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Henkel: Klebebindungen per Smart Control kontrollieren

Automatische Qualitätsüberwachung
 

Die Qualitätskontrolle von Klebebindungen mittels Stichproben während des Bindevorgangs soll nun durch das System Smart Control mit automatischer Kameraüberwachung abgelöst werden.

Für die Rückenverleimung von Büchern und Broschüren ist das exakte Auftragen des Klebstoffs von entscheidender Bedeutung. Kommt es dabei zu Fehlern im Klebebinder können in kurzer Zeit einige Tausend Druckwerke zu Makulatur werden. Jetzt bietet Henkel das Überwachungssystem Smart Control an, durch das Fehler im Produktionsprozess sofort erkennbar sein sollen.

Henkel hat das System Smart Control auf den Markt gebracht. Smart Control arbeitet per Kameraüberwachung, die sich – laut Henkel – sowohl in vorhandenen Buchbindemaschinen nachrüsten lässt, als auch in neue Maschinen eingebaut werden kann. Kernmodul des Systems ist eine Wärmebildkamera, die permanent ein Bild des Klebeprozesses an einen angeschlossenen Computer übermittelt.

Das Bild jedes gebundenen Exemplars wird vom Computer auf die Qualität der Klebstofffläche hin analysiert. Treten Fehler auf, schlägt Smart Control laut Henkel Alarm, bevor die Mängelexemplare in großen Stückzahlen auftreten. Dabei soll das Überwachungssystem so genannte Flächen-Fehler ebenso wie Fehlstellen finden, die durch teilweise blockierte Rakel oder Düsen auftreten.

Smart Control funktioniert gemäß Henkel sowohl beim Einsatz von PUR-Klebstoffen als auch bei Hotmelts. Egal ist auch, ob die Rückenverleimung über Auftrag per Walze oder Düse erfolgt. Auch soll nicht nur die Qualität des Endprodukts vom Einsatz des Überwachungssystems profitieren, der Materialverbrauch soll sich ebenso optimieren lassen. Denn wird auf die Klebefläche zu viel Klebstoff aufgetragen, so soll Smart Control die Feinjustierung des Leimauftrags ermöglichen und Abfall sowie Rüstzeiten reduzieren.

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