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Jänecke + Schneemann: Signierfarben für den Sicherheits-Check

Natural-Signierfarben für Offset-, UV- und Flexodruck-Anwendungen
 

J+S-Signierfarbe unter Tageslicht (links) und UV-Licht (rechts).

Signierfarben beruhen auf einem „einleuchtenden“ und simplen Prinzip: Sie erscheinen bei Tageslicht im Druckbild farblos und entwickeln ihre jeweilige Farbigkeit erst unter UV-Licht. Wegen dieser Eigenschaft kommen sie besonders im Sicherheitsdruck vermehrt zum Einsatz. Jetzt hat der Druckfarbenhersteller Jänecke + Schneemann Druckfarben GmbH (Hannover, J+S) die Druckeigenschaften seiner Naturalfarbe für Offset-, UV- und Flexodruck weiterentwickelt und führt diese in den Markt ein.

Signierfarben sind wie Transparentweiß zu verdrucken. Bei Tageslicht nicht erkennbar, zeigt sich die jeweilige Farbigkeit der Signierfarbe bei ultravioletter Strahlung, am stärksten im Wellenlängenbereich von 366 nm. Möglich ist dies durch den Einsatz spezieller Pigmente, die das UV-Licht absorbieren und in sichtbares Licht umwandeln. Dieses wird wiederum reflektiert, so dass es für das menschliche Auge sichtbar erscheint. J+S stellt hier unterschiedliche Produkte zur Verfügung, die – je nach Wunsch – von bläulich, grüngelblich bis rötlich reichen.

Neben der Farbe ist eine weitere Differenzierung über die Farbkonzentration möglich, so der Hersteller. Hochkonzentriert eignet sich die Farbe u. a. für UV-Licht-Sortier-Maschinen, wie J+S betont. In etwas geringeren Pigmentkonzentrationen werde die Farbe als Sicherheits- und Qualitätsmerkmal für eine Vielzahl von Druckprodukten, wie Tickets und Etiketten, eingesetzt.

Zunehmend Verwendung finden sie auch bei sensorisch sensiblen Druckprodukten. Für diesen Bereich bietet J+S neue migrationsarme Produkte an.

Im Druckbild ist die Sichtbarkeit bzw. der Glanzeffekt von der Art und Qualität des Bedruckstoffs abhängig. Gleiches gilt für den Leuchteffekt, der sich unter UV-Licht entwickelt. Grundsätzlich gilt, dass gestrichene Papiere eine bessere Fluoreszenz ermöglichen als ungestrichene. Für den Druck von Signierfarbe ist es ratsam, Papiere ohne optische Aufheller zu verwenden, da diese den gewünschten optischen Eindruck unter UV-Licht verstärken.

Durch steigende gesetzliche Vorgaben für den sensorisch sensiblen Bereich verlangt vor allem die Lebensmittel- und Kosmetikindustrie migrationsarme Druckfarben. Die Rezeptur der Signierfarben von J+S basiert auf nachwachsenden Rohstoffen. Aufgrund ihrer jetzt weiter optimierten Zusammensetzung sei sowohl eine gute Verdruckbarkeit als auch der Einsatz bei sensorisch sensiblen Druckprodukten im Offset- und UV-, sowie im Flexodruck möglich, wie der Hersteller weiter ausführt.

Philipp Hölzl, Leiter der Anwendungstechnik bei J+S Druckfarben ergänzt: „Die Einsatzbereiche für den Sicherheitsdruck wachsen ständig. Erfolgreich eingesetzt werden Signierfarben vor allem im Etiketten- und Wertpapierdruck. Daneben wächst auch die Nachfrage insbesondere im hochwertigen Verpackungsdruck.“ Hier reagiert der Hersteller mit neuesten migrationsarmen Varianten, die alle aktuellen Anforderungen der Lebensmittelindustrie erfüllen sollen, so Hölzl.

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