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Heidelberg zeigt neue Modelle für den chinesischen Markt

Print China 2015: Speziell auf asiatischen Markt abgestimmtes Format einer neuen Bogenoffsetdruckmaschine vorgestellt
 

Auf der Print China 2015 feierte die Speedmaster CS 92 ihre Premiere. Sie ist speziell für die Kundenanforderungen im asiatischen Markt entwickelt worden.

Nicht weniger als 190.000 Besucher informierten sich auf der Print China 2015 über die aktuellen und zukünftigen Themen in der Printmedien-Industrie. Die Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) ist schon seit vielen Jahren in China vertreten. Auf der Messe stand bei Heidelberg vor allem die Integration von Digital- und Offsetanwendungen im Mittelpunkt. Erstmals in China vorgestellt wurden die neuen Digitaldruck-Systeme Linoprint CV und die Jetmaster Dimension 250 für den 4D-Druck. Im Hinblick auf die „steigende Nachfrage nach Kosteneffizienz und die in Asien vorherrschenden Druckformate“ (so Heidelberg) hat der Hersteller die neue „Speedmaster CS 92-Vierfarben“ speziell für die asiatischen Märkte entwickelt. Durch ihr neues Bogenformat soll die Maschine über 20 Prozent bei den Druckplattenkosten einsparen, wie der Hersteller betont. Über den Druckereiworkflow Prinect wurden sowohl die Digital- als auch die Offsetdruckmaschinen integriert.

Laut Harald Weimer, Vorstand für Vertrieb und Services bei Heidelberg, ist Asien einer der wichtigsten Märkte für Heidelberg, was sich auch im laut Heidelberg sehr zufriedenstellenden Messeverlauf widerspiegele. Dort zeigte man seine integrierten Digital- und Offsetdruckanwendungen. 

Für den Aussteller war auch der Bereich Services und Verbrauchsmaterial neben dem Equipment ein wichtiges Element. Die Besucher fragten nach Lösungen, um die Maschinenverfügbarkeit zu erhöhen oder nach Unterstützung bei komplexen drucktechnischen Anwendungen, so dass hier etliche Verträge abgeschlossen werden konnten. „Daher ist es nur folgerichtig, dass bereits heute jede zweite Druckmaschine mit der Funktionalität Remote Service ausgeliefert wird, um den schnellstmöglichen Service zu gewährleisten. Die Tendenz ist weiter steigend. Alle Maschinen des Standorts Qingpu bei Shanghai werden mit einem Servicevertrag ausgeliefert“, so Weimer weiter.

Die neue Heidelberg Linoprint CV wurde mit Weiß- oder Lackierfunktion gezeigt. Sie unterstützt eine große Bandbreite an Bedruckstoffen. Speziell für Druckdienstleister, die neue Geschäftsfelder aufbauen wollen, ist das Digitaldrucksystem Jetmaster Dimension 250 entwickelt worden. Dieses System bedruckt dreidimensionale Gegenstände mit personalisierten Inhalten – daher der Name 4D-Druck. Auf der Print China bedruckte die Jetmaster Dimension über 500 Fußbälle mit individuellen Inhalten. „Wir haben viele Interessenten für diese Technologie und werden die Jetmaster Dimension noch dieses Jahr im chinesischen Markt einführen“, bestätigt Harald Weimer.

Ein weiteres Exponat: das neue digitale Etikettensystem Gallus DCS 340. Hierbei handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt von Heidelberg, Gallus und Fujifilm.

Offsetdruck – neue Speedmaster CS 92

In Asien wird hauptsächlich im Akzidenzdruck mit speziellen Druckformaten produziert. Eine Antwort darauf bietet die neue Speedmaster CS 92-4. Mit ihrem Druckformat von 650 x 940 mm (Format 3) spart sie 20 Prozent an Druckplattenkosten gegenüber einer konventionellen 70 x 100-Druckmaschine. Die Speedmaster CS 92 basiert auf der Plattform der Speedmaster CD 102. Standardmäßig ausgestattet ist sie mit  dem Preset-Plus-Anleger und -Ausleger, dem Prinect Press Center Compact und Autoplate für schnelles Einrichten. Zielgruppen sind sowohl Akzidenz-, aber auch Verpackungsdrucker.

Die Speedmaster CS 92-4 wird im Werk Qingpu bei Shanghai produziert. Seit dem Start im Jahr 2006 lieferte dieser Standort über 5.000 Druckwerke beziehungsweise über 1.350 Druckmaschinen der Baureihen Speedmaster SM 52, SM 74 und CD 102 aus. Im Klein- und Mittelformat handelt es sich um Vierfarben-Standardmaschinen, während im Format 70 x 100 bis zu Sechsfarben inklusive Lackierwerk hergestellt werden. Mittlerweile werden über fünf Prozent der chinesischen Produktion in asiatische Nachbarländer exportiert, die Tendenz ist steigend.

China bleibt einer der größten Einzelmärkte für Heidelberg. Vier Niederlassungen in Peking, Shanghai, Shenzhen und Hongkong, sowie zwei Büros in Chengdu und Guangzhou, sollen die Kundenbetreuung vor Ort sicher stellen. Insgesamt arbeiten über 1.000 Heidelberg-Mitarbeiter in China, davon über 600 im Verkauf und im Service. Noch für diesen Herbst plant Heidelberg die Eröffnung eines Print Media Centers am Standort Qingpu.

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