, Fujifilm Dimatix, Inc.) und Jason Oliver (Leiter der BU Digital bei Heidelberg).

Die Heidelberger Druckmaschinen AG hat in einer Vor-Drupa-2016-Pressekonferenz eine Reihe von Neu- und Weiterentwicklungen vorgestellt, die zur Weltmesse Ende Mai in Düsseldorf der Fachöffentlichkeit präsentiert werden. Der Systemanbieter baut sein Angebot in den Segmenten Digital und Services, aber auch im konventionellen Offset- und Postpress-Segment aus. Mit Spannung erwartet wurden Informationen über die neue B1-Inkjetdruckmaschine. Das zusammen mit Fujifilm neu entwickelte Digitaldrucksystem ist dafür ausgelegt, den industriellen Druck weiter zu flexibilisieren und somit neue Marktsegmente zu erschließen.

Für Heidelberg sind Verpackung, Digital und Services Wachstumssegmente. Und genau hier setzt der Systemanbieter an. Auf der einen Seite steht im Vordergrund, die gesamte Wertschöpfungskette der Kunden zu integrieren, zu automatisieren und somit die Wettbewerbsfähigkeit der Druckereien zu erhöhen. Dazu arbeiten die Systeme mit den passenden Serviceleistungen künftig immer selbständiger und autonomer. Auf der anderen Seite zielen neue Digitaldruckangebote auf erweiterte Geschäftsmodelle bei Kunden, wie Heidelberg-Repräsentanten im Rahmen der Pressekonferenz zum Ausdruck brachten. Laut Dr. Gerold Linzbach, Vorstandsvorsitzender des Unternehmens, investiere man verstärkt in die Wachstumssegmente Digital und Services. Hier würden die Heidelberg-Kunden erweiterte Geschäftsmöglichkeiten erwarten, um die Transformation in die digitalisierte Zukunft noch besser umsetzen zu können.

„Simply Smart“ ist das neue Motto des Systemanbieters: Damit will Heidelberg die digitalisierte Zukunft der Branche auf der Drupa 2016 in Düsseldorf aufzeigen. In einem sich weiterhin rasch wandelnden Branchenumfeld müssen Druckereien die eigene Effizienz kontinuierlich steigern und immer schneller und flexibler auf die globalen Anforderungen der Endkunden reagieren. Dabei gilt es, die Digitalisierung des eigenen Geschäftsmodells zu gestalten und Druckauftraggeber in diesen Prozess einzubeziehen.

Industrielles B1-Digitaldrucksystem

 
 

Das neue B1-Inkjetdrucksystem Primefire 106, das von der Heidelberger Druckmaschinen AG zusammen mit Fujifilm entwickelt worden ist.

Das neue Digitaldrucksystem im Formabereich 70 x 100 cm heißt Heidelberg Primefire 106. Seine Weltpremiere wird es auf der Drupa 2016 in Halle 1 feiern. In weniger als zwei Jahren hat das Unternehmen zusammen mit dem japanischen Partner Fujifilm ein neues Angebot für den industriellen Digitaldruck auf Inkjet-Basis entwickelt. Nach der Vorstellung auf der Messe ist der Verkaufsstart für das Jahr 2017 vorgesehen. Das neue Design der Druckeinheit beruht auf der Samba-MEMS-Druckkopftechnologie von Fujifilm Dimatix Inc. Die wasserbasierte Pigment-Tinte von Fujifilm mit Rapic-Technologie für hochauflösende Bildqualität (1200 x 1200 dpi) soll die Sicherheitsanforderung der Lebensmittelverpackungsindustrie erfüllen. Ein Haupteinsatzgebiet wird die Verpackungs-Produktion sein. Die Maschinensteuerung erfolgt über das neue Heidelberg Prinect Digital Frontend (DFE).

Das Maschinendesign ermöglicht Druckereien, neue Geschäftsmodelle und Anwendungen anzubieten, vor allem in Bezug auf individuelle Kundenanforderungen, variablen Datendruck und zielgruppengenaue Marketingkampagnen. Die von Fujifilm neu entwickelten 7-Farben-Tinten (CMYK, Orange, Grün und Violett) in Verbindung mit den Lacken von Heidelberg sollen die Bandbreite an Digitaldruckanwendungen durch das erweiterte Farbspektrum und vielfältige Substrate deutlich vergrößern.

Ab der Drupa 2016 präsentiert Heidelberg das gesamte Digitaldruckangebot analog der Speedmaster-Baureihe unter einem einheitlichen Familiennamen, der „Fire“-Produktlinie. So ist „Heidelberg Primefire 106“ die Bezeichnung für das neue digitale Inkjet-Drucksystem für die industrielle Produktion digitaler und innovativer Druckanwendungen im B1-Format, „Heidelberg Versafire CP/CV“ ist die neue Bezeichnung für die bisherigen Digitaldrucksysteme Linoprint CP/CV. „Gallus Labelfire 340“ ist der neue Produktname des vormals Gallus DCS 340 genannten Systems für den Wachstumsmarkt des digitalen Etikettendrucks. 

Heidelberg Omnifire 250/1000 ist künftig die Bezeichnung für die 4D-Drucksysteme von Heidelberg und ersetzt die Bezeichnung Heidelberg Jetmaster Dimension 250/1000.

Voll integrierter Drucksaal

Eine integrierte Softwareplattform ermöglicht einen durchgehenden Datenfluss – von der Auftragsannahme über die Maschinen bis hin zur Abwicklung der Aufträge. Hierzu hat Heidelberg sein Angebot im Druck- und Medienworkflow Prinect gebündelt. Im Zusammenspiel mit einer in Design und Konzept komplett neuen Steuerung für die Bogenoffsetdruckmaschinen wandern immer mehr Arbeitsschritte zum automatischen Betreiben des Drucksaals in die Drucksysteme. So wird der autonome Drucksaal mit der neuen Generation Speedmaster von Heidelberg immer mehr Realität, was Produktivität und Rentabilität der Kunden deutlich steigern helfen soll. „Im Smart Print Shop der Zukunft zeigen wir, dass Heidelberg mehr als die Summe der Maschinen ist. Nicht mehr der Break-even einzelner Systeme ist das Maß der Dinge, sondern die Performance der gesamten Wertschöpfungskette unserer Kunden. Hierzu bieten wir Lösungen für die ganze Bandbreite – von der vollständig neuen Geschäftsinnovation bis hin zum hocheffizienten Gesamtprozess“, bestätigte Stephan Plenz.

Auch die Zusammenarbeit zwischen Heidelberg und seinen Kunden wird sich im digitalen Zeitalter stark verändern. Dazu arbeitet das Unternehmen an einer neuen cloudbasierten Serviceplattform, die das Dienstleistungsangebot von Heidelberg zusammenfasst und einfach zugänglich machen soll. Basis dieser Serviceplattform ist das Heidelberg Remote Service Netzwerk, das über 10.000 Maschinen und weitere 15.000 Softwareprodukte mit dem Heidelberg-Service verbindet. Hierauf basierte Dienstleistungen wie beispielsweise Remote Monitoring und Performance Plus werden auf dieser Plattform bereitgestellt und helfen den Kunden bei der Verfügbarkeit ihrer Druckmaschinen aber auch bei der Steigerung ihrer gesamten Produktivität. 

Zugang zur Serviceplattform erhält der Kunde über ein Kundenportal inklusive verschiedener Apps. Deutscher Drucker und print.de berichten noch über weitere Entwicklungen aus dem Hause Heidelberg.

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