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Hochautomatisierte Druckweiterverarbeitung: Roboter für das Papier-Handling

Auf der Drupa (Toray-Stand D32, Halle 16) will IRA (Industrial Robot Automation ApS) einen Hilfsroboter für das Handling von Papier vorstellen
 

Der Hilfsroboter IRA P-162 belüftet und trennt die Bögen vom Stapel über verschiedene Programme während des Transportes von der Palette auf den Schüttler. Unter der Voraussetzung, dass exakte Informationen über den Stapel programmiert wurden, findet der Roboter Ausschuss und fehlerhafte Bögen, und sortiert diese aus. Ebenso werden die Makulaturbögen aus der Anfahrphase von der Palette entsorgt.

Die grafische Industrie sieht sich großen Herausforderungen in Bezug auf Automation und Kostenreduzierung, besonders im Bereich der Druckweiterverarbeitung, gegenüber. Eine effiziente Unterstützung während dieses Entwicklungsprozesses kann hierbei die Markteinführung einer neuen Roboterlösung sein, die von der dänischen Firma IRA (Industrial Robot Automation ApS) auf der Drupa 2012 präsentiert werden soll.

Der IRA P-162 genannte industrielle Assistenzroboter kann während der täglichen Vorführungen am Stand des japanischen Herstellers Toray Industries, Inc., Graphic Systems Department, in Aktion erlebt werden. Toray will darstellen, wie wasserloser UV-Offsetdruck im On-Demand-Verfahren neue Möglichkeiten eröffnet. Auf einer KBA Rapida 106-5+L sollen verschiedene Substrate bedruckt und anschließend an die automatisierte Weiterverarbeitung, eine Perfecta-Papierschneidmaschine, übergeben werden. Der von der KBA Rapida 106-5+L frisch produzierte Stapel wird übernommen und auf dem Schüttler der automatisierten Perfecta-Schneidanlage abgelegt. 
Bis zu sechs 115-cm-Paletten für das Bogenformat 70 x 100 cm oder mehr als zwei 120 x 162-cm-Paletten pro Stunde können durch den Roboter befördert werden. Die Produktivität einer normalen Papierschneideinheit mit einem Bediener soll sich um 200 – 300 % erhöhen lassen, denn er kann 24 Std. pro Tag, 365 Tage pro Jahr mit nur wenigen Stopps für die Wartung, betrieben werden. Der IRA P-162 soll folgende Substratgrößen und verschiedene Materialien (zum Beispiel Papier, Karton, Kunststoff) verarbeiten können: Beginnend bei 46 x 64 cm bis hin zu 120 x 162 cm, und mit einer Dicke von 0,08 bis zu 0,6 mm (etwa 80 g/m² – 600 g/m²). Das Stapelgewicht liegt bei bis zu 20 kg. Die Durchlaufzeit hängt vom gewählten Bewegungsmodus, der Belüftung und der Bogentrennung ab. Der schnellste Bearbeitungszyklus beträgt laut IRA rund 15 Sekunden. Der Wechsel zwischen verschiedenen Substratqualitäten und Größen soll nur einige Sekunden dauern, indem die neuen Werte über ein Bedienungspanel eingegeben oder aus der vorangegangenen Historie abgerufen werden.
IRA P-162 belüftet und trennt die Bögen vom Stapel über verschiedene Programme während des Transportes von der Palette auf den Schüttler. Unter der Voraussetzung, dass exakte Informationen über den Stapel programmiert wurden, findet der IRA P-162 Ausschuss und fehlerhafte Bögen, und sortiert diese aus. Ebenso werden die Makulaturbögen aus der Anfahrphase von der Palette entsorgt.
Der industrielle Zweiarmroboter wird vom weltweit größten Hersteller für Industrieroboter  – Yaskawa Electric Corporation in Fukuoka, Japan – unter dem Seriennamen Motoman SDA 20 gefertigt. Es soll sich bei der Yaskawa Electric Corporation (die Europa-Zentrale Yaskawa Europe GmbH befindet sich in der Kammerfeldstrasse 1 in 85391 Allershausen, zwischen München und Ingolstadt) um das einzige Unternehmen handeln, das zweiarmige Industrie-Roboter herstellt. 
IRA ist ein dänisches Unternehmen, das Roboterlösungen für die grafische Industrie entwickelt und vertreibt. Die Firma wurde 2010 gegründet und basiert auf mehr als 30 Jahren Erfahrung in der Druckindustrie. IRA arbeitet eng mit den führenden Universitäten für Robotertechnologie in Skandinavien zusammen, der Syddansk University in Dänemark und der Linköping University in Schweden. Außerdem besteht eine Zusammenarbeit mit dem Teknologisk Institut, Dänemarks größter Ingenieurs-, Konstruktions- und Entwicklungsorganisation. In Bezug auf die Druckindustrie hat IRA eine weltweite Entwicklungs- und Vertriebskooperation mit der Firma Yaskawa geschlossen. IRA wird vom Dänischen Ministerium für Forschung und Technik gefördert.

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